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Blogroll die 2te
Zeit zu gehen, um Chancen zu kreieren
Sonntag, 6. März 2011, 23:51 Uhr unter Fernsehen, Fußball.
Von: Alex
[ Kommentare: keine ]

Schlimm, was sich einige Fußball-Reporter so angewöhnen. Louis van Gaal gibt sich ja wirklich Mühe, Deutsch zu sprechen, er gibt sich sogar so viel Mühe, dass er sich scheinbar sehr gerne Deutsch reden hört. Er kann auch nichts für seinen unverkennbaren Frau-Antje-Käskopf-Akzent, aber müssen deutsche Journalisten wirklich das Käse-Deutsch übernehmen, weil sie glauben, das könnte eine Art von Fachsprache sein? Van Gaal, unser Noch-Bayern-Trainer mit den eigenwilligen Ideen bei der Mannschaftsaufstellung, hadert nach dem Spiel gerne damit, dass seine Spieler zwar viele “Chancen kreieren”, diese aber nur unzureichend nutzen. Die Formulierung “Chancen kreieren” liebt er, er scheint sie aus dem Englischen übernommen zu haben. Warum aber glauben die Herren an den Mikrophonen, sei es mein spezieller Freund Fritz von Thurn und Taxis oder eben andere Dampfplauderer, dass sie diesen Käse in ihren Wortschatz aufnehmen müssen? Klingt das etwa gut? Noch schlimmer ist die Fomulierungen “Es sind noch zehn Minuten zu gehen.”. “time to go” kenne ich aus dem Englischen, aber ins Deutsche rübergeprügelt klingt das mehr als dämlich, es wird dennoch sehr gerne benutzt, zu oft. Einmal die Sky-Konferenz oder “Bundesliga Pur” auf Sport1 schauen reicht, einmal hört man beides, ganz sicher.

Das obige Foto ist ein Ausschnitt aus dem Sportschau-Ticker von gestern.


Maischberger und die Tränendrüse
Mittwoch, 15. Dezember 2010, 14:41 Uhr unter Politik.
Von: Alex
[ Kommentare: keine ]

Fast hätte es Sandra Maischberger gestern geschafft, ihr Interview mit Bundeskanzler a.D. Helmut Schmidt nach wenigen Minuten voll an die Wandzu fahren. Sie musste ja unbedingt Emotionen provozieren und auf die Tränendrüse drücken, indem sie nichts Besseres zu tun hatte, als mehrmals nach Schmidts Wohlbefinden nach dem Tod seiner Ehefrau Loki zu fragen. Die Folge war ein betretenes Schweigen, unterbrochen von einsilbigen Antworten Schmidts, der mit gesenktem Kopf versuchte, nicht zu viel Privates preiszugeben. Ich war kurz davor, wegzuschalten, weil ich das als peinlich empfunden habe, ein Interview derart plump zu beginnen. Schmidt rauchte, viel mehr gaben die ersten Minuten nicht her und Maischberger bohrte immer weiter nach.

Zum Glück kam sie dann doch zu den politischen Themen und agierte dabei zum Glück nur als Stichwortgeberin, den Rest erledigte Schmidt in seiner ihm eigenen stoischen hanseatischen Ruhe, gepaart mit der Schmidt’schen Ironie. Maischberger versuchte zwar regelmäßig, Schmidt Äußerungen zum politischen Tagesgeschäft zu entlocken, diese blockte er aber wunderbar ab, während er sich scharf zu innen- und außenpolitischen Themen äußerte, auch zu Thilo Sarrazin, den seine SPD ja nach wie vor aus der Partei ausschließen will. Er warf ihm – zu Recht – vor, die Vererbungstheorien breitgetreten zu haben, stimmte ihm aber bezüglich der angesprochenen Konflikte zu, die in Religion und Kultur begründet liegen. Wo bleibt die Empörung der Heile-Welt-Claudia? Er war nicht zimperlich und sagte unverblümt und messerscharf seine Meinung. Auch über seine Parteigenossen, die er mit sehr wenigen Worten doch zu kritisieren wusste. Sehr beeindruckend war das, von einem 90-jährigen in dieser Weise eine politische Bestandaufnahme zu hören, vielleicht haben die Fundamentaloppositionellen bezüglich “Stuttgart 21″ und Kernenergie zugehört, auch diesbezüglich war Schmidt recht eindeutig. Seiner Medienschelte versuchte Maischberger den Wind zu nehmen, sie hat es aber nicht geschafft.

