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Gepäck-Checkliste für eine Transalp |
Donnerstag, 29. Juli 2010, 14:37 Uhr unter Sport. Von: Alex [ Kommentare: 1 ]
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Die letzte Exkursion gestern zu den Festspielen auf der Luisenburg und der Wandertag heute liegen hinter mir, morgen ist der letzte Schultag und dann sind Ferien. Wie im letzten Jahr fahre ich mit A. über die Alpen, allerdings starten wir dieses Mal nicht in Garmisch, um auf der Via Claudia Augusta zum Gardasee zu fahren, sondern wir beginnen unsere Tour in der Nähe von Mittenwald, durchqueren die österreichischen Alpen durchs Alpbachtal, die Kitzbüheler Alpen und die Hohen Tauern, um in den Dolomiten, in Sexten zu landen, wo wir noch ein paar Tagestouren rund um die Sextener Sonnenuhr und die Drei Zinnen dranhängen. Kleiner Tipp, man sollte rechtzeitig sein Hotel buchen, Anfang August ist bei denen Hochsaison, weil die Italiener inzwischen sehr gerne Urlaub im Hochpustertal machen. Wenn alles gut läuft, bekomme ich morgen noch mein neues Mountain-Bike, das Speedfox SF03 von BMC, ansonsten wird mich mein Scott CFX-200 über die Alpen tragen.
Wie im letzten Jahr haben wir auch dieses Mal kein Begleitfahrzeug, wir müssen also alles auf dem Rücken mitnehmen, was wir auf den fünf Tagesetappen und anschließend in Sexten brauchen. Es ist gar nicht so einfach, an alles zu denken, die Checkliste vom letzten Jahr habe ich nicht mehr und weil ich das sicher nicht zum letzten Mal machen werde, schreibe ich meine persönliche Checkliste jetzt in meinen Blog, dann haben auch andere was davon, die uns nacheifern wollen… Alles muss in meinen Deuter Transalp 25 passen, wenn ich mir wieder einen Radrucksack kaufe, empfehle ich den Transalp 30, die fünf Liter mehr machen sehr viel aus.
Werkzeug und Zubehör:
- Ersatzschlauch und Flickzeug
- Pumpe, Patronen
- Reifenheber
- Kettenschloss
- ein Satz Bremsbeläge (für Scheibenbremsen)
- Multitool, Letherman
- Einweghandschuhe (oder ölige Hände…)
- Trinksystem (so viele Flaschen könnte ich gar nicht mitnehmen, wie ich Flüssigkeit brauche)
- Trinkflasche
Kleidung:
- Radhelm (Wie beim Skifahren gilt: Wer Hirn hat, schützt es!)
- zwei Radhosen kurz
- zwei Radtrikots kurz
- ein Radtrikot lang
- Armlinge und Beinlinge
- Windweste
- Regenhose + Regenjacke (von Goretex gibt es da ganz tolle Jacken, die fast keinen Platz wegnehmen)
- Radhandschuhe
- Buff-Tuch
- Sonnenbrille, Brille
- Plastikbeutel (nicht immer hält die Regenhaut des Rucksacks alles Wasser ab)
- Badehose
- normale Unterwäsche
- zwei Paar Radsocken
- Schlafzeug (T-Shirt + Hose)
- Jogginghose
- T-Shirt
Weiteres:
- iPod touch + Ladekabel
- Handy + Ladekabel
- GPS-Gerät, GPS-Halterung, Batterien
- Digicam, Ladekabel, Ersatzakku
- Geldbeutel (Personalausweis, Kreditkarte, EC-Karte, Führerschein)
- Schreibzeug
- Aspirin, Beta-Isodona (Desinfektionsmittel), Magnesium-Tabletten
- Erste-Hilfe-Päckchen
- Powerbars
- Duschgel, Zahnbürste, Zahnpasta, Mikrofaser-Handtuch (sehr praktisch, sehr handlich), Deoroller
- Waschmittel (auf Eignung für Funktionskleidung achten)
- Badelatschen (andere Schuhe schicken wir uns wahrscheinlich mit der Post nach Sexten)
- ganz wichtig: Sonnencreme (LSF mindestens 15, 50 brennt in den Augen wie Sau) und Labello mit LSF
- Tempotaschentücher
- Karten
Viel Geschick beim Packen… Immer vorher überlegen, ob man es während der Fahrt rausholen kann, ohne alles auszuleeren. Die Transalp-Rucksäcke haben z.B. auch ein Zusatzfach, in das die Regenkleidung gut reinpasst. Eine andere Checkliste, die ich eben entdeckt habe, findet man hier, wie das Zeug aber alles in einen Rucksack passen soll, ist mir schleierhaft. Aftershave… Pfff.
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Auch den Goethe habe ich gefunden |
Dienstag, 13. Juli 2010, 21:52 Uhr unter Sport, Würzburcher im Exil. Von: Alex [ Kommentare: keine ]
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Noch am Samstag habe ich spöttisch gemeint, nach Goethe müsste ich irgendwo im Wald suchen, aber schon am Ortsende von Neuhausen (so heißt der kleine Ort, der zu Rehau gehört), wo ich die Schillerstraße fotografiert habe, bin ich auf den alten Goethe getroffen, der dort ein paar Mal in einem Wirtshaus Halt gemacht hat, als er auf dem Weg zu den Heilbädern Böhmens war.

