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Blogroll die 2te
Tag 1 beim U&D 2014
Freitag, 20. Juni 2014, 11:25 Uhr unter Kultur, Würzburg.
Von: Alex
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Ein wunderschöner Sommerabend auf dem Mainwiesen, perfektes Wetter für das Festival und der obligatorische Regenschauer zu einem Zeitpunkt, wo ich schon im Bus nach Hause war.

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Kurz nach halb sieben waren wir dort, sind mal über das Gelände gelaufen, haben Leute getroffen, geschwatzt. Um kurz nach halb acht wurde dann das Festival offiziell eröffnet, erst sprach Tilman Hampl ein paar fröhliche und dankbare Worte an Unterstützer und Sponsoren, dann eröffnete Bürgermeister Adi Bauer authentisch wie immer, ehe U&D-Papa Ralf Duggen und Benjamin Brückner auf die Cairo-Bühne im Kunstzelt gingen, um auch die tolle Ausstellung “500 faces” zu eröffnen.

Leider habe ich gestern im Programmheft gesehen, dass sich die Organisatoren dazu entschlossen haben, auf dem diesjährigen U&D keine Fußballspiele zu zeigen. Da am Samstagabend das Spiel gegen Ghana läuft, muss ich euch da leider verlassen!


U&D 2014 – Es ist angerichtet!
Donnerstag, 19. Juni 2014, 0:55 Uhr unter Kultur, Würzburg.
Von: Alex
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Eigentlich kann es losgehen! Unser Blick von der Terrasse der Steinburg auf das Gelände vom Umsonst & Draußen lässt das zumindest vermuten.

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(
Hohe Auflösung: Einfach auf das Bild klicken)

Um 16.30 Uhr öffnen die Tore, ab 17.00 Uhr spielt die Musik und um 19.30 Uhr geht es dann auch ganz offiziell los. Im Kunstzelt. Bis morgen, eine gute Nacht!


500 faces – Sofortbildportraits vom U&D 2013
Montag, 16. Juni 2014, 15:29 Uhr unter Kultur, Würzburg.
Von: Alex
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Nur noch drei Tage! Am Donnerstag beginnt um 17.00 Uhr das U&D 2014 und die Wetteraussichten sind bis Sonntagabend sehr gut. Besonders gespannt bin ich auf die Ausstellung “500 faces” von Benjamin Brückner, der letztes Jahr während des Festivals 500 Gesichter mit einer Sofortbildkamera portraitiert hat. Auch uns drei!

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Eröffnet wird die Vernissage offiziell am Donnerstagabend um 19.30 Uhr im Kunstzelt, auf dem Plakat habe ich meine Freundin und mich schon gefunden. Meinen Bruder allerdings noch nicht, helft mit!


Kellerduell IV: Rückspiel
Donnerstag, 1. Mai 2014, 16:49 Uhr unter Fußball, Kultur, Würzburg.
Von: Alex
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Vier Jahre sind schon wieder ins Land gegangen, aber nachdem ich während der Osterferien mein Panini-Album zur anstehenden Weltmeisterschaft gekauft habe und seitdem fleißig sammle, habe ich beim Tütenaufreißen auch an die lustigen Jungs vom “Kellerduell” gedacht, die wir seit 2008 regelmäßig getroffen haben. Und noch bevor ich Manfred persönlich fragen konnte, ob es in diesem Jahr die vierte Auflage gibt, hatte ich die digitale Einladung auf Facebook schon erhalten. Und gleich zugesagt. Wer es noch weiß weiß: Beim “Kellerduell” werden Texte und Lieder rund um den Fußball rezitiert und interpretiert, sodass sich damit jeder ideal auf die WM einstimmen kann. Selbst für Nicht-Fußballfans, die es auch geben soll, ist diese Fußballrevue sehenswert.

