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Blogroll die 2te
Bericht als kostenlose Werbung?
Sonntag, 9. Juni 2013, 17:53 Uhr unter Würzburg.
Von: Alex
[ Kommentare: 1 ]

Bildschirmfoto 2013-06-09 um 17.25.37Komisch, ein Beitrag über die Wiedereröffnung der Alten Mainmühle. Ein bisschen mutet der Bericht “Weingarten im Hochwasser” eher wie kostenlose Werbung für das Touristen-Gasthaus an der Alten Mainbrücke an. Dass vier Tage Verdienstausfall für den Chef  spürbar sind, mag sein, dass er zu den stark vom Hochwasser betroffenen Betrieben in Würzburg gehört, mag angesichts des super Hochwasserschutzes in unserer Stadt auch sein. In Anbetracht dessen, was aber deutschlandweit los ist, wo das Hochwasser eine echte Katastrophe ist, wo Menschen Hab und Gut verloren haben und um ihre Existenz bangen, ist der Beitrag doch eher peinlich. Für die Mainpost vor allem. Das Afrika-Festival musste abgebrochen werden, die Basarbetreiber haben massive Ausfälle zu beklagen, weil der Umsatz einen wesentlichen Teil ihres Jahresverdienstes darstellt. Der Mainmühlenwirt wird sicher nicht groß renovieren müssen, vor den Trümmern seiner Existenz steht er auch nicht, ich darf auch annehmen, dass er in irgendeiner Weise versichert ist. Sein Weingarten unterhalb der Brücke kann schnell wieder aufgebaut werden, am Weindorf hat er seine Laube, er jammert also auf sehr hohem Niveau, es geht im Grunde “nur” um Verdienstausfall. Am Stadtstrand musste über Nacht auch alles abgebaut werden, hier war aber tatsächlich auch die ganze Einrichtung bedroht, das miese Wetter dürfte hier für viel höhere Ausfälle gesorgt haben. Bei mir als Würzburger wird Herr E. nicht auf großes Mitleid hoffen dürfen, ich gehe auch trotz Mainpost-Werbung nicht mehr in die Alte Mainmühle, weil man fränkisches Essen in Würzburg besser und vor allem billiger bekommt. Mein Schäuferle mit Kloß für fast 16€ wird mein einziges Essen dort bleiben. Die Aussicht auf den Balkonen ist zwar toll, mehr aber auch nicht. Und der Brückenschoppen, naja, ich brauche es nicht.

Was sich aber einmal mehr bewährt hat, ist der mobile Hochwasserschutz. Wenn ich da die Bilder aus Passau oder Dresden sehe, können wir doch heilfroh sein, dass wir unsere Stadt fast komplett schützen können. Der Restaurantbetrieb in der Alten Mainmühle kann schließlich seit Freitag weitergehen, weil die Kanalisation wieder Abwässer aufnimmt. Wären seine Räume zerstört, er hätte Mitgefühl verdient, so wird er es mit Blick auf die unzähligen echten Hochwasseropfer verkraften können. Der Fischimbiss Krebs ein paar Meter mainabwärts hätte sich mehr Grund zum Jammern.

Foto: Bildschirmfoto Mainpost.de, 09.06.2013, 17.25 Uhr.


Würzmischung #87 – Ein frohes Labern
Sonntag, 31. März 2013, 22:00 Uhr unter Total bescheuert, Würzmischung / Podcast.
Von: Alex
[ Kommentare: keine ]

Es hat sich kein Gast gefunden, also haben Ralf und ich die Gunst der Stunde genutzt und die Würzmischung #88 (mit aktuelleren Bildern) aufgenommen, die aber nur die #87 ist, weil der Podcast von der Schlachtschüssel vor drei Wochen den widrigen Umständen zum Opfer gefallen ist. Wenigstens ein Bild konnten wir retten. Frohe Ostern!