Dass Maischberger am Ende wieder nach Loki, Schmidts Einsamkeit, der bewegenden Rede Voscheraus und Schmidts bevorstehendem Geburtstag fragen musste, war wirklich unwürdig.

Die ganze Sendung in der ARD-Mediathek, wirklich sehenswert.


Aus dem DSF wird Sport1
Mittwoch, 3. Februar 2010, 0:21 Uhr unter Fernsehen.
Von: Alex
[ Kommentare: keine ]

Wird das wirklich ein kompletter Neuanfang und aus dem Sender, der einst als Deutsches Sportfernsehen in Konkurrenz zu Eurosport gestartet ist, tatsächlich wieder ein echter Sportsender? Oder wird unter neuem Namen weiterhin Billig-Mist produziert? Früher gab es im DSF um diese Uhrzeit noch Timbersports und Männer mit Motorsägen haben Bäume zersägt, Bäume erklommen oder Holz gehackt. Sinnlose Unterhaltung, wenn alles außer Schlafen mal wieder interessanter ist, aber allemal besser als die schäbigen Sportclips für die ganz hoffnungslosen Fälle. Tagsüber werden nur noch dämliche Telefon-Verdummungen oder stundenlanges Pokerngesendet, Sport muss man meistens mühsam suchen. Legendär finde ich immer noch die Fußball-Anruf-Sendung mit Jimmy Hartwig und Paul Breitner, das war wenigstens lustig.

Die Eishockey-WM kommt dann auf Sport1, wie der Sender ab 11.April heißt, das wird schon mal interessant. Ansonsten gibt es ja noch mein Sportpaket von Sky…


Stavros Flatley… Zum Totlachen!
Freitag, 8. Mai 2009, 18:30 Uhr unter Casting-Wahnsinn, Fernsehen.
Von: Alex
[ Kommentare: 3 ]

Bei Britains Got Talent, der Show, die Paul Potts berühmt gemacht hat, ist in diesem Jahr Stavros Flatley aufgetreten. Ein genialer Auftritt. Unglaublich lustig.


Bombenleger vor 25 Jahren
Freitag, 27. März 2009, 10:25 Uhr unter Fernsehen, Lästereien, Politik.
Von: Alex
[ Kommentare: keine ]

Ich liebe die “Tagesschau vor 25 Jahren” auf BR alpha, weil ich es total interessant finde, was damals tagesaktuell wichtig war. Vorgestern ging es um Hochrechnungen von der Landtagswahl in Baden-Württemberg, für die ausgewählte, repräsentative Wahlkreise ausgezählt worden sind und alles noch ganz archaisch ausgesehen hat, wenn man die heutigen Computergrafiken kennt.

Archaisch hat auch Rezzo Schlauch ausgesehen, der nach seiner  Zeit im Bundestag inzwischen wieder als Anwalt arbeitet und beratend bei enBW tätig ist. Eigentlich schade, dass er nicht mehr aktiv im Bundestag ist.

rezzo

Er sieht heute auch ganz anders aus. Normal. Nicht mehr wie ein Grüner, wie ein Grüner in meiner Kindheit halt ausgesehen hat. ;)


Die beste Reportage des Jahres
Mittwoch, 25. März 2009, 18:57 Uhr unter Fernsehen, Lästereien.
Von: Alex
[ Kommentare: 5 ]