Allerdings ist der Glanz dieses Gasthauses auch schon länger verblasst…

Ansonsten habe ich heute bei meinem Radtraining gemerkt, dass mich mehr und mehr das Radfieber packt, was ich sehr gut finde, schließlich geht es schon bald wieder über die Alpen. Ein paar Bilder vom Fichtelgebirge im Sonnenuntergang.
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Durch den Guttenberger Forst zur Festung |
Dienstag, 25. Mai 2010, 18:23 Uhr unter Sport, Würzburg. Von: Alex [ Kommentare: 1 ]
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Nachdem ich mein gestriges Wespenstich-Delirium weggeschlafen habe, war ich heute wieder fit, um mit dem MTB loszufahren. Durchs Steinbachtal bin ich in den Guttenberger Forst gefahren, wo ich mir die neue Wildbrücke über die A3 angeschaut habe. Schon toll, was dort in den letzten zwei Jahren entstanden ist, wenn ich mir diesen Blogeintrag vom April 2009 anschaue, wo ich den Baufortschritt fotografiert habe. Kein einziger Lastwagen war dort unterwegs, auf beiden Spuren wird inzwischen gefahren und auch die Autobahnauffahrt in Kist sieht so aus, als ob sie fast fertig ist.
Im Waldbüttelbrunner Wald war ich auf den Pfaden meiner Kindheit unterwegs und ich bin jedes Mal wieder fasziniert, auf welchen Wegen ich früher völlig schmerzfrei mit meinem ungefederten Rad ohne Gangschaltung rumgefahren bin. Vom Höchberger Hexenbruch hat man eine tolle Aussicht auf die Festung und die Stadt, überhaupt habe ich am Ende meiner kleinen Runde die Festungsanlage ein bisschen erkundet und mich gefreut, wie toll unsere Festung Marienberg doch ist. Die Anlage selbst, die Aussicht, die Ruhe. Echt super.
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Endorphine und Wespengift |
Montag, 24. Mai 2010, 20:36 Uhr unter Sport. Von: Alex [ Kommentare: keine ]
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War das eine schöne Tour heute. Zum ersten Mal in diesem Jahr war ich mit dem MTB unterwegs und bin auf dem Höhenweg am Main (roter Punkt auf weißem Grund) über Randersacker und Eibelstadt nach Sommerhausen gefahren, habe dort die Mainseite gewechselt und bin auf dem Spiegeleiweg (gelber Punkt auf weißem Grund) von Winterhausen aus wieder über den Heuchelhof nach Würzburg gefahren. Im Gegensatz zum Main-Radweg ist auf der Höhe nichts los, es war herrlich ruhig und die Aussicht war auch viel schöner.
An das Bild vom FH-Neubau kann ich mich nicht erinnern, kurz vorher hat mich im Alandsgrund eine Wespe in die Schläfe gestochen, deren Gift habe ich nicht ganz vertragen.
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Ein paar Bilder vom 10. iWelt Marathon Würzburg |
Montag, 24. Mai 2010, 14:29 Uhr unter Sport, Würzburg. Von: Alex [ Kommentare: 1 ]
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Wie schon im letzten Jahr durfte ich wieder mit dem Rad die Besten beim 10. iWelt Marathon Würzburg eskortieren. Zunächst habe ich den Führenden beim Halbmarathon begleitet. Ich habe noch nie jemanden so schnell laufen sehen wir den Kenianer Moses Kiptum, im Fernsehen sieht das lange nicht so schnell aus, live ist das wirklich höchst beeindruckend. Wie ein Uhrwerk ist er gelaufen, Kilometer für Kilometer und sobald ich mein Rad mal rollen ließ, wurde ich auch schon überholt. Faszinierend.

