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Blogroll die 2te
Blockflöten-Fünfmalfünf
Samstag, 24. November 2007, 22:55 Uhr

Dies ist ein Crashkurs für blutige Anfänger, die auf der Blockflöte Weihnachtslieder oder andere musikalische Kompositionen spielen wollen. Weil es das ABC, das Einmaleins und was weiß ich was alles schon gibt und ich keinen Wert auf Namensstreitigkeiten lege, nenne ich meinen Crashkurs Blockflöten-Fünfmalfünf, weil sicher niemand einen so bescheuerten Titel für einen Flötenkurs benutzt.

Bevor wir den ersten Ton aus unserer Blockflöte holen, kommen wir zur richtigen Haltung dieses wundervollen Instruments:

Die gebeugten Arme sollten locker sein, nicht verkrampft, ebenso die Hände und die Finger. Zeigefinger, Mittelfinger und Ringfinger der rechten Hand bedecken die obersten drei Löcher, der Daumen stützt die Flöte von unten und dient gleichzeitig dazu, das Loch auf der Rückseite zu schließen und zu öffnen. Die gleichen Finger der linken Hand inklusive des kleinen Fingers bedecken die übrigen vier Löcher, der Daumen der linken Hand ist nur zum Halten der Flöte nötig.

Jetzt legen wir die Flöte mit dem – meist etwas dunkleren – Mundstück auf die Unterlippe, die Zähne berühren das Mundstück nicht, die Oberlippe liegt locker oben auf dem Mundstück auf, sodass rechts und links keine Luft mehr entweichen kann. Die ganze Luft kann so durch die Flöte geblasen werden. Einige veranschaulichende Beispiele:

richtig.jpg

Richtig! Genau so versuchen wir die Blockflöte an den Mund zu halten.

flote_falsch.jpg

So ist es falsch! Das Mundstück ist zwar ein Mundstück, es sollte aber nicht zu weit in den Mund geschoben werden.

flote_ferkel.jpg

Ferkel!

Noch einmal: Die Finger sind ganz locker und liegen leicht gekrümmt mit dem weichen knubbeligen Teil auf den Flötenlöchern, damit keine Luft entweichen kann, wenn sie es nicht soll. Wenn die Löcher nämlich nicht genau abgedeckt sind, klingt es ebenso grausam, wie wenn die Finger verkrampft sind oder die Finger beim Öffnen zu weit vom Loch wegbewegt werden. Dann ist nämlich der Rückweg umso größer und es wir wieder unenau abgedeckt.

Was ich mir gemerkt habe, ist auch die Vorübung, bevor wir uns den eigentlichen Noten widmen. Sozusagen eine Trockenübung: Erstmal sprechen wir – ohne Flöte – mehrmals dü-dü-dü. Jetzt legen wir die Blockflöte wie oben beschrieben an den Mund und haben folgende Fingerhaltung:

flote_c.jpg

Wenn nicht anders beschrieben, ist das hintere Loch dabei immer geschlossen. Jetzt blasen wir Luft durch die Flöte und versuchen, das dü-dü-dü mit der Flöte zu wiederholen. Wir blasen nicht wie ein Schmied in die Flöten, sondern immer weich und zart und denken jetzt auch nicht an andere Sachen, die hier nicht hergehören. Die gespielte Note ist das hohe C, auch c” geschrieben, und sieht so aus:

note_c.png

Noten erklären, ist gar nicht so einfach, weil ich kein Musiker bin. Es gibt aber, wie sicher jeder weiß, ausgefüllte, halb ausgefüllte und leere Noten, manche haben auch ein Schwänzchen oder sogar zwei und mehr. Ist die Note ausgefüllt, haben wir eine Viertelnote, ist sie halb ausgefüllt, ist es eine Halbe und ist sie leer, eine Ganze. Eine ganze Note ist lang, eine Viertelnote, richtig, nur ein viertel so lang, also recht kurz. Ist ein Schwänzchen dran, wird nochmal – Achtung Bruchrechnen – mit 1/2 multipliziert und aus der Viertelnote wird eine noch kürze Achtelnote. Verstanden?

