|
Warum singt die Nationalmannschaft nicht mehr? |
Donnerstag, 27. Mai 2010, 12:27 Uhr unter Fußball, Kultur, NM / International. Von: Alex [ Kommentare: 1 ]
|
|
Als ich noch ein Bübchen war, war das Tradition: Die deutsche Nationalmannschaft nimmt vor einer WM gemeinsam ein Lied auf, das dann rauf- und runtergespielt wird, damit es jeder mitsingen kann. 1974 war es Fußball ist unser Leben, 1978 wurde mit Udo Jürgens Buenos Dias Argentina gesungen. Für die WM 1982 in Spanien hat Michael Schanze mit unserer Nationalmannschaft den fiesen Ohrwurm Olé España eingesungen. Bei meiner ersten WM, die ich bewusst miterlebt habe, war Mexico mi amor mit Peter Alexander (tolles Video, auch wenn die Qualität sehr schlecht ist) der Dauerbrenner, ehe es – das ist ja fast ein echter Delling – mit Udo Jürgens vom Dauerbrenner auf den Brenner ging. Wir sind schon auf dem Brenner hat auf jeden Fall Glück gebracht, was man von Far away in America (1994) nicht behaupten kann. Das Lied mit Village People war aber auch echt schlecht.
Zugegeben, es ist inzwischen nur schwer vorstellbar, dass Mesut Özil, Tim Wiese und Lukas Podolski mit ihren Mannschaftskameraden mit deutschen Schlagersängern Lieder aufnehmen, aber wenn die so ein Lied wie das von Oliver Pocher vor vier Jahren gemeinsam aufnehmen, ist das doch nicht so schlimm, wie wenn alle gemeinsam mit Xavier Naidoo vor dem Brandenburger Tor schluchzen, wie schwer und steinig alles ist. Für Südafrika hätte sich Howard Carpendale geradezu angeboten. Was für eine verpasste Chance… Hello again, Deine Spuren im Gras, Tür an Tür mit Jogi.
|
|
Kuranyi darf nicht nach Südafrika |
Montag, 3. Mai 2010, 15:27 Uhr unter Fußball, NM / International. Von: Alex [ Kommentare: 6 ]
|
|
Darauf hätte ich wetten können, leider wurde die Wette nicht angeboten. Das war sonnenklar, dass Joachim Löw Kevin Kuranyi nicht mit zur WM nimmt. Jogi ist eben der Chef und der Chef entscheidet. Das muss man auch dann nicht verstehen, wenn die Begründung eher merkwürdig ist. Er verzeiht ihm natürlich großherzig, wie er ist, das kann er jetzt auch leicht sagen. Wieso hat er öffentlich so getan, als würde er tatsächlich über ihn nachdenken? Das hätte er sich gleich sparen können. Ich mag den Kuranyi nicht, aber seine Leistung über die gesamte Saison war mit 18 Toren so gut, dass er neben Stefan Kießling der zweitbeste deutsche Stürmer der Liga ist. Miroslav Klose würde ich auch mitnehmen, und selbst, wenn Mario Gomez in den letzten Wochen eher dürftige Leistungen geboten hat, als er spielen durfte, ist er mir lieber als Lukas Podolski, der beim Bundes-Jogi einen schweren Stein im Brett haben muss, mit zwei Toren und mäßigen Leistungen (außer gegen seinen Ex-Club Bayern) hat er sich für Kuranyis Platz vor dem Fernseher mehr als empfohlen. Danebenbenommen hat er sich mehr als Averell, Stammspieler ist er trotzdem. Der Löw’sche Schlingerkurs eben. Das Palavern vom Leistungsprinzip ist inzwischen so lächerlich, Torsten Frings bleibt auch daheim, während andere dabei sind. Mitfährt, wer brav “Ja” und “Amen” sagt und/ oder eine Nase hat, die Löw, Flick und Köpcke gefällt. Oliver Kahn wurde einst auch was von einem Zweikampf auf Augenhöhe erzählt, dessen Ausbootung war aber ebenso vorhersehbar. Damals war zwar der Bäcker aus Göppingen am Ruder, dessen Linie fährt der Jogi aber weiter.
