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Abschiedsvorlesung von Prof. Seidl |
Mittwoch, 21. Juli 2010, 0:09 Uhr unter Fußball, Uni / Schule. Von: Hank [ Kommentare: keine ]
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Der Hörsaal 127 in der Neuen Uni am Sanderring platzte heute fast aus allen Nähten. Anlass war die Abschiedsvorlesung von Professor Theodor Seidl, der seit 1991 den Lehrstuhl für Altes Testament und biblisch-orientalische Sprachen leitete. Gekommen waren Wegbegleiter, Kollegen, Assistenten, Bischof Friedhelm Hofmann und Alt-Bischof Paul-Werner Scheele, Studierende sowie viele, die Seidl während ihres Studiums oder der Dissertation begleitet hat. Auch wenn ich von Prof. Seidl aufgrund meines Studienganges nicht mal annähernd so viel lernen durfte wie mein Bruder Alex, war es mir doch ein Bedürfnis, heute dabei zu sein. Schließlich saß ich zwei Jahre wie ein Wachhund vor seiner Tür, während ich die Bibliothek beaufsichtigen durfte, wodurch unsere Gesprächsthemen auch so gut wie nie fachlicher Natur waren. Da ich stets am Montag Vormittag in der Bibliothek wachte, kam es auch öfters vor, dass es eine kurze Analyse des vergangenen Bundesliga-Spieltages gab. Professor Seidl ist nämlich begeisterter Fußballer als Spieler mit den Studenten und als Fan vom TSV 1860 München. Aufgrund seiner Sympathien für die 60er hatte er natürlich in den letzten Jahren nicht so viel zu lachen. Der Fußball kam auch in der Abschiedsvorlesung nicht zu kurz, jedoch erst verstärkt in der zweiten Hälfte, denn das Thema hieß offiziell Hirtenidyll und Gottklage. Zur Psalmenanthologie in Leonard Bernsteins Komposition ‘Chichester Psalms‘ (1965), wo er sich nochmal exegetisch austoben konnte; die entsprechenden Hörbeispiele wurden fachmännisch eingespielt. Die anschließenden Würdigungen waren es dann, wo der Fußball im Mittelpunkt stand. Seidls Assistentin Dr. Stephanie Ernst präsentierte den Fußball-Kult und die Fachschaft zeigte noch einen kurzen Film mit Videobotschaften (Theo-Mails), zwischen denen sogar der Professor beim Fußball spielen zu sehen war. Ich hoffe, ihm bleibt im Ruhestand noch mehr Zeit, um sich seinem Lieblingshobby zu widmen.
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Venganza por Viena 2008 |
Dienstag, 6. Juli 2010, 16:48 Uhr unter Fußball, NM / International. Von: Alex [ Kommentare: 1 ]
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Ich will doch schwer hoffen, dass sich die deutsche Nationalmannschaft für das verlorene EM-Endspiel 2008 morgen revanchiert. Eine harte Nuss sind die Spanier, aber unsere Elf ist besser als vor zwei Jahren.

Quelle: Internet
Ich bin schwer gespannt, wer morgen das Halbfinale gewinnt, schließlich kann man mit Orangen auch sehr schmerzhaft um sich werfen. Druckentsaften nennt sich das dann.
Mehr als überflüssig finde ich die Diskussion um das Kapitänsamt, die Philipp Lahm mit seinem Interview angestoßen hat. Etwas unwürdig, so mit einem verdienten Nationalspieler umzugehen, über dessen Ausfall noch vor ein paar Wochen alle tief bestürzt waren.