Auch wenn die ZDF-Reportage “Flucht vor dem Winter” schon älter ist und schon mehrmals gelaufen ist, ich habe sie am Sonntag erstmals im ZDF-Infokanal gesehen und eine diebische Freude dabei gehabt, da alle Klischees erfüllt worden sind, die man landläufig mit deutschen Campern in Verbindung bringt. Leider habe ich keine Aufnahme mehr machen können, weshalb ich alles aus dem Kopf zusammenkramen muss:

Ein Rentnerehepaar aus dem Thüringen kommt auf dem Campingplatz Ondo Azzurra in Kalabrien (an der Stiefelspitze Italiens) an, dort werden sie von Platzwart Dieter, der breitestes Hessisch schprischt, exakt in ihre Parzelle eingewiesen, ehe sich die Frau in einer ersten Unterhaltung erkundigt, ob auf dem Platz vorwiegend Deutsche Dauercamper wohnen oder ob auch Ausländer wie die Italiener dort wohnen. Gemischt sei das Klientel, allerdings seien es doch über 90% Deutsche. Großartig. Die Nachbarn sind zufälligerweise aber doch Deutsche, Boris und seine Frau – ebenfalls Hessen – helfen sofort beim Aufbau des Vorzelts des Wohnmobils, ehe Boris und seine Frau zurück zum eigenen Wohnmobil gehen und Asko, der deutsche Schäferhund, aus dem Zusatzanhänger befreit wird. Der Hund muss allerdings angeleint werden, so ist es Pflicht. Die Frau verschwindet zum Kochen, Boris schürt den Grill an.

Einen Adapter für den Stromanschluss in Italien hat der Neue selbstverständlich, auch wenn der Platzwart nachfragen muss, als der Nicht-Camper, Dieter merkt so was sofort, mit seinem Stecker kommt und sich erkundigt, wie weit die Leitung abgeschirmt ist. Einen Wasseranschluss gibt es nicht, der Tank muss mit dem Schlauch jeweils aufgefüllt werden. Für Camper aber kein zusätzlicher Umstand und Teil der täglichen “Arbeit”, wie es Boris nennt.

Die Frau kocht im Extra-Zelt, auch Koch-Zelt genannt, da die Essensgerüsche im Wohnmobil auf Dauer schon stören. Bei den Urlaubern ist das so, bei Boris und seiner Frau nicht. Es gibt Gulasch mit Kartoffeln und Blaukraut, das natürlisch bei Boris und soinä Fraa Rotkohl heißt. Hier philophiert der Chef-Soziologe Boris erstmals über die Unterschiede zwischen deutscher und italienischer Küsche und seine eigenen Vorlieben. Acht von zehn Essen mag er nicht, aber verschneubt (= vernäscht) sei er nicht, wie mansche übä ihn behaupten. Drei Wochen könne man das Essen der Italienä aushalten, so ä Pizza oder ämal Spaghetti, das geht, aber auf Dauer könnte er dieses Essen nicht ertragen, schon gar nicht neun Monate lang, so lange bleiben Boris und seine Frau nämlich in Kalabrien, um der deutschen Kälte zu entfliehen. Wegen der Gesundheit seien sie hier, weiß Boris’ Frau. Dazu deutsches Bier, so lässt es sich leben, 100 Meter Luftlinie vom Mittelmeer entfernt.

Einmal im Monat machen die Besitzer von Motorrollern und Motorrädern einen gemeinsamen Ausflug, dieses Mal fährt Alt-Rocker Boris, ein großer Motorrad-Fan, mit seinem Trike voraus, ein ZWeirad darf er wegen seines Rückenleidens nicht mehr fahren. Vorteil: Mit dem Trike kann der Hund im Anhänger mitkommen. Nach einer Klosterbesichtigung wird auf einem Parkplatz Picknick gemacht, der Hund hat Freilauf, Hilde hat den Kartoffelsalat gemacht und auch Frikadellen (so wurden die halt von der Gruppe genannt), Schnitzel und andere deutsche Vespereien durften nicht fehlen. Im Gegensatz zu den Italienern, dieses Mal liefert Boris’ Frau die soziologische Analyse, packen die Deutschen aber immer ihren Müll wieder ein und lassen es nicht in der Natur liegen, damit es irgendjemand wieder einsammelt.