Nach dessen Zielankunft (21km in 1:06:26) habe ich den zweitplatzierten Mann begleitet. Lange war das der favorisierte Kenianer Samson Siparimuk, der sich dann aber auf dem Weg nach Heidingsfeld mächtig ins Zeug gelegt hat, um den lange führenden Schotten Neil Renault einzuholen. Am Mainkai auf der Höhe der Mainkuh war es dann soweit und die Führung hat gewechselt. Auf mein Exklusivfoto dieses Moments bin ich richtig stolz, das hat nämlich keiner der vielen Fotografen.

Ein besonderes Bild hat T. geboten: Der Freilauf seines Mountainbikes war kaputt, also ist er kurzentschlossen mit einem Museumsstück mit drei Gängen gefahren, an das er aber immerhin noch Klickpedale montiert hat.

Einer der Verantwortlichen hat augenzwinkernd bemerkt, ob das nicht frauenfeindlich sei, mit einem solchen alten Drahtesel die Führende beim Marathon begleiten zu wollen. Dafür reicht’s wohl…
Respekt vor der Leistung aller Läufer. Für mich wäre das nichts.
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Am Sonntag rollen wieder die Seifenkisten |
Mittwoch, 5. Mai 2010, 23:05 Uhr unter Sport, Würzburg. Von: Alex [ Kommentare: keine ]
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Am Sonntag ist Muttertag, am Sonntag ist aber auch wieder das alljährliche Seifenkistenrennen in der Wittelsbacher Straße, der KIWANIS-Cup 2010. Die tollkühnen Männer – junge und alte Fahrer – stürzen sich dann wieder in ihren rollenden Kisten den Berg hinunter, stets begleitet vom begeisterten Beifall der vielen Zuschauer, die jedes Jahr an der Strecke stehen. Ich werde auch wieder dabei sein, diese Veranstaltung lasse ich mir seit Jahren nicht entgehen.

Seit Jahren träume ich auch davon, in einem eigenen Geschoss selbst den Berg hinunterzufahren, es hat bisher nicht geklappt, weil mir einfach die Zeit fehlt, eine eigene Seifenkiste zu bauen. Einen Bausatz könnte ich kaufen, ja, aber das ist nicht das, was ich will, es soll ja MEINE Seifenkiste sein. Von der ultimativen Lenkung bin ich nach wie vor überzeugt.
Für das leibliche Wohl ist auch wieder gesorgt, Bratwürste, Bier, Kaffee und Kuchen gibt es zu sehr fairen Preisen, noch dazu, weil alles einem guten Zweck zukommt, dem Würzburger KIWANIS-Verein, der sich für die Zukunft von Kindern und jungen Menschen in aller Welt engagiert, denen es nicht so gut geht wie uns.
Fahrer können sich ab 8.00 Uhr am Anmeldestand anmelden, in dieser Zeit werden auch die Fahrzeuge technisch abgenommen, da auch die nötige Sicherheit garantiert werden soll. Ab 10.00 Uhr können dann die Trainingsläufe bestaunt werden, ehe es um 13.00 Uhr ernst wird, wenn die Wertungsläufe beginnen.
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Apotheken als Sponsor bei Ausdauersportarten |
Sonntag, 25. April 2010, 12:44 Uhr unter Sport, Total bescheuert, Würzburg. Von: Alex [ Kommentare: 2 ]
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Das ist mal zielgruppenorientiere Werbung:

Der Apothekenverband als Sponsor bei einer Ausdauersportart. Wenn das mal nicht richtungsweisend für die nächste Tour de France oder den nächsten Giro ist.
Natürlich ist das hier nicht ernst gemeint und ein blöder Scherz, da ich keinem Läufer beim Würzburger Residenzlauf, der in gut einer Stunde startet, die Einnahme unerlaubter Hilfsmittel unterstellen will, und das Engagement des Apothekerverbandes sehr zu schätzen weiß.
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Beschneiung fürs Gemeinwohl |
Dienstag, 6. April 2010, 11:26 Uhr unter Sport. Von: Alex [ Kommentare: keine ]
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Früher hießen sie Schneekanonen, im Volksmund heißen sie immer noch so, aber weil man ja mit Kanonen auf etwas schießt und Schießen meist nichts Gutes verheißt, sind das jetzt Beschneiungsanlagen, die dafür sorgen, dass wir nicht aufs Skifahren verzichten müssen.

Im Bedarfsfall kann also mit den Schneekanonen auf Waldbrände geschossen werden, naja, nicht ganz, die Wasserleitungen werden für die Löschwasserversorgung genutzt. Der Versuch, den Nutzen für die Allgemeinheit so unters Volk zu bringen, ist geglückt: Ich verbreite diese Botschaft aus der Bergbahn weiter. Waren super Pisten!
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Neidisch? |
Samstag, 27. März 2010, 7:39 Uhr unter Sport. Von: Alex [ Kommentare: 1 ]
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Wahnsinn, wir hatten beim Skilager absolutes Traumwetter.

Neuschnee übers Wochenende, sinkende Temperaturen, aber wieder reichlich Sonne in der nächsten Woche, dann sind wir zufrieden, schließlich geht es am Montag wieder in die Berge, dieses Mal ohne Kinder.

Im T-Shirt auf 2000 Meter…
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Ab in die Berge |
Sonntag, 21. März 2010, 9:30 Uhr unter Sport, Uni / Schule, Würzburcher im Exil. Von: Alex [ Kommentare: keine ]
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Ich verabschiede mich mal in die Berge. Heute geht es mit den Sechstklässlern zum Skilager nach Saalbach, ich hoffe, dass wir trotz der warmen Temperaturen noch ordentlich Ski fahren können. Wäre doch schade, wenn uns die weiße Pracht unter den Brettern wegschmilzt.