Traurig, eigentlich sollten die Besten in der Nationalmannschaft spielen… Eigentlich. Früher war das so.
|
|
Jogi Kuschelweich und Podolski |
Donnerstag, 4. März 2010, 15:15 Uhr unter Fußball, NM / International. Von: Alex [ Kommentare: keine ]
|
|
Was darf sich der Podolski noch erlauben, ehe er mal einen Denkzettel bekommt und daheim bleiben darf, während die anderen zur Nationalelf fahren. Eine Torflaute haben viele Stürmer mal, ganz gleich, ob sie Rudi Völler, Jürgen Klinsmann, Luca Toni oder Roy Makaay heißen, aber schlechtes Benehmen und Ausraster in der Öffentlichkeit sollten irgendwann Grenzen haben. Vor nicht ganz einem Jahr hat der von sich selbst am meisten überschätzte Podolski seinem Kapitän Ballack auf dem Platz eine geschmiert, weil der es gewagt hatte, ihm taktische Anweisungen zu geben. Eigentlich schon Grund genug, den deutschen Wunderstürmer mal aus dem Kader zu streichen, aber Jogi Kuschelweich hat ein Auge zugedrückt. Gestern durfte Podolski gegen Argentinien von Anfang an ran, hat mäßig gespielt (wie der Rest der Mannschaft auch) und anschließend fast einen Reporter tätlich angegriffen, weil er sich von dessen Frage provoziert fühlte. Wäre er nicht von anderen zurückgehalten worden, hätte er vielleicht nach mehr geschlagen als nach dem Handy. Dazu die rüden Frustfouls auf dem Platz, die er sich immer wieder leistet…
Aber Jogi bleibt seinen Lieblingen gegenüber weich, was ich nicht nachvollziehen kann. Averell Kuranyi verließ einst beleidigt das Stadion und flog für immer aus der Nationalmannschaft, Thorsten Frings wurde aussortiert und bekam früh die WM-Absage, weil er sich über den Stil seiner Nichtberücksichtigung geärgert hatte und Podolski darf tun und machen, was er will, er wird nicht rausgeschmissen, er bekommt ein Rüffelchen, weil seine Enttäuschung natürlich nachvollziehbar sei. Bedenklich, wenn man seit Klinsis Amtsantritt ständig etwas vom Leistungsprinzip faselt und alles immer ganz genau beobachten und auf den Prüfstand stellen will. So macht man sich unglaubwürdig.
|
|
Hat sich Bierhoff verzockt? |
Freitag, 5. Februar 2010, 7:13 Uhr unter Fußball, NM / International. Von: Alex [ Kommentare: 2 ]
|
|
Um Löw, Köpke und Flick wäre es zwar schade, weil sie bei der Nationalmannschaft gute Arbeit leisten, aber auch diese Herren sind zu ersetzen. Seit Jürgen Klinsmann 2004 übernommen hatte, nehmen sich die Bundestrainer mit ihrer ganzen Entourage etwas arg wichtig. Da hat es einen Nationalmannschaftsmanager gebraucht, weswegen Oliver Bierhoff seitdem den Oberwichtigtuer und Fußballweisen gib und meint, überall ein Mitspracherecht haben zu müssen, manchmal schien es geradezu so, als wäre der deutsche Fußball ohne Klinsmann, Löw und ihre berühmte Philosophie am Ende. Bierhoff ist davon offenbar wirklich überzeugt, anders sind die vermessenen Forderungen im Rahmen der Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung nicht zu erklären, wenn sie denn in diesem Umfang stimmen. Ein ganzes Jahresgehalt will er für jeden einzelnen als Belohnung für die Unterschrift. Nicht schlecht. Dazu das Kompetenzgerangel, bei dem fast so scheint, als wollte Bierhoff die Nationalmannschaft aus dem Einflussbereich des DFB ausgliedern und selbst entscheiden, wer im Falle des Falles Nachfolger von Löw wird. Das DFB-Präsidium hat die Verhandlungen auf einen Termin nach der WM vertagt, Bierhoff wird erstmal geschluckt haben, die Frisur sitzt aber noch. Perfectly You! Vielleicht bezahlt ihm Wella ja die goldene Nase, wenn er sie sich jetzt noch nicht leisten kann.