KellerduellIV

Hubertus Grein (li.) und Manfred Plagens (re.) sind natürlich wieder mit von der Partie, das magische Dreieck vervollständigt in diesem Jahr Andreas Albiez am Klavier. Ich freue mich schon wie Sau auf die Aufführung, vorher werden wir am übernächsten Wochenende mit den Jungs würzmischen. Zum vierten Mal dann! Zuletzt waren Hubertus und Manfred während unseres Podcast-Marathons im Oktober 2012 bei uns, die Podcasts zum Kellerduell II (EM 2008) und zum Kellerduell III (WM 2010) gehören mit zu meinen Lieblingspodcasts, weil sie so herrlich albern und lustig waren. Jetzt also die Neuauflage.

Die drei “Heimspiele” in der Theaterwerkstatt Würzburg (Rüdigerstraße 4) steigen an den vier Donnerstagen (15.05., 22.05., 29.05. und 05.06.) vor Pfingsten, zum “Auswärtsspiel” im Standard treten die drei Herren am Mittwoch vor dem Eröffnungsspiel der WM (11.06.) an. Anstoß ist jeweils um 20.00 Uhr. Ich empfehle dringend die Teilnahme, die letzten Male waren überragend geil.

Kultur, Fußball, Würzburg, großartig, wenn ich bei einem Beitrag diese drei Kategorien anklicken kann!


Würzmischung #91 – Charly Heidenreich
Samstag, 26. Oktober 2013, 11:29 Uhr unter Kultur, Würzburg, Würzmischung / Podcast.
Von: Alex
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Letzten Samstag haben wir es endlich geschafft, mit Charly Heidenreich eine Würzmischung zu machen. Es hat dann doch bis zur #91 gedauert, ehe das geklappt hat, Charly stand nämlich schon sehr sehr lange auf unserer Gästeliste. Und so haben wir uns in Ralfs Küche getroffen und bei frischem Federweißer munter losgelegt. Ein echter Freakshow-Podcast.

charly

Nachdem Charly zu Würzburger Radiopionierszeiten keine Scheu davor hatte, als Progressive Rock Freak auch Stücke mit 20 Minuten zu spielen, hatten wir keine Scheu davor, die längste Würzmischung aufzunehmen. 2 1/4 Stunden erzählt Charly von den Anfängen der Freakshow, von den Anfängen des Radios, von seiner bewegten Würzburger Geschichte, die als DJ in Neustadt bei Coburg angefangen hat.

Wir waren am Ende selbst überrascht, dass die Würzmischung #91 so lange geworden ist. Aber ziemlich genau ein Jahr nach dem 25-Stunden-Podcast-Marathon war das auch egal.


Ein kleiner Nachschlag zum U&D 2013
Dienstag, 15. Oktober 2013, 19:47 Uhr unter Kultur, Würzburg.
Von: Alex
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Wie letztes Jahr kommt mein größerer Rückblick auf das Festival etwas später: Mein Umsonst & Draußen war dieses Jahr wieder einmal kürzer, weil ich erst am Freitagnachmittag nach Würzburg kommen konnte und am Sonntagmittag schon wieder fahren musste. Die Arbeit lässt es nicht anders zu. Somit habe ich den Donnerstag ganz verpasst, der Sonntagabend fällt für mich sowieso flach, seit ich nicht mehr in Würzburg bin. Aber das wird sich hoffentlich auch irgendwann wieder einmal ändern.

Umso mehr habe ich mich gefreut, dass wir gleich am Freitagabend bei schönstem Wetter das diesjährige U&D genießen konnten. Getränkemarken gekauft, Getränke geholt – vorher sollte ich noch schreiben “angestellt” – und vor herrlicher Kulisse Musik gehört und – ganz wichtig – liebe Menschen getroffen.

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Am Samstag haben wir dann ebenfalls sehr viel Zeit auf den Mainwiesen verbracht, die ja noch kurz zuvor, während des Africa Festivals, sprichwörtlich abgesoffen sind. Davon und vom Hochwasser überhaupt war überhaupt nichts mehr zu sehen. Die Teilnahme an der Fotoaktion 500 faces @ umsonst und draußen 2013 hat echt Spaß gemacht, das Ergebnis kann sich auch sehen lassen.