Zurück am Campingplatz geht es um das Restaurant am Campingplatz, das normalerweise im Winter geschlossen hat, für die Dauercamper aber dennoch seine Pforten öffnet. Boris, bekanntermaßen kein Freund der italienischen Küsche, palavert wieder über Nudeln und das Essen des Italieners, als er seinen granadiosen Einfall in die Tat umsetzen will, dem Koch mal beizubringen, wie er zumindest ein- oder zweimal pro Woche so kocht, dass es auch den Deutschen schmeckt, da der Deutsche ja, was das Essen betrifft, nicht ganz einfach ist, wie Boris weiß. Boris und seine Frau marschieren also in Absprache mit dem Besitzer in die Küsche und schlagen dem Italo vor, gedolmetscht durch den italienischen Platzwart-Gehilfen, ob die Frau nicht dem Italo mal zeigen soll, wie der Deutsche, der ja so heikel ist, auch im italienischen Kalabrien auf seine Kosten kommt. Italo, der so heißt, zeigt sich, das verrät sein Gesichtsausdruck, völlig begeistert und bekommt schon bald Nachhilfe-Unterricht im Kochen. Pommes aus der Tüte werden gebacken, da der Deutsche zum Schnitzel nur Pommes mag und sonst nichts, dazu werden Schnitzel geklopft und paniert und anschließend mit Käse überbacken oder mit Champignon-Soße zugedeckt. Der Deutsche ist zufrieden und Italo ist keine abfällige Bezeichnung Boris’ für den Koch, sondern der Spaghetti-Koch heißt tatsächlich so. Das kommt aber auch erst jetzt raus.

Auf dem Campingplatz hat alles seine deutsche Ordnung, von zwölf bis drei ist Mittagsruhe und kein Auto darf über den Platz fahren, der Platzwart schneidet die Olivenbäume, weil das die deutschen Urlauber so wollen, der Luxus-Camper aus Garmisch spricht über Neid und sein riesiges Wohnmobil inklusive Smart-Garage, während er vollautomatisch die völlig natürliche Kacke aus seinem Gefährt ablässt, das keine blaue Chemie braucht wie die Domizile der anderen Camper.

Auf dem Markt in der 20 Kilometer entfernten Stadt wird eingekauft, damit Boris sein deutsches Essen nicht nur einmal wöchentlich im Restaurant bekommt. Angesprochen von einem italienischen Käsehhändler, der seine Spezialitäten verkaufen will, erzählt Boris aber dem Reporter, dass er Käse schon mag, dass ihm aber ein Gouda lieber ist. Italienischer Käse schmeckt ihm nicht, am liebsten mag er sowieso den hessischen Handkäse. Mit anderen deutschen Dauercampern, die Boris und seine Frau auf dem Markt treffen, erkennen sie wieder den typischen Italiener, der seinen Dreck einfach liegen lässt wie der Händler, der seinen Stand abgebaut, aber den Dreck zurückgelassen hat.

Die Krönung ist dann der wöchentliche Tanzabend, bei dem die deutschen Rentner richtig abgehen. Boris legt seine deutschen Schlagerschnulzen auf, zu dem die Senioren das Tanzbein schwingen, als der Holzmichl noch lebt, erreicht die Stimmung ihren Höhepunkt. Einmal im Jahr geht es dann mal zurück nach Deutschland, um dort nach dem Rechten zu sehen.

Eine herrliche Reportage, die leider nicht in der ZDF-Mediathek vorhanden ist. Dieser Forumseintrag war das einzige positive Suchergebnis. Wer das Video findet, soll den Link einfach in den Kommentaren verewigen.