schlachtschüssel13

Was Lutz’s sich bei seinem komischen Firmennamen gedacht hat, was die Würzburger Frischluftzufuhr mit Würzburger Bürgerentscheiden und den Schuhen des neuen Papstes zu tun hat und warum es Ralf nicht nur warm ums Herz wurde, all das haben wir in einer sehr ernsthaften Dreiviertelstunde versucht zu besprechen. Ich glaube, ich muss die thematischen Zusammenhänge dieses Podcasts demnächst mal grafisch auswerten, schließlich geht das Blogprojekt ja weiter, wir haben schließlich nur das erste Quartal 2013 abgerechnet.

Zudem sind jetzt ALLE Folgen unseres Podcast-Marathons online, Ralf hat die ersten fünf Folgen nachbearbeitet, da wir bei diesen technische Probleme hatten.


Gedenken an den 16. März 1945
Freitag, 15. März 2013, 9:21 Uhr unter Würzburg.
Von: Alex
[ Kommentare: 2 ]

Morgen jährt sich der furchtbare Luftangriff auf unsere Stadt zum 68. Mal. Anlässlich dieses denkwürdigen Tages findet wieder der Gedächtnislauf nach Gemünden statt, da Tausende auf diesem Weg entlang des Mains aus der völlig zerstörten Stadt flohen. Start ist um 11.00 Uhr im Innenhof des Rathaus, die Schirmherrschaft hat wieder OB Georg Rosenthal. Zuvor, um 10.00 Uhr, wird traditionell am Massengrab am Hauptfriedhof der vielen Opfer des Angriffs mit einem Totengebet und einer Kranzniederlegung gedacht.

Besonders beeindruckend wird wieder das Glockenläuten während der Angriffszeit sein. Zwischen 21.25 Uhr und 21.42 Uhr läuten alle Würzburger Glocken, vor dem Dom werden sicher wieder sehr viele Menschen zusammenkommen, um still der über 5000 Opfer des sinnlosen Angriffs kurz vor Kriegsende zu gedenken.

Leider bin ich morgen nicht in Würzburg, dennoch will ich auf eine Veranstaltung ganz besonders hinweisen. Stadtrat Erich Felgenhauer wird morgen um 18.00 Uhr im Alten Physikalischen Institut, Röntgenring 8, einen Vortrag über die größte Katastrophe unserer über 1300-jährigen Stadtgeschichte mit dem Titel

Würzburg brennt: Der “Terror-Luftangriff” am 16. März 1945 – Gedenken, Erinnerung, Hoffnung

halten.

würzmischungfelgenhauer

Da Erich Felgenhauer den Angriff selbst an Kind miterlebt hat, ist die Schilderung der damaligen Ereignisse besonders beeindruckend, die Art und Weise, wie er erzählt, fesselnd. Wer sich einen kleinen Eindruck verschaffen möchte, Erich Felgenhauer war im Rahmen unseres Würzmischungs-Marathons Gast und hat auch da sehr private Geschichten aus dieser Zeit erzählt.

Um 20.00 Uhr findet im Dom ein kostenloses Orgelkonzert statt, im Anschluss daran das eindrucksvolle Glockenläuten.


Würzburg hat jetzt eine flyeralarm Arena
Mittwoch, 6. März 2013, 17:19 Uhr unter Fußball, Sport, Würzburg.
Von: Alex
[ Kommentare: 1 ]