Sollte es auch nach der Weltmeisterschaft keine Einigung geben, geht das Leben auch ohne Löw & Co & Co weiter. Der deutsche Fußball wird es verkraften.
|
|
Der Nutella-Fluch |
Samstag, 13. Juni 2009, 13:08 Uhr unter Fußball, Lästereien, NM / International. Von: Alex [ Kommentare: 4 ]
|
|
Regel #1 für deutsche Nationalspieler: Drehe nie einen Spot für Nutella…
Andreas Hinkel und Benni Lauth hat es zuvor schon getroffen, dann hat sich Kevin Kuranyi auf die tzu lange Tzunge gebissen und nicht wahrhaben können, dass zu viele besser sind als er. Unglaublich, dass man ihn, den besten deutschen Stürmer aller Zeiten, nicht mit einem Stammplatz hofiert hat. Ein bisschen tussig ist er dann beleidigt weggerannt und hat so seine Karriere in der deutsche Nationalmannschaft wenig ruhmreich beendet. Arne Friedrich ist noch dabei, Marcel Jansen ebenfalls, aber auch Tim Borowski – von Klinsmann einst Ballack-Backup genannt – ist schon lange nicht mehr Nationalspieler. Erste Anzeichen für den Nutella-Fluch.
Nachdem Kuranyi und Borowski nicht mehr die Stützpfeiler der deutschen Nationalmannschaft sind, musste ein neuer Spot her, die Auswahl, die Ferrero getroffen hat, war schon komisch: Der Hoffenheimer Tobias Weis wurde nach dem ersten Länderspiel in der Hoffenheim-Hurra-Phase gleich zum Nutella-Spieler befördert, dazu kamen noch der Leverkusener Simon Rolfes und die Schalker Manuel Neuer und Jermaine Jones.
Nutella darf bald wieder zum Dreh bitten. Jermaine Jones, dieses ebenso verkannte Fußball-Genie, dieser Sympathieträger der deutschen Fußballfans, die Sportlichkeit in Person, ist kein deutscher Nationalspieler mehr. So richtig war er es auch nie, zumindest nicht in der A-Mannschaft. Drei Freundschaftsspiele, verschmäht bei der tollen Asienreise. Genug für den Schalker Superstar… Er ist beleidigt und spielt in Zukunft für die USA. Ein wahrlich großer Verlust.
Mein Vorschlag als Nachrücker: Pudel Lehmann, der beste Torwart aller Zeiten, schließlich faselt der immer wieder mal von der WM im nächsten Jahr. Gerüchten zufolge hat Kuranyi übrigens einen Vertrag mit Nusspli abgelehnt…
|
|
Zum Fremdschämen! |
Samstag, 30. Mai 2009, 7:48 Uhr unter Fußball, NM / International. Von: Alex [ Kommentare: 3 ]
|
|
Wenn ein Fußballspiel der deutschen Nationalmannschaft, für das man sich eigentlich nur schämen kann, mit dem der Bundespflegelotionswerber Jogi Löw nicht “umfänglich zufrieden” (was immer das beim Schönreden wirklich zu bedeuten hat), am Ende trotzdem sprichwörtlich als Erfolg verbucht werden kann, geht es leider um das liebe Geld.
Der Termin war scheiße, die Ausgangsposition dümmer als dumm: 17 Stammspieler fehlten, weil Werder Bremen und Bayer Leverkusen heute da DFB-Pokalfinale spielen, Michael Ballack in England ebenfalls ein Finale spielt und andere Spieler (u.a. Klose) verletzt abgesagt haben. Eine Rumpftruppe ist nach Fernost geflogen, längst vergessene Pfeifen durften somit mitfliegen und Löw meint das hoffentlich nicht ernst, dass alle, die jetzt mitkommen durften, auch eine Perspektive für die WM 2010 haben. Der Kick war so peinlich, dass ich mir das Elend nicht bis zum Ende anschauen konnte; gegen Huth und Co. war der FC Bayern dieses Jahr ein Abwehrbollwerk. Ohne Enke und eine gehörige Portion Glück hätte Deutschland nicht glücklich 1-1 gegen den Fußballriesen China gespielt. China war bisher einmal für eine WM qualifiziert. 2002 als Gastgeber. So wie Südafrika im nächsten Jahr.