Hat es doch gefunkt?
Montag, 26. Januar 2009, 21:49 Uhr unter Fernsehen.
Von: Alex
[ Kommentare: 8 ]

Frank Lehmann, der Titelheld aus Sven Regeners Roman Herr Lehmann, wird in diesem Jahr 50 Jahre alt, schließlich ist er am Tag des Mauerfalls 1989 30 Jahre alt geworden und das ist auch schon wieder zwei Jahrzehnte her. Egal. Im Roman verliebt sich Frank Lehmann in Katrin Warmers, die Köchin der Markthallenkneipe, mit der er sich vorher darüber streitet, warum man bis abends frühstücken kann, aber um halb zwölf kein Schweinebraten fertig ist. Die Liebe ist nicht von großer Dauer und Katrin brennt mit Kristall-Rainer durch… So war Herr Lehmann alleine, weil auch Karl ein anderer war und die Kreuzberger Kneipenwelt mit dem Mauerfall nicht mehr die gleiche war.

Im Moment läuft auf RTL Rach, der Restauranttester und Sternekoch Christian Rach ist zu Gast in der Berliner Szene-Kneipe conmux in Friedrichshain. Das könnte locker das Einfall in Kreuzberg aus Herr Lehmann sein: Der Inhaber ein Freak, die Belegschaft eine Familie, die sich nirgends wohler fühlt. Schon eine liebenswerte Kneipe. Leider war das ganze vor Rachs Besuch ein Dreckloch und ziemlich verschnuddelt, so habe ich mir das Abfall vorgestellt, die Kneipe gegenüber vom Einfall. Ich habe mich schon vorher an Herr Lehmann erinnert gefühlt, was mich aber total begeistert hat, war der Name der Köchin.

frau-lehmann
Bildschirmfoto: RTL

Es passt großartig… Fehlt nur noch Frank. Toll, was bei der Renovierung entstanden ist.


Martin Schmitt ist echt eine arme Sau
Freitag, 2. Januar 2009, 22:11 Uhr unter Fernsehen, Sport.
Von: Alex
[ Kommentare: 6 ]

Martin Schmitt tut mir echt leid. In den letzten Jahren war er völlig verunsichert und ist der Weltspitze hinterhergesprungen, dennoch haben die übertragenden TV-Sender immer so getan, als könne Schmitt mit einem guten Sprung endlich alles vergessen machen und wieder an frühere Topleistungen anknüpfen. Die Kehrseite war, dass die Krise allgegenwärtig thematisiert wurde und Schmidt schon schlecht geredet wurde, ehe es zum ersten Mal geschneit hat. Es wurde fleißig spekuliert, an was es liegen könnte, meist war das auch die erste Frage an Martin Schmitt, wenn ihm wenige Sekunden nach der Landung das RTL-,  ARD- oder ZDF-Mikrophon ins Gesicht gedrückt wurde.

Dieses Jahr ist Martin Schmitt unter dem neuen Bundestrainer Werner Schuster wieder auf dem Weg in die Weltspitze, schon überschlagen sich die Journalisten an den Schanzen wieder und tun so, als könnte Martin Schmitt Simon Ammann, Wolfgang Loitzl und Gregor Schlierenzauer mal eben in Grund und Boden springen. Martin Schmitt muss gewinnen, damit das Skispringen wieder den Stellenwert bekommt, den es zu Sven Hannawalds und Schmitt Topzeiten einnahm. Kaum feiert Schmitt wieder vorsichtige Erfolge, stehen die Milka-Jubler wieder im Zielraum und sind dann enttäuscht, wenn Schmitt die Vier-Schanzen-Tournee nicht gewinnt.