Was haben wir nicht für traditionsreiche Stadien in Deutschland. Gehabt. Das Waldstadion in Frankfurt ist jetzt offiziell die Commerzbank Arena, das Nürnberger Frankenstadion hörte bis vor kurzem auf den sonoren Namen easyCredit Stadion und wird jetzt Grundig-Arena genannt, das Hamburger Volksparkstadion hat inzwischen den dritten Namen seit 2001, nach den klangvollen Zungenbrechernamen AOL-Arena und HSH-Nordbank Arena muss der HSV jetzt in der Imtech-Arena auflaufen. Wenn nicht bald der nächste Sponsor kommt. Das Niedersachsenstadion ist die AWD-Arena und die Dortmunder Wellblechhütte, das Westfalenstadion, heißt seit 2005 Signal-Iduna-Park. Gesundheit. Neue Stadien wurden schnell Sponsoren-Arenen. Die Veltins-Turnhalle wurde aus der Geldnot geboren, nachdem es nach der Eröffnung noch hieß, die “Arena auf Schalke” würde immer so heißen, die Allianz hat beim Bau einiges beigesteuert und fungiert seitdem als Namensgeber des Münchner Fußballstadion. Natürlich gibt es noch jede Menge weitere Arenen und Stadien mit komischen, aber teuren Namen: die SGL arena (Augsburg), das Mage Solar Stadion (Freiburg), die ESPRIT arena (einst das Düsseldorfer Rheinstadion), das RheinEnergieStadion (früher Müngersdorfer Stadion), die Coface-Arena (der Bruchweg in Mainz) oder die Mercedes-Benz-Arena (früher mal das Gottlieb-Daimler-Stadion in Stuttgart. Auch Hallen wurden selbstverständlich Arenen, Halle klingt ja zu mickrig. Und aus unserer Carl-Diem-Halle in Würzburg wurde ja auch die s.Oliver Arena. Eine wahrlich imposante Arena.

Na prima, und jetzt hat der Stadion-Arena-Wahn auch Würzburg endgültig erreicht. Das altehrwürdige Kickers-Stadion am Dallenberg heißt ab sofort – Trommelwirbel…. – flyeralarm Arena. Warum? Weil das so einfach über die unterfränkischen Lippen geht. “Komm, wir gehn nei die flyeralarm Arena.” Das lässt das Herz jedes Würzburger Fußballfans höher schlagen. Tja, jetzt hat sich die Würzburger Online-Druckerei, die auch bundesweit sehr werbewirksam z.B. bei Länderspielen präsent ist, halt die Namensrechte für drei Jahre gekauft. Kein Fan der Rothosen wird diesen komischen Namen verwenden. Und mal ehrlich? Ist das nicht ein bisschen lächerlich, das Kickers-Stadion als Arena zu bezeichnen? Man kann es auch echt übertreiben, selbst wenn das Stadion in naher Zukunft modernisiert werden soll. Was kommt als nächstes? Wird die Sepp-Endres-Sportanlage zum Endres-Dome? flyeralarm Arena, also echt ey. So ein Scheiß!


Ein überflüssiger Bürgerentscheid
Donnerstag, 7. Februar 2013, 18:04 Uhr unter Politik, Würzburg.
Von: Alex
[ Kommentare: 5 ]

Am 21. April dieses Jahres dürfen wir Würzburger schon wieder einmal ins Wahllokal, um über eine Würzburger Angelegenheit in einem Bürgerentscheid abzustimmen. Der Stadtrat hat den Bürgerentscheid letzte Woche für zulässig erklärt. Zum vierten Mal übrigens. Beim ersten Bürgerentscheid ging es 1997 um die geplante Verlegung des Röntgen-Gymnasiums an die Herieden nach Heidingsfeld, um der FH am Sanderring den benötigten Platz zu verschaffen. Dieses Vorhaben wurde abgelehnt, das Röntgen durfte in seinen altehrwürdigen Räumen bleiben. 2006 wurde dann die mfi am Bahnhof abgegrätscht, weil die geplanten Würzburg-Arcaden verhindert werden mussten, um fadenscheinig den Ringpark, letztendlich aber den Einzelhändlern den Profit zu schützen. 2008 schließlich sollte der FH-Neubau am Sanderheinrichsleitenweg blockiert werden, dieses Vorhaben scheiterte allerdings.