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Meine Premiere beim Gummistiefelweitwurf hat allerdings offenbart, dass ich in dieser Sportart noch viel trainieren muss. Vor allem meine Wurftechnik ist angesichts des mageren Resultats von nur 17,90m mehr als verbesserungsbedürftig. Immerhin hatten wir während des Würzmischungs-Marathons im letzten Herbst die Idee, dass die Deutsch-Finnische-Gesellschaft diesen Wettbewerb im Rahmen des U&D austrägt, somit war es selbstverständlich, dass ich mich mit Tilman Hampl messe. Allerdings habe ich knapp verloren.

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Gut fand ich die Idee, dass man seine Pfandbons dem U&D schenken konnte. Als Spende. Dafür waren überall Tonnen aufgestellt, ich hoffe, dass meine übrigen Pfandbons trotzdem als Spende gelten, ich habe einfach vergessen, sie einzuwerfen.

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Auch die Idee mit den liebevoll gestalteten Gartenzwergen, die zugunsten des Festivals verkauft wurden, fand ich sehr schön. Richtig coole Ideen hatten da einige der Künstler. Der rote Zwerg über dem Grill hat mir dabei fast am besten gefallen.

zwerge

Ausstellungen schön, Espresso super, Musik toll, Stimmung fantastisch, Wetter überragend. So lässt sich das ganz gut zusammenfassen und ich freue mich schon auf 2014.

ausstellung

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Ein Danke schön auch wieder an das Team um Ralf Duggen für zwei sehr schöne Tage und die viele Arbeit im Hintergrund.


Zum Winzerparadies
Sonntag, 6. Oktober 2013, 18:34 Uhr unter Kultur, Würzburg.
Von: Hank
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…heißt der diesjährige Dreiakter, den die Theatergruppe Lachfal.de noch bis Ende Oktober in der Kulturscheune vom Weingut Anton Fesel präsentiert. Bereits zum sechsten Mal stammt das Stück aus der Feder von Maria C. Warmuth, die nicht nur als Schauspielerin mitwirkt, sondern auch die Regie übernimmt.

Dieses Jahr geht es um die Pension Zum Winzerparadies, die vom ungleichen Ehepaar Wagenbrenner betrieben wird. Während Walburga die Arbeit fast über den Kopf wächst, schiebt ihr Mann Wotan mehr die ruhige Kugel. Zu Gast kommen das Ehepaar Hugo und Liliana Treptow, die während ihres Aufenthaltes an der Familienplanung arbeiten wollen und auf der Flucht vor Tante Kunigunde sind, Carmelia Ruschlapp mit ihrem Mann Vinzenz sowie ihrem durchgeknallten Schwager Ignaz-Pankraz, der über ein großes Sortiment von lebenserleichternden Erfindungen verfügt und bei Wotan einen begeisterten Abnehmer findet. Des weiteren nächtigen in der Pension die Ökologin Fanny Holiday sowie der Vogelkundler Tristan Sperling. Als Hugo und Vinzenz nicht mehr aufzufinden sind, werden sie auf dem Afrika-Festival vermutet, weshalb in der Not die Voodoo-Wahrsagerin Madam Mombasa engagiert wird. Ob sich ihre Hilfe auszahlt und wer der vermeintliche Bewerter des Internetportals ist, erfährt man im Laufe des unterhaltsamen Abends.

Neben den bisher geplanten Aufführungen bis 26. Oktober gibt es am 27. Oktober noch eine Zusatz-Benefizvorstellung zugunsten der Würzburger Kindertafel. Eine baldige Reservierung der Plätze wird empfohlen, denn die Ersten erhalten die besten Plätze.

Lachfal.de


Circus Roncalli – Time is Honey
Samstag, 28. September 2013, 20:35 Uhr unter Alltag, Kultur, Würzburg.
Von: Alex
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Zum zweiten Mal nach 2010 hat der Circus Roncalli Station in Würzburg gemacht, dieses Jahr war die Zirkusstadt ganze drei Wochen bei uns. Urlaub in Würzburg. Da die Zirkusleute das neue Programm Time is Honey im Gepäck hatten, war das für mich ein Pflichttermin, einmal im Jahr muss ich einfach Zirkusluft schnuppern.