Abschied von TV-Stars
Dienstag, 16. Dezember 2008, 0:27 Uhr unter Fernsehen.
Von: Alex
[ Kommentare: keine ]

Schauspieler Horst Tappert ist tot. Derrick war eine der ersten TV-Krimis, die ich regelmäßig anschauen durfte. Irgendwann waren mir die Fälle von Oberinspektor Derrick und Harry Klein aber zu langweilig, was aber vor allem an den merkwürdiger werdenden Drehbüchern lag. Seine in meinen Augen großartigste Rolle hatte Tappert aber in dem auch heute noch großartigen Dreiteiler Die Gentlemen bitten zur Kasse, in dem er einen der britischen Postzugräuber spielte. Einer der besten Fernseh-Mehrteiler. Die DVD muss ich mir endlich mal zulegen. Horst Tappert starb am Samstag im Alter von 85 Jahren.

Auch Sigi Harreis ist diese Woche gestorben. Hund, Katze, Maus, die Montagsmaler waren einfach großartig. Sigi Harreis wurde 71 Jahre alt.


Ein Salami-Spielplan, der auf die Fans scheißt
Sonntag, 2. November 2008, 14:58 Uhr unter Bundesliga, Fernsehen, Fußball.
Von: Alex
[ Kommentare: 4 ]

Hauptsache, die DFL und die Clubs können den großen Reibach machen und vom Fernsehen ein paar Euros mehr fordern. Fünf verschiedene Anstoßzeiten, freitags um 20.30 Uhr, samstags um 15.30 Uhr und um 18.30 Uhr und sonntags um 15.30 Uhr und um 17.30 Uhr. Auf die, die ins Stadion fahren, ist dabei geschissen. Mit dem Zug könnten Fans beispielsweise nur fahren, wenn die Bayern am Samstagnachmittag spielen, die vier anderen Termine zwingen zur Anreise mit dem Auto. Großartig. Die DFL hat festgelegt, dass beim Topspiel am Samstagabend, das parallel zur Sportschau laufen soll, um dem Pay-TV mehr Exklusivität zu garantieren, jeder Club maximal sechs Mal antreten muss, beim Quotengarant Bayern München darf man aber davon ausgehen, dass das voll ausgeschöpft wird. Super. Bei 17 Heimspielen werden also einige am Samstagabend stattfinden, andere am Sonntag, ich bin begeistert. Den Fans der anderen Teams wird es nicht anders gehen und die DFL mit ihren Funktonärspupsern denkt vor lauter Geldschinderei nicht mehr an den Sport und seine Anhänger. Die Fans im Stadion machen den Speck eben nicht fett…

Vergessen ist damit die Initiative Pro 1530 – Ohne uns kein Kick. Statt drei verschiedener Anstoßzeiten sind es also in Zukunft fünf und wir sollen das ganze Wochenende mit Fußballglotzen vor dem Fernseher verbringen. Da ist die Stimmung auch viel besser als im Stadion.

Fehlt nur noch, dass nicht Premiere, sondern ein anderer Bieter die Rechte bekommt, dann ist Bundesliga wieder so exklusiv wie zu arena-Zeiten.



Ein paar Einwürfe
Mittwoch, 29. Oktober 2008, 22:37 Uhr unter Bundesliga, FC Bayern, Fernsehen, Fußball, NM / International.
Von: Alex
[ Kommentare: 3 ]

Die DFL schreibt die Bundesliga-Rechte nach dem gescheiterten Sirius-Deal neu aus und plötzlich scheint die Bundesliga davon zu profitieren. Disney drängt mit seinem Sportsender ESPN auf den deutschen Markt und will Premiere die Rechte streitig machen. Das hoffe ich als Premiere-Kunde natürlich nicht, Premiere wird mit einem Konkurrenten im Nacken aber deutlich mehr bieten müssen. Herr Murdoch wird sich bestimmt ins zeug legen, dass Premiere nicht ein zweites Mal als Verlierer aus dem Wettbieten rausgeht. Mit Premiere hat die DFL einen zuverlässigen Partner, meine Meinung zu möglichen neuen Pay-TV-Anbietern habe ich oft genug hier geäußert. Die einen fangen bei Null an, die anderen haben einen sicheren Kundenstamm. Die Pleite mit den Spaßmachern von arena sollte Warnung genug sein.