Dieses Mal geht es um das ehemaligen Klostergelände der Benediktiner zwischen der St.-Benedikt-Straße und der unteren Rottendorfer Straße, besser gesagt, um den Platz’schen Garten bzw. die Parkanlage des Klosters. Zugegeben, wenn ich von meinem Balkon bisher auf dieses grüne Fleckchen geschaut hätte, würde es mich jetzt sicherlich auch mehr als wurmen, wenn dort jetzt gebaut würde. Meines Wissens hat aber niemand ein Recht auf die freie Sicht auf einen Garten oder unbebaute Fläche auf dem Nachbargrundstück, schon gar nicht in der Innenstadt, wo die meisten auf Nachbarhäuser schauen. Wenn dort jetzt gebaut wird, ist das eben Pech, gegenüber von uns wird auch gerade gebaut, auch da bekommen Anwohner ein Haus vor die Nase gesetzt, wo bisher ein Garten war. Auf die Idee, dies zu einem Politikum zu machen, käme ich sicherlich nicht. Meine Oma erging es vor über 20 Jahren nicht anders. Von ihrem Balkon hatte sie freie Sicht auf die Festung, weil das Grundstück an der Ecke Riemenschneiderstraße/ Friedrich-Ebert-Ring unbebaut und von großen Kastanienbäumen bewachsen war. Dann hat die Bezirksverwaltung der Berufsgenossenschaft Glas und Keramik dort gebaut, die Sicht war weg und die Nachbarschaft traurig. Verständlich. Ich finde es reichlich anmaßend, dem neuen Grundstückseigner jetzt vorschreiben zu wollen, was dort gebaut oder eben nicht gebaut wird, es sind doch sehr subjektive Gründe, weswegen dagegen von der Nachbarschaft protestiert wird.

Damit es aber scheinbar mehr Leute betrifft, müssen mal wieder – wie beim IKEA-Bau in Würzburg, wie beim Arcaden-Entscheid, wie in der Trautenauer Straße, wie in Stuttgart – fadenscheinig alte Bäume und possierliche kleine Tierchen herhalten, in diesem Fall sind es 53 alte Bäume und Fledermäuse, die in zwei alten Kellern unter dem Areal nisten, von denen wohl die wenigsten gewusst haben.

Foto 27.01.13 12 12 30

Das sind aber nicht die einzigen Argumente, die hier vorgebracht werden, um aus einer Privatangelegenheit eine von vermeintlich öffentlichen Belangen zu machen: Auf der Internetseite der “Interessengemeinschaft Paradiesgarten” wird den Stadträten vorgeworfen, sie kümmerten sich nicht um die Interessen und das Wohl ihrer Bürger, weil sie mit ihrem Beschluss zugelassen haben, dass in Zukunft die Feinstaub- und Emissionsbelastungen noch größer würden, da diese grüne Lunge verschwinden wird. Dass in 200m Luftlinie das Glacis als grüne Lunge Würzburgs liegt, scheint den Leuten zu entgehen, die hier dem bisschen Garten etwas zu viel Bedeutung andichten. Sie sehen sogar Würzburgs Status als “Weltkulturerbe” in Gefahr, wenn die Achse Festung – Residenz – Platz’scher Garten zerstört würde. An Selbstbewusstsein mangelt es den Herrschaften ja nicht. In zwei Leserbriefen an die Mainpost wurde Anselm Grün, dem wirtschaftlichen Leiter der Benediktiner in Münsterschwarzach, Gier vorgeworfen, er würde den Anwohnern die grüne Lunge, die greifbare Natur rauben, weil wirtschaftliche Interessen wichtiger seien. Finanzielle Interessen Einzelner stünden hier über der Lebensqualität aller Bürger, heißt es auf der Startseite der IG. Da sich die Benediktiner 2010 aus Würzburg zurückgezogen haben, ist das Anselm Grüns gutes Recht, als wirtschaftlicher Leiter ist es wahrscheinlich sogar seine Pflicht, dieses Gelände zu veräußern. Würde er so handeln, wie die BI fordert, er – oder eben der neue Besitzer – müsste die Parkanlage erhalten und allen (!) Würzburger Bürgern öffnen – wahrscheinlich um deren Lebensqualität zu sichern. Wie nett von denen… So bekommt das Ganze dann auch wieder Relevanz für alle. Auch hier scheinen die Unterstützer zu vergessen, dass man im Ringpark sehr viel schöner entspannen und spazieren gehen kann als in der recht übersichtlichen Parkanlage. Sehr interessant, wie hier versucht wird, “die Würzburger” vor den eigenen Karren zu spannen, um kein Wohnhaus vor die Nase gebaut zu bekommen. Sogar die 170 gefällten Bäume in der Trautenauer Straße finden Erwähnung, als es um die Luftqualität und die Ersatzanpflanzungen geht.

