Public Viewing in den Posthallen

11 thoughts on “Public Viewing in den Posthallen

  1. Es trifft vermutlich 90% die Falschen, wenn ich noch anmerken darf, dass man sich einfach bei den Russen sehr eingeschüchtert fühlt. Die Gesichter, die Klamotten, das Auftreten- sympathisch geht anders. Ich war zumindest heilfroh, dass wir die Halbzeit für einen Platzwechsel genutzt haben und werde die Posthalle auch zu einem anderen Spiel nicht mehr aufsuchen. Bierbänke, kleine Leinwand, Kellerluft – nein Danke. Da bevorzuge ich die SF-Arena:
    Ledersessel, LCD Bildschirm und seit Einführung der Stadionordnung deutlich mehr Spaß!

  2. Klar tun wir damit viel zu vielen Unrecht, aber bei den Gestalten mit ihren Gangsterklamotten um uns herum hätte ich ungern laut meinem Unmut über gewisse Szenen Luft gemacht.

  3. Arrgh, ein Deutsch Lehrer verwendet auch, den eigentlich falschen Begriff, „Public Viewing“. Naja, ich hoffe der „Leichenbeschau“ in den Posthallen hat wenigstens Spaß gemacht 😎

  4. Zwischen amerikanischem Englisch und britischem Englisch gibt es einen deutlichen Unterschied auch in der Bedeutung feststehender Begriffe. Ich denke, auf dem Gebiet kann Homer bessere Erklärungen abliefern, mir fällt kein anderer Begriff dafür ein und im Sinne der Sprachökonomie ist ein umständliches „Öffentlich zusammen Fußball schauen“ doch sehr unhandlich.

    „Public“ als Adjektiv und „Viewing“ als Nominalverb lässt sich meinen Englisch-Kenntnissen zufolge ganz legal verwenden. Die Amis kennen noch nicht mal Fußball, die müssen Leuten zuschauen, die mit Helmen und Panzerungen Pussy-Rugby spielen.

    Genug kluggeschissen! Dir auch einen schönen Abend!

  5. Also ist der Begriff „Pubic Viewing“ aus Faulheit entstanden. Für Public Viewing könnte man natürlich einfach „Öffentliche Vorführung“ sagen

  6. „Öffentliche Vorführung“ klingt etwas antiquiert und erinnert so ein bisschen an Geächtete, die im Mittelalter öffentlich vorgeführt wurden.

    Sprachökonomie hat nichts mit Faulheit zu tun, stelle dir vor, es gäbe keinerlei Pronomina und wir müssten jedes Substantiv immer und immer wieder verwenden, ohne es auch mal durch ein Fürwort zu ersetzen. Mehr mit weniger Worten zu sagen, erhöht die Aufmerksamkeit, auch wenn „öffentliche Vorführung“ und „Public Viewing“ gleich viele Wörter haben.

    Ich glaube, das wird eine müßige Diskussion, wenn wir sie denn fortsetzen. Auf jeden Fall liegt der Kollege mit der Deutsch-Webseite nur teilweise richtig, das ist mir gestern während der ersten Halbzeit durch den Kopf gegangen.

  7. ähm ehrlich gesagt, find ich es ziemlich übertrieben, wie du russen darstellst: gangsta-klamotten oder sportanzüge. ich war gestern dabei, und glaub mir, grad mal die hälfte war so angezogen!!!! und zudem: das bild obendrüber – ich sehe da nur einen im gangsta-outfit.
    zu der frage, warum russen bei jedem „scheiß“ gejubelt haben: da russland noch nie (seitdem ich auf der welt bin :-D) im fussball so weit gekommen sind. klar, haben wir uns alle gefreut und klar, haben wir es auch gezeigt! obwohl russland verloren hat, sind wir stolz auf sie, dass sie es bis zum halbfinale geschaft haben!
    du stellst uns in deinem text als psycho-gestörte-monster hin….dabei waren einige noch nicht mal 18, die drin saßen.
    ich wollte mich nur dazu äußern, da dein ganzer text eigentlich nur darauf basiert, uns russen anzugreifen.
    danke fürs lesen!

  8. Wir haben uns mit unseren holländischen Begleitern nicht sehr wohl gefühlt und ich schreibe über jungen Burschen, die um uns herum gesessen waren. Die haben uns böse angeschaut, wenn wir uns mal erlaubt haben, unsere Stimme bei einer holländischen Chance zu heben.

    Dass das nicht auf alle zutrifft, ist mir klar, am Samstag waren aber die meisten so angezogen. Punkt. Und: Ich wollte und will keinen Russen hier angreifen, dazu kenne ich selbst zu viele. Mir hat es eben am Samstag nicht gefallen und das habe ich geschrieben. Zu deiner Beruhigung, ich schreibe meistens etwas polemisch und berichte selten sachlich, sondern von meinem ganz persönlichen Standpunkt.

  9. Stimmt nicht, Public Viewing bezeichnet immer noch das öffentliche präsentieren einer Sache. Public Viewing ist eine „Erfindung“ von Medien.
    Man kann einfach nicht 1-zu-1 übersetzen, das führt meist zu Fehlinterpretationen und sprachlichen „Blödsinn“.

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