Roncalli 2013

 

Am Wahlsonntag waren wir in der vorletzten Vorstellung, da so viele Kinder mit ihren Eltern da waren, hatten wir auch allerbeste Sicht. Der große Lichtmast war nicht zu vermeiden, irgendwann aber gönne ich mir auch mal die Loge ganz vorne an der Manege. Bei den zahlreichen Artistennummern unter dem Zirkusdach war ich aber wieder froh, dass ich nicht ganz vorne war.

Nach knapp 2 1/2 Stunden war das Zirkusvergnügen vorbei, einmal mehr war ich sehr begeistert vom Circus Roncalli. Allerdings muss ich echt sagen, dass das letzte Programm All you need is laugh besser war. Alleine die Rahmengeschichte, die dieses Programm von Anfang bis Ende begleitete, war in dieser Weise einzigartig. Nichtsdestotrotz war auch dieses Programm toll komponiert, Artisten und Clowns wechselten sich ab und bereiteten uns ein großes Vergnügen. Grnadios beim Roncalli fand ich auch dieses Mal die Live-Kapelle, die ein ganz anderes Flair bereitet als bloße Konservenmusik.


500 faces @ umsonst und draußen 2013
Samstag, 22. Juni 2013, 23:02 Uhr unter Kultur, Würzburg.
Von: Alex
[ Kommentare: 5 ]

Logo udwue 13Seit gestern läuft auf dem Gelände des U&D ein fotografisches Experiment, 500 faces @ umsonst und draußen 2013: Der junge Fotograf Benjamin Brückner braucht dafür die Mithilfe der Besucher. Er will an drei Festivaltagen 500 Menschen mit einer Polaroidkamera portraitieren, um diese 500 Gesichter dann in einer Vernissage auszustellen, die durchaus auch im nächsten Jahr im Rahmen des U&D 2014 stattfinden könnte.

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Am morgigen Sonntag besteht noch die Möglichkeit, ein solches Portaitfoto von sich machen zu lassen, es lohnt sich. Man bekommt das Original-Foto geschenkt, das Negativ behält der Künstler für weitere Abzüge. Das Foto wird vorher nur noch mit dem Namen eingescannt. Ein kleine Spende für das Bild sollte natürlich drin sein.

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Wir haben heute auch Bilder von uns machen lassen.

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Das Ergebnis kann sich auch wirklich sehen lassen.

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Bereits im Februar hat Benjamin Brückner 50 Gesichter auf die gleiche Weise im Portrait festgehalten, das war wohl damals der Testlauf für das U&D-Wochenende. In der Distelhäuser-Ausstellungsarena der Laserkoalas sind diese Bilder ausgestellt. Ich bin gespannt, wie 500 Bilder dann aussehen, wenn die Ausstellung tatsächlich stattfindet.

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Also, nichts wie hin morgen. Das Fotostudio ist direkt neben der grünen Ausstellungspavillon, den man wirklich nicht übersehen kann. Benjamin Brückner freut sich sicher über jeden, der bereit ist, ein Bild von sich machen zu lassen. Heute um acht haben ihm noch eine ganze Menge gefehlt. An den Trockenleinen ist noch viel Platz für Negative.

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Endlich! Mein U&D 2013 hat begonnen
Samstag, 22. Juni 2013, 10:10 Uhr unter Kultur, Würzburg.
Von: Alex
[ Kommentare: 2 ]

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Da ja das Umsonst & Draußen zu  dritten Mal bereits am Donnerstagabend begonnen hat, konnte ich wieder erst am Freitagabend auf die Mainwiesen. Ich habe es aber trotzdem sofort wieder genießen dürfen. Kaum dort, treffe ich Leute, viele nette Leute, die ich alle viel zu selten sehe, seit ich in Selb arbeite. Da das Festivalaufbau gespiegelt wurde, haben wir uns auch erst einmal einen Überblick verschafft. Das dauert dann aber in der Regel länger als geplant, eben weil so viele bekannte Gesichter unterwegs sind. Einfach schön. So schwer ist die Orientierung aber gar nicht, die Draußen-Bühne steht jetzt mainabwärts am Bepo-Sportplatz, die Drinnen-Bühne am Eingang an der Friedensbrücke. Vorteil: Die Kulisse mit der Steinburg im Hintergrund ist unschlagbar, fand ich früher schon großartig.