Darüber hinaus spielt die IG weitere Karten, um Emotionen zu wecken: das Denkmal für die deportierten Würzburger Juden solle auf das Gelände verlegt werden, um bessere Führungen auf dem Erinnerungsweg zur Aumühle anbieten zu können. Man sorgt sich darüber hinaus um die Rettungsfahrzeuge, die durch die Rottendorfer Straße fahren und nicht durchkommen, und um die armen Studenten, die keine Wohnung finden, da hier ja nur Eigentumswohnungen entstünden. Und natürlich geht es um die Feinstaubbelastung, die durch den Trichtereffekt noch steigen würde. Ausgerechnet an dieser Stelle, ein paar Meter weiter stadtauswärts stehen ebenfalls Häuser direkt an der Straße. Die Argumente sind in meinen Augen schon ein wenig fadenscheinig und schwach. In der nahen Sartoriusstraße kennen die Anwohner nichts anderes.

Dem neue Eigentümer, der Schweinfurter Riedel Bau, soll also per Bürgerentscheid untersagt werden zu bauen. 5000 Unterschriften hat die Interessengemeinschaft gesammelt, am 21. April wird also abgestimmt, gut 100000 Euro kostet das die Stadt. Vielleicht sind auch das öffentliche Interessen. Was interessiert es Sanderauer, Zellerauer, Grombühler, Heidingsfelder oder uns im oberen Frauenland, was am Platz’schen Garten gebaut wird? Es ist wirklich kühn, hier für “die Würzburger” zu sprechen. Mir ist das nämlich, ganz ehrlich, sch… schön egal, was und wie dort gebaut wird. In unserer Ecke sind auch mehrere “Wohnanlagen” gebaut worden, der Verkehr ist nicht mehr geworden, auch damit wird ja argumentiert, schließlich werden die 150 Fahrzeuge in der Tiefgarage auch bewegt.

Interessant finde ich, dass die Interessengemeinschaft offenbar heillos zerstritten ist und einzelne – und zwar federführende – Mitglieder ihre Zwistigkeiten über die Zeitung austragen. Die Einzelheiten sind mir egal, ich hoffe nur, dass dieses Wutbürgergehabe keinen Erfolg hat. Die Interessen von wenigen werden aufgeblasen und künstlich zu Interessen von vielen gemacht, damit der Eindruck entsteht, Volkes Stimme müsse entscheiden. Ich bin gespannt, was am 21. April passiert.


Stramu Würzburg 2012
Donnerstag, 1. November 2012, 19:47 Uhr unter Kultur, Würzburg.
Von: Alex
[ Kommentare: keine ]

Ebenfalls schon eine ganze Weile her ist das diesjährige Stramu, immerhin schon am ersten September-Wochenende war das in diesem Jahr. Bei schönstem Wetter bin ich in die Stadt runtergefahren und habe mir ein paar Künstler angeschaut, ganz bewusst bin ich zu Nump aus Kitzingen, die am oberen Markt ein Unplugged-Konzert gegeben haben. Ganz anders klingen sie, aber grandios gut.