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4-0! Ich glaub’s immer noch net! |
Sonntag, 4. Juli 2010, 9:51 Uhr unter Fußball, NM / International. Von: Alex [ Kommentare: 1 ]
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Argentinien war vor dem Turnier mein Favorit, während des Turniers haben sie auch überzeugt und gestern? Gestern fegt unsere Nationalmannschaft Argentinien vom Platz, als gäbe es nach dem 4-1 gegen die Engländer nichts Einfacheres. Argentinien wurde zerlegt, gedemütigt. Wie die harmonieren, wie die Fußball spielen. Irre! Der Müller spielt Traumpässe, sogar im Sitzen, und schießt Tore, der Schweinsteiger ist ein überragender Sechser. Jetzt gibt es die Neuauflage des EM-Finales von 2008, ich freue mich aufs Halbfinale und bin völlig begeistert. Eigentlich sollte man Louis van Gaal das Bundesverdienstkreuz für seine Verdienste um die deutsche Nationalmannschaft verliehen.

Nach dem Spiel sind wir dann gleich in die Sanderstraße. Das war auch sehr geil.

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Optische Täuschungen |
Montag, 28. Juni 2010, 19:18 Uhr unter Fußball, Lästereien, NM / International, Total bescheuert. Von: Alex [ Kommentare: keine ]
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Wenn die Sinne verrückt werden, kann man schon mal einen Ball nicht hinter der Linie sehen, ein Abseits übersehen, ein Handspiel sehen, ein Handspiel nicht sehen, ein Foul sehen, ein Foul nicht sehen. Das nennt sich dann optische Täuschung und solchen optischen Täuschungen sind die Schiedsrichter bei der WM in Südafrika schon etwas zu oft aufgesessen. Es ist aber auch nicht einfach…

Quelle: unbekannt
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Der Ball war nicht drin! Ganz klar! |
Sonntag, 27. Juni 2010, 18:57 Uhr unter Fußball, NM / International, Total bescheuert. Von: Alex [ Kommentare: keine ]
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Goeff Hurst ist nach wie vor überzeugt, dass sein Schuss 1966 drin war, Lampards Schuss heute war auch nicht drin. Ganz deutlich. Jeder hat das gesehen.

Und mal ehrlich. Über ein Wembley-Tor lässt sich doch schöner streiten als über ein Bloemfontain-Tor. Das ist ja ein Zungenbrecher.
Dass ein so klares Tor nicht gesehen wird, passt zu all den miserablen und peinlichen Schiedsrichter-Leistungen bei dieser WM. Dagegen hatte es Herr Dienst 1966 richtig schwer…
WIR SIND IM VIERTELFINALE! Müller, du geile Sau!

Damit ist es aber auch gut mit der Schadenfreude.
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Schadenfreude ist die schönste Freude… |
Donnerstag, 24. Juni 2010, 18:02 Uhr unter Fußball, NM / International. Von: Alex [ Kommentare: keine ]
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Wer den Cup gewinnt, ist scheißegal, nur Italien nicht… Der Weltmeister ist raus, die Italiener sind ausgeschieden! (Leider wurde das Video entfernt, weil die Italiener offenbar nicht nur schlecht Fußball spielen, sondern auch noch zum Lachen in den Keller gehen)
Die letzten zehn Minuten waren die besten bei dieser WM und das, obwohl Italien mitgespielt hat.
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Blamieren und Kassieren |
Montag, 21. Juni 2010, 19:15 Uhr unter Fußball, NM / International. Von: Alex [ Kommentare: 10 ]
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Die Fifa macht das ganz toll. Die WM in Südafrika läuft, aber die richtige Fußballhochstimmung mag sich einfach nicht einstellen. Die Vuvuzelas nerven, werden jetzt aber wenigstens so runtergeregelt, dass sie halbwegs erträglich sind. Viel schlimmer noch sind die vielen leeren Plätze in den Stadien. Kommt halt davon, wenn man großherzig und gutmenschlich eine Weltmeisterschaft an ein Land vergibt, wo die Fußballbegeisterung vor allem bei denen groß, die sich den Eintritt und die Anreise nicht leisten können, und Fußball sowieso nicht Sportart #1 ist. Und für den Durchschnittseuropäer ist eine mehrwöchige Südafrikareise auch nicht gerade erschwinglich. Solange die Fifa trotzdem den großen Reibach macht, scheint alles in Ordnung oder wird in Ordnung geredet.