Wenigstens war das überflüssige Spiel, das den DFB über-flüssig machen soll, am Nachmittag und es haben nicht so viele Leute zugeschaut. Die Chinesen sind mit so einem Schrott offenbar zu begeistern und kaufen jetzt wie bescheuert DFB-Trikots von Schweinsteiger, Lahm und Ballack, TV-Rechte und Fähnchen.
Heute fliegt der Rumpf-Tross nach Dubai, weil superreichen Öl-Scheichs auch egal ist, für was sie ihr Geld ausgeben. Ich schaue mir das Spiel bestimmt nicht an, das sind keine Länderspiele, das hat einen sportlichen Wert wie Bierzeltboxen.
|
|
Podolski ist maßlos überschätzt |
Donnerstag, 2. April 2009, 20:41 Uhr unter Fußball, NM / International. Von: Alex [ Kommentare: 9 ]
|
|
Lukas Podolski ist völlig überschätzt, aber meisten wahrscheinlich von sich selbst. Mit dem unsäglichen Gejammer hat Podolksi beim FC Bayern früh angefangen, als er als Medien-Topstar der WM 2006 nach München kam, aber dort nicht die Leistungen zeigte, die nach dem überstrapazierten Sommermärchen von ihm erwartet wurden. Stattdessen fand er sich auf der Bank wieder, weil seine Leistungen weit hinter den Erwartungen zurück blieben. Im Sommer ist er endlich weg und darf beim 1.FC Köln wieder den Super-Megastar geben, dem alle Honig ums Mal schmieren und zu Füßen liegen.
Was er sich gestern mit seiner Ohrfeige gegen Ballack im Länderspiel gegen Wales geleistet hat, spricht Bände. Über Podolksi, aber auch über die ganze Gel-Fraktion, denen Luxus, Aussehen und Lifestyle alles zu bedeuten scheint. Respekt kennen die meisten von denen nicht mehr. Weder vor dem Trainer, noch vor älteren Mitspielern, die schon etwas erreicht haben in ihrer Karriere. Wer mit 20 schon Millionen verdient, muss sich ja als Superstar fühlen, der sich von niemandem mehr etwas sagen lassen muss, auch nicht vom Kapitän. Sein Verhalten gegenüber Michael Ballack war unter alle Kanone, dass der DFB und Joachim Löw nicht mit einer saftigen Strafe reagieren, finde ich sehr merkwürdig. Dass Ballack auf dem Platz nicht auf Podolski losgeht, ist klar, in der Kabine hat er ihn aber hoffentlich an die Wand genagelt. Verbal. Zumindest hätte ich das Podolski gewünscht. Mit Löw und Bierhoff wird da nichts passieren, aber mit einem Kapitän Paul Breitner, Lothar Matthäus oder Matthias Sammer hätte das unser Kölner Schnösel nicht gemacht. Selbst wenn sich Ballack durch sein eigenes Verhalten gegenüber Löw, das auch respektlos war, angreifbar gemacht hat, was Podolski gemacht hat, geht nicht, schon gar nicht nach sein kläglichen Vorstellung gegen Wales. Ballack hat nämlich gezeigt, was er kann. Seine Tore gegen Liechtenstein und Wales waren großartig.
Wenn Klose wieder fit ist und Gomez in der Liga weiter seine super Leistungen bringt, wird sich Superstar Podolski hoffentlich auch bei der NM dort wiederfinden, wo er beim FC Bayern die letzte Zeit verbracht hat. Auf der Bank.
|
|
Was war denn das für ein Publikum in Leipzig? |
Samstag, 28. März 2009, 21:49 Uhr unter Fußball, NM / International. Von: Alex [ Kommentare: 1 ]
|
|
Da spielt Deutschland souverän, wenn auch mit wenig Glanz, gegen Liechtenstein, es fallen schöne Tore – mit einem wunderbaren Volleytor von der Strafraumgrenze – und dennoch wird gepfiffen, weil den Ossis Leipziger Fußballfans vier Tore zu wenig sind. Gehen die mit der Erwartung ins Stadion, mehr als zehn Tore zu sehen, weil der Fußballzwerg Liechtenstein zu Gast ist? Die Jungs aus dem Fürstentum, von denen die wenigsten Profis sind, wehren sich tapfer, das sollte man vielleicht auch mal honorieren, ehe man pfeift. Nach 20 Minuten wurde erstmals Unmut laut, obwohl es da schon 2-0 stand. Mario Gomez bei jeder Torchance auszupfeifen, wenn der Ball nicht reingeht, ist dann aber richtig assi.