Bon’s Balls 2013

Mein Highlight des ersten Tages war der Auftritt der großartigen ACDC-Coverband Bon’s Balls, die ich auf dem udwue nicht zum ersten Mal gesehen habe. Immer wieder toll, und das, obwohl ich wirklich kein Fan von ACDC bin.

Auf dieser Seite ist auch wieder der Blog zum Festival zu finden, heute nehme ich auf jeden Fall auch meine gescheite Kamera mit zum U&D. Ich liebe dieses Festival einfach. Und heute findet der Gummistiefelweitwurf der Deutsch-Finnischen Gesellschaft auf dem Festival-Gelände statt. Nach der 24-Stunden-Würzmischung Ende Oktober sind wir, Ralf und ich, das Karin Bayha einfach schuldig, da teilzunehmen.

Jede Menge aktuelle Bilder vom U&D 2013 findet man hier auf der Flickr-Seite des udwue.


Mit der Nazikeule gegen ein Konzert
Donnerstag, 28. März 2013, 15:25 Uhr unter Kultur, Politik.
Von: Alex
[ Kommentare: 3 ]

Ich bin kein Fan von Frei.Wild aus Südtirol, ich kannte die bis letztes Jahr nur von T-Shirts einiger Schüler und alten Konzertplakaten in Südtirol, was ich auf Youtube gesehen habe, hat mir vom Stil nicht gefallen, weil ich schnelles Gschrubb nicht sonderlich mag. Allerdings fand ich es unlängst merkwürdig, wie die Band erst für den Echo nominiert wurde, dann aber hektisch von der Nominiertenliste gestrichen und ausgeladen wurde, weil zwei andere, völlig unbekannte Bands gedroht hatten, der Veranstaltung fernzubleiben, da Frei.Wild rechtsextrem seien. Es reichte in der Berichterstattung stets ein Verweis auf das Lied “Südtirol”, um daran festzumachen, dass Frei.Wild nationalistische und rechte Tendenzen zeige. Zeige. Jetzt war “Südtirol” lange das einzige Lied, das ich von denen gekannt habe, weil ich sehr gerne in Südtirol bin und mir das beim Surfen natürlich schnell aufgefallen ist. Ausgerechnet in dem Lied aber rechtes Gedankengut zu erkennen, ist schon mit viel Ignoranz verbunden. Da aber der Sänger der Band eine Neonazi-Vergangenheit hat, muss an dem Vorwurf etwas dran sein. Er steht dazu und sieht das als großen Fehler, es reicht aber vielen, ihm das einfach nicht abzunehmen, fertig ist die Nazi-Band, mit der keiner etwas zu tun haben will. Ich fand das Einknicken der Echo-Veranstalter etwas merkwürdig, schließlich ist vor einer Nominierung bekannt, welche Musik eine Band spielt, vorher dürfte das also keinem obsolet vorgekommen sein. Mich interessiert der Echo nur so viel wie Curling bei olympischen Winterspielen, deshalb habe ich mir meinen Teil gedacht, da die Argumentation doch sehr oberflächlich blieb und von anderen (Medien) wenig hinterfragt einfach der Vorwurf aufgeschnappt worden, die Band sei rechts.

Vorgestern habe ich nun in der Mainpost gelesen, dass Simone Tolle, unterfränkische Landtagsabgeordnete der Grünen, einen offenen Brief an das Ehepaar Strohofer geschrieben hat, die am Autohof in Geiselwind die Eventarena betreiben und Konzerte veranstalten. In diesem Brief bläst sie ins gleiche Horn wie die aufrechten Mitbewerber beim Echo, sie fordert darin aber die Strohofers auch auf, die Konzerte Ende April zu überdenken (Heißt das etwas anderes, als diese abzusagen?), weil die völkisch-nationalen Texte der Band rechtsextreme Kreise ansprächen. Die Band hetze gegen Andersdenkende, diese Aussage sieht sie ausgerechnet in dem Lied “Südtirol” bestätigt und zitiert zu diesem Zweck folgenden Vers:

Südtirol, du bist noch nicht verlorn, in der Hölle sollen deine Feinde schmorn.