Am schlimmster aber finde ich den negativen sportlichen Aspekt. Damit es auch wirklich eine Weltmeisterschaft ist, meint man bei der Fifa leider, dass bei diesem Highlight auch Schiedsrichter aus aller Welt eingesetzt werden müssen. Die Idee verdient ja Anerkennung, weil man aber bei der Fifa auch viele gute Menschen hat, wollen die dort einfach nicht sehen, dass das äußerst kontraproduktiv ist. Schon bei den letzten Weltmeisterschaften sind Exoten aufgefallen, die offenbar nicht immer auf Topniveau pfeifen, um es mal vorsichtig auszudrücken. Dass dann haarsträubende Entscheidungen Spiele entscheidend beeinflussen, ist den Herren egal, sie haben ihre Mission erfüllt, loben sich die teilweise miserablen Leistungen auch noch schön und behaupten weiterhin felsenhaft, bei der WM würden die besten Schiedsrichter der Welt pfeifen. Neuseelands Kapitän hat das sehr treffend kommentiert, er möchte dann nicht die schlechten erleben. Es sind aber leider nicht nur die Exoten, sondern auch die Schiedsrichter aus den großen Fußballnationen, die die Spiele nicht im Griff haben und schlicht und einfach kaputtpfeifen. Der Spanier Alberto Undiano, der so kleinlich das zweite Vorrundenspiel der Deutschen gepfiffen hat, hat im eigenen Land nicht den besten Ruf und eine merkwürdige Kartenstatistik, wie er ja auch am Freitag unter Beweis gestellt hat. Der Franzose Stephane Lannoy hat gestern beim Spiel Brasilien gegen die Elfenbeinküste fast den Vogel abgeschossen. Er hat brutale Fouls falsch beurteilt, dazu ein Handspiel beim Tor nicht gesehen und das Spiel überhaupt sehr unsicher geleitet. Nicht gegebene Tore, zu Unrecht gegebene Tore, eigenartige Kartenspiele. So macht die Fifa den Fußball systematisch kaputt. Was ist so schlimm daran, wenn aus einem Land mehrere Schiedsrichter kommen? Allein Deutschland könnte neben Wolfgang Stark eine ganze Reihe guter Leute schicken. Nur nebenbei bemerkt: Das entscheidende Spiel der Deutschen gegen Ghana am Mittwoch pfeift ein Brasilianer, der in seiner Heimat schon einmal wegen Manipulationsverdachts gesperrt war, über dessen Nominierung hat sich der Erstligist Flamengo sogar offiziell bei der Fifa beschwert und als Anlage eine DVD mit dessen Fehlentscheidungen mitgeschickt. Die Engländer jammern derweil auf hohem Niveau und schimpfen über Stark, der das letzte Gruppenspiel gegen Slowenien leitet.
Wie hat Ottmar Hitzfeld heute so schön gesagt: “Generell sollten bei der Weltmeisterschaft die besten Schiedsrichter der Welt pfeifen, die auch in den besten Ligen pfeifen – und nicht irgendwo am Strand.”
Außer der Krönung: Luis Fabiano, der vor seinem Tor zweimal absichtlich (alle anderen Erklärungsversuche kann er sich sparen) den Ball mit der Hand gespielt hat und das auf Nachfrage des Schiedsrichters abgestritten hat, wurde nach dem Spiel als “Spieler des Tages” ausgezeichnet.