Event-Publikum… Leider werden die Pfiffe auch noch in Schutz genommen und erklärt.
|
|
Welche Nationalelf darf es denn sein? |
Sonntag, 21. Dezember 2008, 1:41 Uhr unter Fußball, NM / International. Von: Alex [ Kommentare: 1 ]
|
|
Wenn sich der Bremer Mesut Özil immer noch nicht sicher ist, ob er jetzt für die Türkei oder doch für Deutschland, für das er schon in der U-21 spielt, auflaufen soll, dann soll er am besten ganz zu Hause bleiben.
Für sein Land zu spielen, ganz gleich, welches das nun ist, sollte für jeden eine Ehre sein. Inzwischen wird aber wie bei den Verträgen gepokert und gepokert oder gezickt und gejammert, und das schon in sehr jungen Jahren, um das vielleicht bessere Resultat zu erzielen, sei es in Form eines Stammplatzes oder besserer sportlicher Perspektiven. Da braucht es Bauchpinsler, damit die erwartete Leistung gebracht wird. Grüße an Lukas Podolski!
Dieses Umwerben-Lassen ist doch reine Ego-Pflege. Matthias Sammer hat die richtige Antwort gegeben. Wer nicht will, der hat schon.
|
|
Jörgs Prestige-Niederlage |
Donnerstag, 20. November 2008, 20:45 Uhr unter Fußball, NM / International. Von: Alex [ Kommentare: 3 ]
|
|
Muss Joachim “Jörg” Löw ausgerechnet gegen England wild experimentieren? Das ist für Fans ein absolutes Highlight und dann schickt Jörg Löw eine Mannschaft aufs Feld, die sich von einer englischen Notelf nicht nur die Butter vom Brot nehmen lässt. 1-2 hieß es nach 90 Minuten und damit war die Mannschaft noch gut bedient. Helmes’ Tor war eher ein Zufallsprodukt, weil der Tommy-Torwart einen haarsträubenden Fehler gemacht hat. Ein englischer Torwart eben. Kein Wunder, dass Fliegenfänger Lehmann dort gefeiert wurde.
Auf acht Stammkräfte musste Englands Trainer Fabio Capello verzichten, Löw leistete sich den Luxus, auf Ballack freiwillig zu verzichten. Auch Frings war nicht dabei, das halte ich allerdings für weniger gravierend. Ballack konnte schließlich für seinen Russenclub vorher auch wieder auflaufen. Vorne schickte er – wohlgemerkt völlig zu Recht – Mario Gomez und Miro Klose ins Rennen, während Podolski sich auf der Bank wiederfand. Hoffenheims Neuling Compper und Friedrich – Wieso spielt der NM!?! – durften in der Abwehr ran, im Mittelfeld durfte Jermaine Jones von Beginn an spielen und lieferte eine extrem schwache Vorstellung ab. Erst Adler, dann Wiese. Meinetwegen. Dass die Mannschaft dann gegen die starke B-Elf der Engländer so blass und unentschlossen blieb, ist wohl Jörg Löws Experimentierfreudigkeit zugeschrieben werden. Danke, jetzt werden schon Prestige-Duelle hergeschenkt, damit die Philosophie stimmt.