Hätte ich an dem Wochenende bloß mehr Zeit gehabt… Aber wenn die Jungs nächstes Jahr wieder beim Stramu spielen, die sind akustisch echt ein Erlebnis, vor allem dann, wenn man sie als Metal-Rampenschweine kennt. Echt tolle Künstler.

Nicht vergessen möchte ich an dieser Stelle PSiRC, deren Akrobatik-Nummer ich am Unteren Markt bestaunt habe. Echt toll, was die beiden mit einfachsten Mitteln geboten haben.

Auf hoffentlich mehr Zeit beim Stramu 2013.


Der Circus Krone in Würzburg
Donnerstag, 1. November 2012, 10:47 Uhr unter Würzburg.
Von: Alex
[ Kommentare: keine ]

Nach vier Jahren gab der Circus Krone im September endlich wieder ein Gastspiel auf der Würzburger Talavera. Es hat sich wieder gelohnt, über zwei Stunden Programm sind regelrecht verflogen und ich bin wie immer glücklich aus dem Zirkuszelt raus. Tolle Artisten, lustige Clowns und beeindruckende Tiernummern haben sich abgewechselt, auch in der Nachmittagsvorstellung gab es den verdienten tosenden Applaus.

Spannend wurde es nach der Pause, als der Käfig für die Raubtiernummer aufgebaut war. Wenn Martin Lacey jr. mit seinen Löwen in der Manege ist, wird Zirkus dadurch noch klassischer, mit Crazy Wilson wird die Vorstellung dann auch artistisch großartig abgeschlossen. Ich könnte auch all die anderen nennen, weil jede einzelne Nummer toll war, besonders liebenswert waren die Kunststücke der Seelöwen.

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Ein Zirkusbesuch, der sich in jeder Hinsicht wieder gelohnt hat, ich freue mich auf das nächste Gastspiel eines großen Zirkus’.


Die Rodelbahn an der Frankenwarte
Mittwoch, 31. Oktober 2012, 16:38 Uhr unter Sport, Würzburg.
Von: Alex
[ Kommentare: keine ]

Zugegeben, wer verrückt genug ist, kann fast überall rodeln, die Weinberge bieten genug Abfahrtsmöglichkeiten, nur der Auslauf ist meistens ein großes Problem. Vor ein paar Jahren war z.B. die Auffahrt der Schrebergartenanlage im Alandsgrund ein Rodelvergnügen inklusive Schanze, nach einer Nacht Frost war das aber schon am nächsten Tag mehr als gefährlich und gar nicht mehr lustig. Inzwischen steht unterhalb auch ein Zaun, einen Auslauf gibt es somit nicht mehr. Ganz offiziell ist dafür die Rodelbahn an der Frankenwarte, die kurz, aber dafür toll ist. Mit einem Rodel bin ich die selbst noch nicht gefahren, lediglich mit dem MTB habe ich dort mal ein bisschen getestet. Aber mit dem Anfahrtshügel sieht sie sehr vielversprechend aus, zu Fuß hat sie heute gleich nochmal anders gewirkt als auf zwei Rädern.

Die Rodelbahn ist auch recht einfach zu finden: Unterhalb der Akademie Frankenwarte stehen direkt an der Straße mehrere Glascontainer, danach geht ein schmaler Weg rechts Richtung Wald, wo man auch schon eine Parkbank sieht: Diese steht im eingezäunten Startbereich, von dort schaut man bergab auf den Anlauf, der eine leichte Linkskurve macht. Nach einer S-Kurve führt eine stark überhöhte lange Rechtskurve auch schon in den Zielbereich.

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Jetzt fehlt nur noch der Schnee und ein paar Strohballen.