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Auf die Plätze! Fertig! Empörung! |
Montag, 14. Juni 2010, 23:00 Uhr unter Fernsehen, Fußball, Lästereien, NM / International. Von: Alex [ Kommentare: 10 ]
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War das echt? War es wirklich das reflexartige Empörtsein? Mir ist Katrin Müller-Hohensteins Ausspruch “Das ist für Miro Klose doch ein innerer Reichsparteitag, jetzt mal im Ernst, dass der heute hier trifft.” am Sonntag in der Halbzeitpause des Deutschland-Spiels auch aufgefallen und ich musste erst einmal lachen. Ich kannte die Redewendung nicht. Da ich mit einem waschechten Ossi geschaut habe, hat der mir aber erklärt, dass die Rede vom “inneren Parteitag” dort gang und gäbe war, wenn es um ein besonderes Ereignis im Leben eines Menschen ging, da der Parteitag in der DDR etwas Außergewöhnliches im Alltagstrott war. Das Präfix “Reichs-” war ihm neu, so schlimm, wie manche aber getan haben, war es dann doch nicht. Der ersten, unvermeidbaren Empörungsangriffswelle – Huch, ist das etwa Kriegsjargon? – folgte keine richtige zweite mehr, die Skandalisierung ist zum Glück ausgeblieben und auch der hektische Rückblick auf die Fehltritte deutscher Sportmoderatorinnen in der Welt wirkt im Nachhinein noch peinlicher. Interessant, dass genau dort nun ein Kommentator erklären darf, dass das eine harmlose Redewendung ist, die den ganzen Nazi-Pomp sogar persifliert. KMH ist zwar aus Erlangen und ohne Berliner Mutterwitz aufgewachsen, aber das soll uns jetzt mal egal sein. Kein Nazi-Vergleich, kein Skandal, keine Entlassung, nur heiße Luft. Das ZDF und KMH haben sich in der ersten Aufregung erst einmal für die “Entgleisung” entschuldigt.
Jetzt können wir doch auf die totale – Huch! – Offensive – Puh! – setzen. Und “Stürmer” ersetzen wir in Zukunft nicht durch “Offensivkraft”.
Nur am Rande: Stefan Niggemeier hat mal aus Archiven zusammengetragen, dass man diese Redewendung bei der Welt offenbar recht gerne benutzt hat und sieht die künstliche Empörung ähnlich.
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Und die Vuvuzelas sind doch scheiße! |
Montag, 14. Juni 2010, 22:17 Uhr unter Fußball, NM / International. Von: Alex [ Kommentare: 3 ]
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Wer letztes Jahr den Confed-Cup, die WM-Generalprobe, geschaut hat, wusste schon, was da bei der WM auf uns wartet. Fieser, eindimensionaler Lärm, der allenfalls mal lauter wird, aber selten bis nie Freude, Spannung oder sonstige Emotionen von den Tribünen rüberbringt. Die gewohnten Gesänge, die es trotzdem gibt, werden übertönt. Leider. Inzwischen schaue ich die meisten Spiele mit runtergedrehter Lautstärke, länger als eine Halbzeit ertrage ich den Hornissenschwarm nicht.
FIFA-Boss Sepp Blatter hat sich mit der WM in Südafrika einen Lebenstraum verwirklich, dementsprechend empört gibt er sich und verbietet sich jede Kritik an dieser “akustischen Hölle”, wie es Marcel Reif treffend auf Sky genannt hat; selbst Günter Netzer wird mir mit seiner offensichtlichen Genervtheit wegen der Tröten noch richtig sympathisch. Das beleidige die Südafrikaner und die Afrikaner an sich, weil das zu deren Kultur gehöre, werden wir brav belehrt. Auch unser Theo findet es natürlich toll, er meint, man solle sich positiv darauf einlassen. Interessant, wie schnell Plastiktröten aus China die Kultur eines Kontinents prägen, die tatsächlich ursprünglichen Trompeten, die Kuduzelas, sind laut Fifa in den Stadien nämlich verboten. Interessant auch, dass man uns Deutschen 2006 amerikanische Bierpisse in den Stadien vorgesetzt hat, weil Budweiser einer der Hauptsponsoren der Fifa ist. Unsere deutsche Bierkultur konnte da mal locker übergangen werden, könnte man jetzt sagen. Blatter hat sowieso immer empfindlich reagiert, wenn es jemand gewagt hat, das WM-Unternehmen in Südafrika zu kritisieren.
Jetzt nervt halt der grausame Trötenlärm bei jedem Spiel, nicht nur uns Zuschauer, sondern auch Spieler und Trainer auf dem Spielfeld.