Bevor wir loslegen, auf dieser Seite kann man sich Notenblätter herunterladen. Ich empfehle, die Noten, die wir jetzt lernen, in die Blätter einzutragen und selbst Kombinationen zusammenzustellen, die dann – möglichst fehlerfrei – gespielt werden. Anfangs sollten nicht zuviele Noten gewählt werden, sondern Schritt für Schritt kommen weitere hinzu, dann kann man die Noten auch lernen.

Zu den Noten:

Wir fangen auf unserer Tonleiter mit dem tiefsten Ton an, den unsere Flöte produzieren kann, mit dem tiefen C, auch c’ geschrieben.

note_c.png

flote_c.jpg

Alle Löcher sind bedeckt. Anfangs ist es gar nicht so einfach, alle Löcher genau abzudecken. Mit dem c’ lässt sich das aber gut heraushören und somit auch korrigieren.

Weiter geht es mit dem d’:

note_d.png

flote_d.jpg

Für das d’ wird der kleine Finger der linken Hand leicht angehoben und schon können wir das d’, das auf der Tonleiter einen halben Ton höher liegt als das c’, auch spielen. Es lohnt sich jetzt schon, beide Töne abwechselnd auf ein Notenblatt einzutragen und anschließend diese zu spielen. Und auch dabei an das dü-dü-dü denken.

Nun kommt das e’:

note_e.png

flote_e.jpg

Jetzt ist das f’ dran:

note_f.png

flote_f.jpg

Für das f’ gibt es noch den Barock-Griff, der so geht:

note_f.png

flote_f_barock.jpg

Jetzt wird es – zumindest für mich -knifflig, die erste Note mit so einem komischen Kreuz, das fis’:

note_fis.png

flote_fis.jpg

Auch für das fis’ gibt es einen Barock-Griff:

note_fis.png

flote_fis_barock.jpg

Das g’ ist wieder eine solide Note ohne zusätrzliche Pförz:

note_g.png

flote_g.jpg

Jetzt kommt wieder eine Note mit Kreuz davor, das gis’:

note_gis.png

flote_gis.jpg

Weiter geht es jetzt mit dem a’:

note_a.png

flote_a.jpg

Jetzt wird es wieder schwieriger, jedenfalls kommt es mir so vor, das b’:

note_b.png

flote_b.jpg

Dafür ist das h’ wieder ganz einfach:

note_h.png

flote_h.jpg

Für das h’ gibt es aber noch einen weiteren möglichen Griff:

note_h.png

flote_h2.jpg

Und weil da so viele Vitamine drin sind, ist das hohe c” sehr wichtig:

note_c.png

flote_c.jpg

Das waren all die Noten, bei denen das Löchlein auf der Rückseite unserer Blockflöte geschlossen ist. Wir kommen daher jetzt zu den Noten, bei denen dieses Löchlein nicht zugehalten wird:

Da wäre als erstes mal das cis”:

note_cis.png

flote_cis.jpgflote_offen.jpg

Davon abhängig, wie es klingt, kann für das cis” auch dieser Griff verwendet werden:

note_cis.png

flote_cis2.jpgflote_offen.jpg

Das hohe d” ist schon sehr hoch:

note_d1.png

flote_d.jpgflote_offen.jpg

Und schließlich noch das hohe e”:

note_e1.png

flote_e.jpgflote_offen.jpg

Und zu guter Letzt gibt es da noch drei Griffe, bei denen das nun schon bekannte Löchlein nur leicht bedeckt wird und somit nur halboffen ist:

Das ist als erstes das hohe f”, für das es wieder zwei Varianten gibt: Die erste

note_f1.png

flote_f.jpgflote_halboffen.jpg

und die zweite, wieder ein Barock-Griff:

note_f1.png

flote_f_barock.jpgflote_halboffen.jpg

Und die letzte und höchste auf unserer Sopran-Blockflöte spielbare Note, das hohe g”:

note_g.png

flote_g.jpgflote_halboffen.jpg

Jetzt steht dem virtuosen Flötenspiel nur noch fehlende Fingerfertigkeit im Weg, ansonsten ist der Hausmusikabend bei Kerzenschein und selbstgebackenen Plätzchen eine Wonne für Jung und Alt. Besonders für Alt, weil so mancher Senior nicht mehr alle Töne hören kann…

Und immer daran denken: Es nervt höchstens den Nachbarn, den Bruder, die Schwester, die Freundin, den Freund, den Mann, die Frau, aber niemals einen selber. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Üben!


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