Man stelle sich vor, unsere Parlamentsarmee erdreistet sich, auf einer Würzburger Straßenbahn Werbung zu schalten, um für ihre vielfältigen Angebote als Arbeitgeber zu werben. Und man stelle sich vor, in der linken Spinnerblase, die in Würzburg gefühlt jeden Laternenmast mit ihrem Rotz beklebt, regt sich Widerstand gegen so viel Militarismus, dass man sogar – ja! – meint, eine Petition auf einer stramm linken Plattform starten zu müssen, um sich im Erfolgsfall (?) an WVV und OB wenden zu können.

Genau das ist geschehen, und jetzt stelle man sich vor, die paar Unterzeichner – Oh, Pardon, dem Genderquatsch dort folgend natürlich die „Unterzeichnenden“ – bekommen frei Haus noch eine Plattform in der Mainpost und deren Kanälen, weil ihre alberne Petition „Friedensbildung statt Kriegspropaganda – Bundeswehrwerbung raus aus dem öffentlichen Raum!“ außerhalb der Social-Media-Blase (genannt „Freundeskreis“) keine Sau wirklich interessiert. Auch das ist natürlich passiert! Auf die Luftnummernbeauftragte der Mainpost ist Verlass, die bläst nämlich bekanntlich jeden Quatsch, der ihr auf Instagram mit dem Hashtag #Würzburg angezeigt wird, mit viel heißer Luft auf, von der es in Würzburg ja gerade genug gibt. Ihr Problem, das sie offenbar nicht verstehen will, der Schwachsinn interessiert die zahlenden Leser einer Tageszeitung nicht, die Zielgruppe ist anderswo unterwegs. Ich habe als Abonnent aber keine Lust, mit teurem Geld solchen Spinnern Reichweite zu finanzieren.
Kommentiert habe ich gestern mit Klarnamen, dass ich diesen „linken Spinnern“ nicht als Abonnent eine zusätzliche Plattform spendieren will, freigeschaltet wurde das natürlich nicht. Wohl zu direkt für die Zartbesaiteten!
In der kleingeistigen Spinner-Welt steht die Bundeswehr ausschließlich für Krieg, Militarismus, Nationalismus, Aufrüstung. Sogar Minderjährige würden geworben, dies verstoße gegen die UN-Kinderrechtskonvention. Der Petitionstext strotzt nur so vor Voreingenommenheit, Halbwissen oder eben Unwissen, weil jegliche Auseinandersetzung mit unserer Parlamentsarmee nie stattgefunden hat. Selbst zivile Berufe kann man da erlernen, Wahnsinn! Man schwafelt eben den gleichen Käse nach, den man in seiner Bubble, dem „Freundeskreis“, mitnimmt und aufschnappt. Lieber schreibt man dann folgenden Käse samt Fettdruck: „Statt Kriegspropaganda brauchen wir Friedensbildung. Statt Kriegstüchtigkeit, Nationalismus und Patriotismus zu stärken, brauchen wir mehr Humanität. Wir brauchen zivile Konfliktlösungen, Solidarität und soziale Praxis!“ Mit dieser Regenbogen-Huschipuschi-Naivität können die Initiatorin und ihre Unterstützer_innen*außen:oben/untenden ja mal Ukrainer belehren, was die davon halten. Die ganze Blödheit dieser linken Anti-Bundeswehr-Agitatoren konnte man schon an den unzähligen dämlichen Stickern und Demo-Parolen ablesen, als es um die Wehrpflicht und deren freiwilligen Charakter ging. Die Linke vergiftet da gekonnt junge Menschen mit dreisten Lügen.
Der wie immer unkritische Beitrag der Luftnummernbeauftragten zerlegt nicht einmal den Unsinn vom Beutelsbacher Konsens, auf den sich die Initiatorin in ihrer dünnen Argumentation beruft, dies sei nur eine Interpretation. Zu allem Überfluss wird dann mal wieder erschreckende Ahnungslosigkeit zur Schau gestellt, da der Satz „Die WVV selbst schließt politische Werbebotschaften auf ihren Straßenbahnen grundsätzlich aus. Die Bundeswehr-Werbung zählt für das Unternehmen nicht dazu. Eine Begründung dafür nennt sie nicht.“ keiner Begründung bedarf, weil das keine politische Werbung IST. Die Bundeswehr erfüllt nämlich nach Art. 87a GG einen ihr aufgetragenen Verfassungsauftrag, zu dem es auch gehört, in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden zu können.
Lange dauert es nicht mehr, ehe ich dieser Zeitung – auch online – endgültig den Rücken kehre und das Abo kündige. Furchtbar ist das, mieseste Qualität.