Aus dem Zusammenhang gerissen wird noch ein weiterer Vers zitiert, ein Extremismusforscher will in diesen Zeilen eine „harte Absage an eine offene, heterogene, moderne Gesellschaft“ erkannt haben, zum Beweis wird dann noch Lied aus der rechtsradikalen Vergangenheit zitiert, um die öffentliche Abkehr der Band und seines Sänger endgültig als unglaubwürdig und rechts abzustempeln.

Ganz toll, Frau Tolle. Wenn Sie sich schon nicht die Mühe machen, selbst über die Band, dieses Lied und seinen Hintergrund nachzudenken, dann stricken Sie daraus nicht auch noch absurde Vorwürfe, die Sie im Zweifel ebenfalls nur aufgeschnappt haben. Auf der Seite der Landtagsfraktion werden Sie als “bekennende Unterfränkin” bezeichnet und sind offenbar in irgendeiner Weise ebenfalls stolz auf ihre Heimat. Das sind Südtiroler in ganz besonderer Weise, die angesprochenen Feinde sind in solchen Liedern die Faschisten, die nach 1922 alles unternommen haben, um das deutschsprachige Südtirol italienisch zu machen. Die Nachwirkungen dieser Italianisierung durch Ettore Tolomei sind bis heute überall zu sehen und zu spüren. Damals wurden Ortsnamen ins Italienische übersetzt, Tiroler Familiennamen durften nicht mehr geführt werden, Kinder mussten im Kindergarten Italienisch sprechen, selbst deutsche Inschriften auf Grabsteinen wurden verboten, damit das bis 1919 zu Tirol gehörende Südtirol italienisch wird. Fahren Sie mal nach Südtirol, die wenigsten Menschen fühlen sich als Italiener, sie lieben ihr Südtirol und haben sich so über Generationen hinweg ihre besondere Identität bewahrt, die eben auch Frei.Wild in dem von Ihnen zitierten Lied besingt. Dass das rücksichtslose Vorgehen der Faschisten Mussolinis tiefe Spuren bei der deutschsprachigen Bevölkerung Südtirols hinterlassen hat, kann man den Menschen dort nicht verdenken. Oder doch?

Und wenn dann noch ein NPD-Funktionär zitiert wird, um die eigene Argumentation zu stützen, zeigt das endgültig, dass Sie zwar brav alles nachgeplappert haben, sich aber offenbar nicht einmal die Mühe gemacht haben, auf die offizielle Webseite der Band zu schauen. Dort wehrt sich die Band nicht nur vehement gegen den dreisten Versuch der NPD, die Echo-Absage für die eigene Propaganda auszuschlachten, Fans der Band haben auch lautstark gegen diese Vereinnahmung durch die Rechten und die Verunglimpfung als rechte Band demonstriert, da sie selbst ja auch in dieses Milieu geschoben wurden.

Der Sänger steht ganz offen zu seiner rechten Vergangenheit, er bereut sie und die angesprochenen Extremisten sind auf Konzerten unerwünscht oder werden gar nicht erst reingelassen. Wenn Sie sich nur ein bisschen Mühe gemacht hätten, selbst etwas über die Band in Erfahrung zu bringen, ehe Sie die Strohofers mahnend fragen, ob sie sich über die Hintergründe im Klaren seien, wären Sie vielleicht auch auf diese Seite gestoßen, in der sich die Band ebenfalls sehr deutlich von extremistischem Gedankengut distanziert. Ihr Parteifreund Joschka Fischer hat als junger Mann Steine auf Polizisten geworfen, war er deswegen als Außenminister immer noch ein Radikaler? Ich glaube nicht. Ihm hat man verziehen.