Fast putzig finde ich es ja, wenn uns besonders eifrige Kommentatoren weismachen wollen, wie sehr das in Afrika zum Fußball gehört, überhaupt nervt dieses olle Gerede, dass man diese fremden Gepflogenheiten akzeptieren müsse. Letztes Jahr beim Confed-Cup haben sie das besonders gerne gemacht, schön dass jetzt aber offen gesagt wird, wie das stört, schön auch, dass selbst Afrikaner den Lärm scheiße nicht gut finden und sich dagegen wehren, dass dies schon immer in den Stadien zum Fußball gehöre. Ich habe auch schon oft Afrika-Cup geschaut und da gab es nicht immer diesen Vuvuzela-Terror. Oder wurde das da rausgefiltert?
Zudem soll Blatter mal überlegen, wer ihm seine WM in Südafrika bezahlt: Das sind nämlich die Fernsehanstalten, die virel Geld für die Rechte bezahlen und die Zuschauer vor den Fernsehern in aller Welt, auf deren Geld die Sponsoren nicht nur schielen.
Mich wundert es sehr, dass ausgerechnet in Afrika, wo die Menschen so musikalisch sind, langweiliges Dauerdröhnen den Gesang verdrängt. Die ausländischen Fans singen zwar, werden aber gnadenlos weggetrötet. Auch nicht die feine Art, mit seinen Gästen umzugehen, aber die Kultur ist ganz ganz wichtig und wir danken dem besonders guten Herrn Blatter von ganzem Herzen, dass wir die kennen lernen dürfen.
Ein Verbot gibt es nur, wenn die Dinger zweckentfremdet als Wurfgeschosse benützt würden. Finden sich da keine Freiwilligen? Inzwischen regeln die Sender das Gewummer recht gut runter, was es halbwegs erträglich macht, hier gibt es aber noch eine Anleitung für den ultimativen Vuvuzela-Filter. Das müssten die Profis vom Fernsehen doch auch hinbekommen. Und wenn alles nichts hilft, trösten wir uns mit Harald Schmidt: Der findet die Dinger gut, weil man das Geschwafel der Kommentatoren nicht so gut hört. Da bin ich dekor, um mit Andreas Brehme zu sprechen. Man darf jetzt nicht alles so schlecht reden, wie es war, um es wie Fredi Bobic zu sagen. Ich habe fertig, um mit Giovanni Trapattoni zu enden.
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Kellerduell 3: Elfmeterschießen |
Freitag, 4. Juni 2010, 23:20 Uhr unter Fußball, Kultur. Von: Alex [ Kommentare: keine ]
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Am Mittwoch nach Pfingsten war ich zu meiner großen Freude beim “Hauskonzert” bei M. eingeladen, wo Manfred, Hubi und Christian ihr Kellerduell 3: Elfmeterschießen im kleinen, privaten Kreis aufgeführt haben. An allen anderen Terminen hätte ich nämlich nicht gekonnt, da diese unter der Woche sind und ich bekanntlich da nicht in Würzburg bin.

Die berühmt-berüchtigten Fußballerzitate kamen nicht zu kurz, aber der besondere Reiz bestand einmal mehr in den tollen Anekdoten und Geschichten, die die drei ausgesucht haben. Da kommt Rudi Gutendorf zu Wort und erzählt von rituellen Beschneidungen in Botswana, Peter Pacult und Giovanni Trapattoni dürfen ausflippen und auch Nick Hornby war wieder Teil der Fußballrevue.

Ein sehr lustiger Abend und auch die Gastbeiträge von Gastgeber M. und Steini waren richtig gut. Ich hoffe auf ein Wiederholungsspiel bei der EM 2012. Wer sich die Fußballrevue nicht entgehen lassen will, hat am Tag vor dem WM-Eröffnungsspiel am 10.06. die letzte Möglichkeit, das Kellerduell 3 zu sehen. Beim Auswärtsspiel im Standard treten die drei noch einmal auf, ich kann es nur noch einmal empfehlen.