Michael Ballack scheint die längste Zeit Kapitän der Nationalmannschaft gewesen zu sein. Nach seinem merkwürdigen Rundumschlag gegen Jogi Löw in der FAZ steht das klärende Gespräch zwar noch aus, Kontakt haben die beiden, Ballack hat sich auch schon entschuldigt, aber seine Demission scheint festzustehen. Philipp Lahm, Miro Klose und Bastian Schweinsteiger sind wohl die Favoriten auf die Nachfolge. Erst auf den Putz hauen und dann den Schwanz einziehen. Was wollten Frings und Ballack jetzt eigentlich?

Anatolij Tymoschtschuk von Zenit St. Petersburg ist offenbar weiterhin der absolute Wunschspieler der Bayern, ein Transfer ist schon im August in letzter Sekunde gescheitert, weil der Gazprom-Club nicht wollte. Jetzt wird ein Transfer in der Winterpause angestrebt. Ob ein defensiver Mittelfeldspieler allein die Abwehrprobleme behebt? Ich kann nicht ganz nachvollziehen, dass quasi die gleiche Abwehr, die in der abgelaufenen Saison mit nur 21 Gegentoren in 34 Spielen einen neuen Rekord aufgestellt hat, nun schon 16 Gegentore in zehn Spielen zugelassen hat. Gegen Frankfurt wurde heute nach einem Rückstand noch gewonnen, das Gegentor haben die Bayern allerdings selbst gemacht. Laut Radio-Reportage war Frankfurt zwar kampfstark, aber letztlich harmlos. Bei Bayern wird dieses beschissene Gerede vom “Dusel” wieder bemüht, Hoffenheim feiert man für den gleichen Kampfgeist. Hoffentlich muss nicht Mark van Bommel weichen, unsere Kampfsau brauchen wir weiterhin.

Die Hammermeldung der Woche kommt aber aus Argentinien. Diego Maradona wird neuer Nationaltrainer der Albiceleste, der argentinischen Nationalmannschaft. Eine echte Sensation, Maradona auf der Trainerbank. Allerdings hat Maradona noch Carlos Bilardo als Teammanager im Rücken. Bilardo war 1986 Trainer, als Argentinien mit einem unglaublichen Maradona Weltmeister wurde. Ich bin gespannt, wie sich Diego Maradona in dieser Position macht.

Ein schöner und vor allem lustiger Abschluss: Große Zitate großer Fußballer.


Dittsche, 42.Kalenderwoche 2008
Sonntag, 19. Oktober 2008, 12:51 Uhr unter Dittsche, Fernsehen.
Von: Alex
[ Kommentare: keine ]

Chefivisite am Samstagabend, Dittsche begrüßt den Kröten-Hugo. Dittsches Haare sind deutlich zu lang, er nennt es einen Herrenwinker, was ihm da bogenförmig von der Schläfe weghängt. Seinen Hobel nimmt Dittsche als Preis an und er züllt die erste Flasche Bier fast auf einen Zug leer. Die Verperlung ist deutlich hörbar.

Kargers Sparbuch, das letzte Woche spurlos verschwunden war, ist wieder aufgetaucht. Nur hat es Onusait nicht ihm, sondern Karger direkt gegeben, es herrscht deshalb mal wieder Funkstille zwischen Dittsche und Karger. Die Buddel Bier sehe aus wie der Fernsehpreis von Reich-Ranicki, meint Dittsche und kommt zu einem anderen Thema:

Tatort-Kommissar Peter Sodann wird Bundespräsident, teilt Dittsche dem ungläubigen Ingo mit, Ronald Reagan sei schließlich auch Präsident gewesen. Wir bräuchten einen Weltpolizist, Ingo reicht aber Rolf Köhler, er ist sich nur nicht ganz sicher mit dem Vornamen, sie einighen sich dann doch auch Horst. Arnold Schwarzenegger ist ein Terminator, Reagan war ein Cowboy und jetzt brauchen wir auch so einen. Die Deutschen brauchen einen Kommissar, der das Land kommissarisch leitet. Das Wort hätte er mal gehört.