Bedauerlicherweise hat auch die Mainpost den offenen Brief als einzige Grundlage ihres Berichts herangezogen, selbst recherchiert wurde nur noch in Geiselwind, wo man Herrn Strohofer befragte. So wird das Gerücht schön weiterverbreitet, ohne dass jemand mal kritisch nachfragt, ob an den Nazi-Vorwürfen wirklich etwas dran ist. Stattdessen wird munter die Nazi-Keule mitgeschwungen. Schlimm. Im neuen Lied “Schlagzeile groß – Hirn zu klein” nehmen Frei.Wild gegen die Verunglimpfung deutlich Stellung.

Hauptsache, Rapper bekommen für ihr schwulen- und  frauenfeindliches Gegrunze Integrationspreise.


Die bööse bööse kleine Hexe
Freitag, 1. Februar 2013, 13:22 Uhr unter Alltag, Kultur.
Von: Alex
[ Kommentare: 6 ]

Unsere Jugend muss ganz grausam gewesen sein, meine Generation ist offenbar nur knapp daran vorbeigeschrammt, völlig verwahrlost und verroht zu einem Barbarenvolk zu werden, das wieder in alte Muster verfällt, weil wir Bücher gelesen haben, die nicht systematisch bereinigt und politisch korrekt gleichgeschaltet wurden, um unsere an sich kranken Naturen zu schützen. Efraim Langstrumpf darf ja schon länger kein “Negerkönig” mehr sein, weil “Neger” scheinbar für zu viele Menschen mit dem gemeinen Schimpfwort “Nigger” gleichbedeutend ist und daher ebenso als Herabwürdigung oder Beleidigung gesehen wird. Pippis Papa ist jetzt in den Neuauflagen des Lindgren-Klassikers ein Südseekönig. Wohlgemerkt nur in Deutschland, die Schweden haben nicht solche Probleme wie manchereiner bei uns. Wie weit soll das gehen? Werden auch die Filme mit Pippi bald überpiepst oder neu synchronisiert? Vielleicht darf dann Klein Erna auch nicht mehr erzählen, dass ihr Papa bei den Negers ist und alle verhaut, wenn er wieder zurück ist?

Auf jeden Fall hat der Korrekturwahn der vorsorglich Betroffenen jetzt auch Otfried Preußlers “Die kleine Hexe” erreicht. Als die kleine Hexe im Wald Fasching feiert, ist ihr Rabe Abraxas ganz gespannt und will wissen, “ob es auf ihrer Fastnacht auch Neger, Chinesen und Eskimos geben werde” (S.93). Diese Passage soll jetzt umgeändert werden, schließlich ist das Wort “Neger” in den Augen vieler Menschen unerträglich geworden. Warum, das werde, das will ich aber auch nicht verstehen, weil die stets um irgendeine Gerechtigkeit bemühte Begriffefieselei immer größere und absurdere Ausmaße annimmt. “Nigger” ist ein fieses Schimpfwort, das ich selbst verachte, weil es eine fiese und herabwürdigende Beleidigung ist. Dass man “Neger” in den letzten Jahren in die gleiche Ecke gerückt hat, finde ich lächerlich, dass es aus Kinderbüchern verschwinden soll, noch mehr. Jedes Buch ist schließlich ein Kind seiner Zeit, daher muss man in diesen auch nicht rumpfuschen, selbst wenn dort Wörter vorkommen, die heute vielleicht nicht mehr ganz so geläufig sind. Lange dauert es sicher nicht, ehe auch die anderen Klassiker der Jugendliteratur durchforstet und nach einem empörten Aufschrei bereinigt werden, wie Jacques Schuster in seinem Kommentar vermutet. “Negerküsse” und “Mohresköpfe” dürfen wir ja auch nicht mehr essen, der “Sarotti-Mohr” ist seit einiger der “Sarotti-Magier der Sinne”. Wer hat das eigentlich losgetreten, dass “Mohr” und “Neger” böse sind?