Ein Polizeibericht für die Bütt
Sonntag, 26. Februar 2012, 12:54 Uhr unter Alltag, Würzburg.
Von: Alex
[ Kommentare: 1 ]

Allein das ist schon lustig, auch wenn die Betroffenen das sicher nicht so empfinden haben: Ein als Polizist verkleideter Narr hat in einer Kneipe in der Sanderstraße zwei junge Damen mit Handschellen aneinander gefesselt und ist irgendwann im Faschingsgetümmel verschwunden, ohne die Handschellen wieder zu lösen. In ihrer Not haben sich die zwei an die Polizei in der nahen Augustinerstraße gewendet, wo aber keiner der Schlüssel gepasst hat. Ein Bolzenschneider hat die beiden zwar voneinander gelöst, mit einer Büroklammer konnte auch die eine Handschelle gelöst werden, die andere musste jedoch mit dem neuen Armschmuck weiterziehen. In ihrer Not ist sie dann irgendwann in einer Notaufnahme aufgekreuzt, von wo wiederum die Polizei verständigt wurde, die dann die Feuerwehr gerufen hat, um das Problem endgültig zu lösen. So weit so gut.

Noch großartiger ist aber das, was ein mir gut bekannter Polizeihauptkommissar letzten Sonntag als Polizeibericht gedichtet hat, weil er eine prosaische Aufarbeitung nicht für angebracht gehalten hat.

Am Samstag kurz vor Mitternacht,
da haben Zwei nicht mehr gelacht.
Ein Faschingsgag ging dem voraus,
der später löste Unmut aus.

Die Zwei war’n in der Sanderstraß’
und hatten im Lokal viel Spaß.
Ein Mann, maskiert als Polizist,
erdachte sich schnell mal ’ne List.

Er zog die Handschelle hervor
und machte den zwei Mädels vor,
dass er sie fesselt, kurz und knapp –
sie machten mit, sie war’n nicht schlapp.

Doch plötzlich war der »Bulle« weg –
die Mädels hatten ihren Dreck.
Sie steckten links und rechts jetzt fest,
die Handgelenke eingepresst.

Verzweifelt ging’s zur Polizei,
erzählt wurde die Narretei.
Diverse Schlüssel passten nicht –
der Bolzenschneider hat’s gericht’.

So waren sie erst mal getrennt,
doch hatten sie noch an den Händ’
die Schellen selbst – welch’ üble Zier!
Die Büroklammer half jetzt hier.

Die eine Schelle ging so auf,
die andre blieb am Arm noch drauf.
Mit »Armreif« ging das Mädel fort,
begab sich später zu dem Ort,
wo man auch hilft, tagein, tagaus –
sie sprach mal vor im Krankenhaus.

Die Ärzteschaft, sie war perplex,
sie hatte weder Zange, Flex,
sie hatte nur OP-Besteck,
doch damit ging das Ding nicht weg.

Die Feuerwehr kam jetzt hinzu
und schaffte es mit G’fühl, mit Ruh’,
mit Werkzeugeinsatz – ohne Druck
entfernten sie den ollen Schmuck.
Niemand verletzt, so die Bilanz –
ein Lob der Feuerwehr, die kann’s!

Und die Moral von der Geschicht’:
Maskierten »Bullen« traut man nicht!

Helau!

© M.R.


Respekt!
Samstag, 4. Februar 2012, 14:44 Uhr unter Straßenverkehr, Würzburg.
Von: Alex
[ Kommentare: keine ]

Es war ja nicht der erste Laster, der an unserer guten, alten Alten Mainbrücke “hängen geblieben” ist, es wird auch nicht der letzte gewesen sein. Wie kann man nur so hohl sein, an den vielen Schildern unbeeindruckt vorbeizufahren?

Danke an Vogel für das Foto. Ein schönes Bild findet man auch hier, bei Würzburg erleben.

Hat mal wieder das Navi gesagt, dass man da langfahren kann, oder? “Naiv” ist ein Anagramm von “Navi”, fällt mir gerade auf.