Kurt Beck wurde vom Politiker zum Schauspieler, Sodann vom Schauspieler zum Politiker, das sei in der Finanzkrise nötig. Das Paket wurde geschnürt, das sei ziemlich groß, ein Lkw reiche da nicht aus und wenn Gelder in den Markt gepumpt würden, sei das mit den Rohren ziemlich aufwändig. In den Banken-Kellern gebe es die nötigen Anschlüsse. Das alles werde Peter Sodann mit seinem Dezernat begleiten.

Damit das Riesenpaket nicht auffällt, wird es getarnt. Der größte Plüsch-Hase der Welt… bidde, bidde, bidde …der ist ausgestopft mit Geld, das Foto war in der Bild-Zeitung. Sodann braucht in seiner Truppe verschiedene Leute, z.B. Eisbär Knut, der eh ein bisschen einsam sei. Sodann wohnt in der Villa Hammerschlag, Hammerschmidt verbessert Ingo, und klärt über Hammerschlag als Lackierung auf. Dittsche beharrt auf Hammerschlag, das sei ein Eigenname und der könnte auch Villa Holzwurm sein, das müsse dem Japanesen ja nicht übersetzt werden. Eisbär Knut wird als reiner Schnüffler mit seiner Prokatnase aus Holzleder angelernt, hier muss Dittsche über seinen eigenen Schwachsinn lachen und verschluckt sich. Knut kann dann Pfandbriefe erschnüffeln wie die Drogenhunde und heult bei einem Fund auf wie Chewbacca aus Schtaa Waas. Wenn der Stoffhase mit den 500 Milliarden aus Italien gebracht wird, machen sie das auf dem Weg über die Alpen wie Hannibal Lecter. Ingo ist entsetzt und versucht, Dittsche den Unterschied zwischen Hannibal und Hannibal Lecter zu erklären. Dittsche lässt sich aber nicht davon abbringen, Lecter hat im Film noch eine Maske aus Elefantenhaut aufgehabt. Wenn der Hase mal an einer geplatzten Stelle einen Pfandbrief verliert, ist das unser Geld, daher müsste das der Knut erschnüffeln. Jan Ullrich könne vorausfahren, Karl Lagerfeld als reiner Näher könnte die Löcher flicken.

Im Weltall rieche es nach heißem Eisen und angebranntem Steak, will Dittsche gelesen haben. Wir befinden uns mit unserer Erde in einem riesigen Rind und wir bewegen uns durch die Verdauungsapparatur des Rindviechs. Der Geruch kommt vom aufgesetzten Brandzeichen. Auerochse mit zwei Buchstaben im Kreuzworträtsel, Ur, bidde, bidde, bidde, wenn die Erde in ein paar Jahren verdaut ist, gibt es den Urknall, wenn das Ur furzt. Dann geht alles wieder von vorne los. Ingo lacht Dittsche aus und ist froh, dass in dem Rindermagen wenigstens eine Lampe aufgehängt worden ist. Ingo fragt sich, wie und wer das dort oben riechen sollte.

Die spartanische Ausstattung eines Null-Sterne-Hotels in St. Gallen will Dittsche auf den Imbiss übertragen, man könnte beispielsweise Schlafsäcke an die Wand nageln. Wie das mit dem Klo funktionieren soll, weiß er nicht, auch Ingo erschließt sich nicht, wer dafür Geld bezahlen sollte, im Imbiss an der Wand zu hängen. Schildkröte soll das Schild machen, der hat aber Feierabend. Zur Probe könnte man ja erstmal Müllsäcke nehmen und innen ausmuggeln.

Eine Weltfolge voller Schwachsinnsideen. Wiederholungen heute im NDR (23.45 Uhr), morgen in der ARD (0.20 Uhr) oder als Podcast beim WDR.


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