Darüber hinaus werden in “Die kleine Hexe” auch gleich andere Begriffe getilgt, weil man beim Thienemann Verlag zwar etwas vom Sprachwandel mitbekommen haben will, sich aber offenbar der Tatsache verweigert, dass weniger gebräuchliche Worte auch durchaus erhalten und bewahrt werden können, da es keinem Kind schadet, im Zweifelsfall auch mal nachzufragen, was ein Wort bedeutet. Schuhe werden jetzt poliert und nicht mehr gewichst, Eltern könnten schließlich entsetzt schauen, wenn ihr Kind fragt, was “wichsen” bedeutet. Aber wer bei “Schuhe wichsen” ans Onanieren denkt, dürfte sowieso ein größeres Problem haben. Und wenn in “Die kleine Hexe” jemand eine gewichst bekommt, bekommt er eben eine Ohrfeige. Dies sollte man aber auch nochmals generell überdenken. Könnten sich die Streithähne nicht in einem Schlichtungsgespräch mit einem Mediator zusammenfinden? Der Türke mit Fez und Pluderhose passt also ebensowenig in das politisch krampfhaft korrekte Weltbild wie ein als Chinese, Hottentottenhäuptling, Menschenfresser oder Eskimo – auch ein inzwischen verpöntes Wort – verkleidetes Kind. Und was passiert mit der “Muhme Rumpumpel”? Wird die böse Gegenspielerin der kleinen Hexe zur “Tante Rumpumpel”, damit auch das letzte Kind nicht wie der Ochs vorm Berg steht, wenn ein Wort fremd erscheint? Will der Verlag restlos alle veralteten Begriffe tilgen?

Zurück zu den Negern, Chinesen und Eskimos bei der Fastnacht im Jugendbuch: Die Ursache dieses Mal war ein Mitarbeiter im Referat “Migration” – “Ausländer” ist ja abwertend und betont das Fremdsein, weshalb ich als Tourist auch im “Gästebüro” nach Zimmern frage und nicht mehr im “Fremdenverkehrsamt” – bei der Heinrich-Böll-Stiftung, die – wie sollte es im Fall von Sprachgerechtigkeitswahn auch anders sein?! – den Grünen nahe steht. Dieser hat das Buch gelesen und war verstört, er hat natürlich sofort Ausgrenzung, Rassismus und ähnliches gewittert und umgehend den Verlag angeschrieben, der natürlich noch umgehender reagieren musste und sowieso eine Neuauflage geplant hatte. Mit Änderungen.

Die krampfhafte Euphemismen-Sucht macht aus unserer Sprache mehr und mehr eine “Trottelsprache”,Jan Fleischhauer bringt es in seiner Spiegel-Kolumne auf den Punkt und zeigt den Verbesserungsirrsinn am Streit um die tatsächliche Herkunft des Wortes “Eskimo”, die man ja jetzt “Inuit” nennen muss, um sie nicht herabzuwürdigen. Er hinterfragt auch gleich die Verwendung von “Hexe” und verweist auf die ganze vorsorgliche Rücksichtaufnahme. Wem gegenüber eigentlich? Der Verdacht, es könnte jemanden stören, reiche oft schon aus, um den sprachlichen Großputz zu starten. Ein ernsthafter Umgang mit Literatur sieht anders aus, in der FAZ wurde völlig richtig hinterfragt, warum Kinder- und Jugendliteratur nicht in gleicher Weise ernst genommen werde wie selbst mäßige Werke der Erwachsenenliteratur, die man nie in gleicher Weise anrühren würde.

Schade, dass man hier krampfhaft in den Klassikern herumfuhrwerken muss. Schade auch, dass Menschen, die dieses vorsorgliche Getue kritisieren, schnell – und zwar ganz schnell – als Rassisten gebrandmarkt werden:Denis Scheck hat in der ARD (Druckfrisch) den “politisch korrekten Sprachexorzismus” kritisiert und auf Orwells “1984″ verwiesen, wo die Vergangenheit systematisch umgeschrieben und auf diese Weise ausgelöscht wurde. Weil er sich in dem Fernsehbeitrag mit schwarzer Theaterschminke das Gesicht angemalt hatte, wurde die Rassismuskeule herausgeholt, weil das in den USA (!) rassistisch sei. In den USA kann man auch Sturmgewehre kaufen.


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