Sonne und Skifahren wie hier in Ischgl, das haben wir eigentlich verdient. In der ersten Osterferienwoche gehts dann gleich weiter, dann ohne Schüler.
Die Dittsche-Zusammenfassung muss heute mal ausfallen, vielleicht liefere ich sie nach, ich darf ja die Worte des Meisters nicht verpassen.
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Formel 1 ist langweilig |
Sonntag, 14. März 2010, 18:52 Uhr unter Sport. Von: Alex [ Kommentare: keine ]
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Was war das? Das interessanteste war noch das Comeback von Michael Schumacher. Das war auch schon alles. Wieder mal wurden Regeln geändert und ergänzt, es darf nicht mehr getankt werden und alle Autos fahren knappe zwei Stunden im Kreis, Überholmanöver gibt es nicht und der sportliche Wert ist spätestens dann zweifelhaft, wenn Schumacher ziemlich relaxt sagt, mit den neuen Reifen könne man nicht mehr so schnell fahren wie früher, dementsprechend weniger beanspruche ihn körperlich ein solches Rennen. Die ganzen Reglement-Änderungen der letzten Dekade haben die Formel 1 offenbar gerichtet.
Möge Schumacher mit seinem Mercedes erfolgreich sein, mir wird es egal sein. Früher habe ich wirklich gerne die Rennen angeschaut, da ging es noch zur Sache und auf der Strecke haben Typen miteinander gekämpft, die Macken und Ecken und Kanten hatten. Heute sind das aalglatte Medienprofis wie Hamilton, die schon cool auf die Welt gekommen zu sein scheinen und sich stets zu inszenieren wissen. Schumacher und Alonso allein reichen nicht. Ich schaue mir dieses Jahr kein Rennen mehr, da ist mir die Zeit zu schade, zumal jedes Fußballspiel interessanter ist.
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Die Sache mit den langen Olympia-Nächten |
Montag, 1. März 2010, 17:42 Uhr unter Sport. Von: Alex [ Kommentare: 2 ]
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Jetzt sind die Olympischen Winterspiele von Vancouver schon wieder vorbei. Schade eigentlich, Wintersport als Unterrichtsvorbereitungsbegleitung ist sehr angenehm. Trotz mancher Wetterkapriolen waren es sehr angenehme und unaufgeregte Spiele mit einer komplett anderen Stimmung als vor zwei Jahren in Peking. Einer schönen Stimmung.
Meine Lieblings-Sportart – übrigens erstmals Teil des olympischen Programm – war auf jeden Fall Ski-Cross, die ich noch toller fand als Snowboard-Cross. Mann gegen Mann, Frau gegen Frau, zu viert bei hohem Tempo auf einem Hindernisparcour, die beiden ersten gewinnen. So einfach, so genial. Fand ich noch besser als meine sonstigen Favoriten Ski alpin und Biathlon.
Auch Eishockey ist toll, das gestrige Finale war großartig und eines der besten Spiele, die ich bisher gesehen habe. Schnell, spekatakulär, einfach toll. Ganz und gar überflüssig war dafür das Eishockey-Turnier der Frauen, da es sehr langweilig ist, wenn naive Amateure auf ausgebuffte Profi-Spielerinnen treffen. Am besten wäre es wahrscheinlich gewesen, die US-Damen treten jeden Tag gegen die Kanadierinnen an, dann gibt es wenigstens jeden Tag Frauen-Eishockey auf Olympia-Niveau. Dabei sein ist alles ist zwar toll, aber dann sollten solche Spiele nicht unbedingt im Hauptkanal gezeigt werden.
Auch Shortrack kann ich nicht leiden. Eisschnelllauf schaue ich mir wirklich gerne, aber mit Shorttrack kann ich nicht so recht etwas anfangen. Es geht zwar nicht um Hundertstel und Tausendstel wie beim Eisschnelllauf, sondern ausschließlich um die Platzierung, über eine Distanz wäre das sicherlich auch interessant, aber ich frage mich seit der Aufnahme ins olympische Programm, warum gar so viele Medaillen vergeben werden müssen, da es doch immer das gleiche ist. Ski-Cross wäre auch irgendwann langweilig, wenn man es auf unterschiedlichen Strecken immer wieder austragen würde.
In den langen Olympia-Nächten habe ich einen Feind auserkoren: Curling finde ich unglaublich langweilig. Ich habe mich schon bei den diversen Playstation-Spielen zu den Olympischen Winterspielen immer geärgert, dass das immer dabei war und dabei ist. Das mag wirklich Spaß machen, wenn man es selbst spielt, aber zuzuschauen finde ich entsetzlich langweilig. Schlimm war vor allem die Tatsache, dass Curling gefühlt immer kam, ehe die Medaillen endlich vergeben waren. Immer etwa um Mitternacht, quasi Curling als Betthupferl. Ich freue mich auf ein Eishockeyspiel und schlafe stattdessen friedlich ein, weil Männer und Frauen Bettpfannen aus Granit übers Eis schieben und wie wild auf dem Eis rumwischen. Die Krönung waren dann noch die unglaublich hässlichen Hosen der norwegischen Mannschaft, für die sie eigentlich von den Spielen ausgeschlossen werden müssten. Fies. Und ziemlich lächerlich.
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