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Jubelkoreaer reloaded |
Freitag, 4. Juni 2010, 12:26 Uhr unter Fußball, NM / International. Von: Alex [ Kommentare: keine ]
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Vor drei Jahren habe ich mich bei der Fußball-WM der Damen über die nordkoreanischen Jubelkader von Kim Jong-Il auf der Tribüne amüsiert, die in Reih und Glied sowie in Einheitskleidung ihre Mannschaft angefeuert haben.

Da Nordkoreaner nicht ihr Land verlassen dürfen und dieses Mal auch niemand so priviligert ist, das Land mit Erlaubnis verlassen zu dürfen, weil das Gastgeberland Südafrika und nicht Genosse Volksrepublik China heißt, müssen eben kurzerhand ein paar Jubelchinesen klargemacht werden, die dann in Südafrika die Volksgenossen auf dem Rasen von Erfolg zu Erfolg peitschen. 1000 Tickets bringt das nordkoreanische Sportkomitee jetzt unter das chinesische Volk. China ist nicht qualifiziert, die Chinesen mögen Fußball, für ein kostenloses Ticket muss halt für die anderen gejubelt werden. Irgendwie lustig, ich freue mich schon über den Einheitsjubel der bezahlten “Fans”.
Lustig finde ich auch, dass die Nordkoreaner einen zusätzlichen Stürmer in den Kader schmuggeln wollten. Als Panini-Sammler weiß ich ja, dass der Unterschied im Zweifel nicht auffallen würde, der Fifa ist die Schummelei aber aufgefallen und jetzt fährt bei Nordkorea zwar ein zusätzlicher Stürmer mit, der aber als Feldspieler nicht spielberechtigt ist, sondern als dritter Torhüter auf der Bank sitzt, als der er auch nominiert wurde. Gut, wenn die Fans als 12. Mann voll ihre Mannschaft unterstützen. Bei den Gruppengegnern Brasilien, Portugal und Elfenbeinküste gelten die Tickets wohl nur für die Vorrunde….
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Warum singt die Nationalmannschaft nicht mehr? |
Donnerstag, 27. Mai 2010, 12:27 Uhr unter Fußball, Kultur, NM / International. Von: Alex [ Kommentare: 1 ]
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Als ich noch ein Bübchen war, war das Tradition: Die deutsche Nationalmannschaft nimmt vor einer WM gemeinsam ein Lied auf, das dann rauf- und runtergespielt wird, damit es jeder mitsingen kann. 1974 war es Fußball ist unser Leben, 1978 wurde mit Udo Jürgens Buenos Dias Argentina gesungen. Für die WM 1982 in Spanien hat Michael Schanze mit unserer Nationalmannschaft den fiesen Ohrwurm Olé España eingesungen. Bei meiner ersten WM, die ich bewusst miterlebt habe, war Mexico mi amor mit Peter Alexander (tolles Video, auch wenn die Qualität sehr schlecht ist) der Dauerbrenner, ehe es – das ist ja fast ein echter Delling – mit Udo Jürgens vom Dauerbrenner auf den Brenner ging. Wir sind schon auf dem Brenner hat auf jeden Fall Glück gebracht, was man von Far away in America (1994) nicht behaupten kann. Das Lied mit Village People war aber auch echt schlecht.
Zugegeben, es ist inzwischen nur schwer vorstellbar, dass Mesut Özil, Tim Wiese und Lukas Podolski mit ihren Mannschaftskameraden mit deutschen Schlagersängern Lieder aufnehmen, aber wenn die so ein Lied wie das von Oliver Pocher vor vier Jahren gemeinsam aufnehmen, ist das doch nicht so schlimm, wie wenn alle gemeinsam mit Xavier Naidoo vor dem Brandenburger Tor schluchzen, wie schwer und steinig alles ist. Für Südafrika hätte sich Howard Carpendale geradezu angeboten. Was für eine verpasste Chance… Hello again, Deine Spuren im Gras, Tür an Tür mit Jogi.
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