Der wohlverdiente Ruhestand für unseren Oskar
Samstag, 7. Januar 2012, 19:13 Uhr unter Würzburg.
Von: Alex
[ Kommentare: 2 ]

Am 31.12.2011 hat hier bei mir ums Eck eine Institution für immer seine Pforten geschlossen, der Oskar – für Nichtkenner, gemeint ist die Metzgerei von Oskar Rögele – geht in seinen wohlverdienten Ruhestand. Der guud beleechde LKW war lange der beste in Würzburg, das Angebot mit vier verschiedenen Sorten das breiteste in der Stadt. Was in der Mainpost politisch-korrekt als “Chili-Wurst” bezeichnet wurde, hat eigentlich jeder dort als “Neecherwurscht” bestellt, weil die jahrelang bei den Amis so beliebt war, dass der Oskar davon teilweise fünf Zentner pro Woche (!) verkauft hat. Eine sensationelle Wurscht, die ich in Zukunft beim Grillen mehr als vermissen werde. Gebrannt hat sie anfangs teuflisch, geklaut haben dann aber auch nur die Harten. Auch gekocht war die Wurscht mit Senf eine Wucht. Im Schaufenster stand eigentlich immer ein Fernseher, auf dem der Oskar während der Arbeit Sport geschaut hat, während Olympia, WM oder EM hat es noch mehr Spaß gemacht, bei ihm einzukaufen, weil man dann ein bisschen bleiben und gemeinsam über Fußball oder Sport fachsimpeln konnte; schließlich hat der Oskar ja auch gekühltes Bier verkauft. Als sein Sohn Steffen noch aktiv im Profigeschäft war, war natürlich auch das ein Dauerthema.

Was beim Oskar auch dazugehört hat, war die “liebevolle” “Verpackung” der Wurscht. Alles auf einen Haufen, bloß kein Papier zu viel und immer eher eine Scheibe zu viel. Ein guter Geschäftsmann halt, aber auch ein prima Metzger, weil er alles noch selbst hergestellt hat und keine Fabrikwurscht zugekauft hat.

Der Oskar war jahrelang, bis zur Geschäftsaufgabe, mein Spitzenreiter im Würzburcher Leberkästest. Das habe ich ihm auch irgendwann schriftlich bestätigt, allerdings muss ich doch Herrn Nickel von der Mainpost verbessern, weil ich 26 Metzgereien in Würzburg getestet habe, nicht nur 10, und der Oskar bis zum Schluss zusammen mit Thomas Kneuer aus Grombühl den ersten Platz belegt hat.

Auf jeden Fall wünsche ich dem Oskar Rögele und seiner Frau Helga einen schönen Ruhestand, sie bleiben ja in der Nachbarschaft wohnen und in der ein oder anderen Heckenwirtschaft werde ich ihn sicher auch immer wieder mal antreffen.

Dem Thomas Kneuer werde ich den besten Leberkäs Würzburgs bei Gelegenheit mal bescheinigen und ich bleibe da unbestechlich, auch wenn ich die Belohnungs-LKW gerne entgegennehme.


Rundflug über Würzburg
Montag, 5. Dezember 2011, 16:08 Uhr unter Würzburg.
Von: Alex
[ Kommentare: keine ]

Main-Post-Redakteur Roland Flade hat bei einem Rundflug über Würzburg im Rahmen seiner Recherchen über das Hubland und die Leighton-Barracks ein tolles Video zusammengeschnitten, in dem man auch schön die Dimensionen der ehemaligen Kaserne überblicken kann, wo ich am Wochenende meine Bilder vom neuen Campus Hubland Nord aufgenommen habe. Würzburg von oben sieht so ganz anders aus.

Weitere Filme von Roland Flade über die ehemaligen amerikanischen Einrichtungen findet man übrigens hier (u.a. früheres US-Krankenhaus am Mönchberg) und hier (Rundfahrt in den Leightons).


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