Eine verdiente Niederlage. Der negative Höhepunkt war in meinen Augen aber Belá Réthy, der jeden Regie-Ball in Form eines Abseits-Standbildes gerne annahm, um sich dann verbal zu verdribbeln. Einem Schiedsrichter dann vorzuwerfen, ein Fuß oder eine Schulter (!) sei im Abseits gewesen und die Situation daher nicht regelkonform, grenzt schon an Zuschauer-Verarschung. Meint Herr Réthy, er hat die Fußball-Weisheit mit Löffeln gefressen? Wahrscheinlich hätte er aus dem Spiel heraus, ohne Standbild mit virtueller Linie, die wenigsten kniffligen Situationen richtig erkannt. Wenn so ein Stuss am Mikro erzählt wird, muss nicht ein Treffen von Schiedsrichtern und Managern stattfinden, sondern dann hat Uli Hoeneß einmal mehr Recht, wenn er den Schwarzen Peter bei den Medien sucht. Es muss nicht jede Situation zerpflückt werden.
|
|
Nationalspieler-Inflation |
Donnerstag, 13. November 2008, 23:08 Uhr unter Fußball, NM / International. Von: Alex [ Kommentare: 9 ]
|
|
Wie zu den besten Zeiten von Berti-Allesberufer geht es jetzt bei Joachim Löw zu. Ein paar gute Bundesliga-Spiele reichen inzwischen aus, schon wird jemand in die Nationalelf berufen und darf sich fortan Nationalspieler nennen. Drei Neulinge stehen im 20-Mann-Kader für das Freundschaftsspiel gegen England (!) am nächsten Mittwoch. Marcel Schäfer vom VfL Wolfsburg ist keine große Überraschung, seine Nominierung hat sich abgezeichnet, er spielt wirklich stark, hat allerdings mit Philipp Lahm, Marcel Janssen und Christian “Abgefahrene Pisse” Pander starke Leute vor sich, wenn die nicht wie gerade alle verletzt sind.
Was sich Löw aber dabei gedacht hat, die Hoffenheimer Marvin Compper und Tobias Weis – Wen? – zu berufen, weiß wohl nur Jogi und sein Philosophen-Team. Zwölf Bundesliga-Spiele… und schon dürfen sie mit der Nationalelf gegen England antreten, während Heulsuse Frings daheim bleiben muss. Ich bin überrascht, dass Kevin “Averell” Dalton schon wieder von der Nationalmannschaft träumt. Hat er irgendwas nicht mitbekommen?
|
|
Bierhoff als Hoeneß-Nachfolger? |
Mittwoch, 5. November 2008, 17:43 Uhr unter FC Bayern, Fußball. Von: Alex [ Kommentare: 2 ]
|
|
Manche Gerüchte tun weh. Jens Lehmann zu Bayern war ein solcher Hammer, ich war schon drauf und dran, meine Bayern-Trikots einzumotten. Jetzt soll es Bierhoff sein, der auf der Liste der möglichen Hoeneß-Nachfolger als Manager des ruhmreichen FC Bayern stehen soll und diesem Gedanken nicht ganz abgeneigt zu sein scheint, schließlich könne er sich vorstellen, dort irgendwann Manager zu werden. Dementis waren schon deutlicher, auch wenn Bierhoff seinen Vertrag beim DFB bis 2010 mit Sicherheit erfüllen wird und will, wie er betont. Hoeneß folgt ja Ende des nächstes Jahres Franz Beckenbauer als Präsident nach, der vakante Posten muss kompetent besetzt werden. Aber mit Bierhoff? Die können uns doch nicht unsere Feindbilder nehmen. Am Ende wird dann vielleicht noch Andy Köpke Torwarttrainer, oder was?
Bierhoff ist Betriebswissenschaftler und sicher keine Fehlbesetzung, aber ich kann ihn nicht leiden. Das muss wirklich nicht sein, eines unserer Lieblings-Feindbilder plötzlich beim FC Bayern. Haben die Bayern-Oberen schon Klinsmann geholt, den Kahn-Rasierer, den Maier-Rasierer.
Wahrscheinlich liegt die Abneigung gegen Bierhoff vor allem daran, dass dieser blöde Posten des Nationalmannschafts-Managers in meinen Augen völlig überflüssig ist und der Zwei-Tore-1996-Bierhoff deswegen viel zu viel zu sagen hat. Sucht bitte einen anderen für den FC Bayern. Unser Uli weg, das müssen wir erstmal verkraften. Da kann nicht auch noch der Drei-Wetter-Taft-Bierhoff in München rumturnen.
|
| « Vorherige Einträge |
|
|