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Blogroll die 2te
Echte Liebe kennt nicht nur die Biene Maja
Freitag, 31. Mai 2013, 14:56 Uhr unter FC Bayern, Fußball, NM / International.
Von: Alex
[ Kommentare: keine ]

Langsam nervt diese Marketing-Kampagne der Dortmunder richtig. “Echte Liebe” hier, “Echte Liebe” dort, ganz so, als ob der BVB allein von der Liebe seiner Fans zum Verein lebt. Es scheint regelrecht so, als seien die Dortmunder Fans die einzigen, die ihren Club wirklich lieben, auch wenn er verliert. Gerade in den letzten Wochen seit Bekanntgabe von Mario Götzes Wechsel zum FC Bayern wird dieses scheinheilige Image mehr als strapaziert, vor und nach dem CL-Finale wurde nochmals richtig nachgelegt. Hier die armen Malocher beim Arbeiterverein, die schwer schuften und ihre ganze Liebe dem Verein widmen, dort die Erfolgsfans beim superreichen Schnöselclub.

Zum allem Überfluss hat Strahlemann (aber nur, wenn er gewinnt) Jürgen Klopp dem Guardian ein Interview gegeben, das von Sponsor Puma arrangiert wurde, aber für Klopp sicherlich nur eine Herzensangelegenheit war. Um die englischen Fans im Vorfeld des deutschen CL-Finales in Wembley auf seine Seite zu ziehen, vergleicht er die Bayern erst mit den Bond-Bösewichtern, dann zieht er noch den Vergleich mit Real Madrid, weil sich die Bayern bei seinem Verein wie im Supermarkt bedienten, nur weil sie das Geld dazu haben. Im Vergleich dazu müsse Dortmund jedoch seriös und vernünftig arbeiten. Genug Spieler sind schon weg, der Wechsel von Götze sei ein Schock gewesen und Klopp drückt auf die schwarz-gelbe Tränendrüse. Selbst ich hatte feuchte Augen. Hat denn unser einstiger TV-Bundestrainer vergessen, dass vor einem Jahr Marco Reus für fast 20 Millionen Euro zum BVB gekommen ist? Er hatte wie Götze eine Ausstiegsklausel, der BVB kam und natürlich ist der Gladbacher Reus nur zu Dortmund gekommen, weil er schon als Säugling in BVB-Bettwäsche geschlafen hat. Und mitten im Gejammer von Joachim Watzke wegen Götze und vielleicht auch Lewandowski wagen es die Leverkusener Verantwortlichen, sich über das Dortmunder Verhalten zu beschweren, weil die den fast sicheren Wechsel des Bremers Sokratis an den Rhein noch verhindert haben. Sauerei! Sokratis spielt bald in Dortmund, natürlich auch nur, weil er dort von der echten Liebe der Fans besser leben kann. Mit Marco Reus hat Dortmund den Gladbachern den besten Spieler wegverpflichtet, aus Nürnberg kam Gündogan natürlich nur wegen der viel tolleren Fans, die ihren Verein so richtig echt lieben. Heuchelei ist das, was Klopp, Watzke und Co. da machen, nichts anderes. Sie machen es nicht anders als die Bayern, auch die Dortmunder haben schließlich schon angekündigt, in den nächsten Wochen mehrere große Transfers zu tätigen. Natürlich kommen ausschließlich Spieler, für die der BVB die “echte Liebe” ist, denen auch die Tränen kommen, wenn sie an Kagawa und Götze denken, und die auch Herzattacken beim nächsten Spielerwechsel weg vom BVB bekommen wie Jürgen Klopp. Geld? Nicht doch, nicht beim BVB. Die haben zwar das Geld aus dem Götze-Transfer und die Millionen aus der CL, aber zum BVB kommen die Spieler nur aus echter Liebe.

Überhaupt ist der Vergleich mit Real eine Unverschämtheit, weil nicht Bayern München musste vor etwas mehr als einem Jahrzehnt durch Bürgschaften und zugedrückten Augen gerettet werden, es war der BVB, der sich finanziell mehr als übernommen hatte. Nach dem CL-Titel 1997 und dem größenwahnsinnigen Börsengang ging es noch größenwahnsinniger und weder seriös noch vernünftig steil bergab, der glückliche Meistertitel 2002 war nur noch ein kurzes Aufbäumen. Da wurden Mega-Transfers getätigt und mit Geld herumgeworfen, als gäbe es kein Morgen. Hat nicht damals sogar der FC Bayern den Dortmundern geholfen, den Kopf gerade noch aus der Schlinge zu ziehen? Real darf sich bis heute hoch verschuldet über Wasser halten, mal eben wurde dem Club für teures Geld das Trainingsgelände abgekauft. Die Steuerschulden in Spanien? Nebensache. Das Land NRW ist auch bei Dortmund großzügig gewesen. Bayern München hat diese Probleme nie gehabt und darf sich jetzt solche Vorwürfe aus Dortmund anhören? Ein Witz. Es soll doch jeder am besten vor seiner eigenen Haustüre kehren, vor allem dann, wenn man selbst keine Spur besser ist. Dortmund ist genauso ein Unternehmen wie der FC Bayern, bei beiden geht es um Profit, neben dem Sportlichen. Beim BVB sogar noch deutlich mehr, schließlich ist man das seinen Aktionären schuldig. Oder nicht? Haben die nur aus echter Liebe Aktien gekauft. Beim derzeitigen Kurs scheint das sogar so zu sein.

Die schwarz-gelbe Folklore-Attacke scheint aber auch in manchen Journalisten-Hirnen Wirkung gezeigt zu haben: bei Plasbergs “hart aber fair” wurde es schon vor der Sendung mehr als unsachlich, “Festgeldkonto schlägt echte Liebe – was lehrt uns der Bayernsieg?” wurde da blöder als blöd als Thema  formuliert. Die blasen da ins gleiche lächerliche Horn, obwohl sich beide Clubs heute auf Augenhöhe begegnen, was seriöse Vereinsführung angeht. Mitten im hoch verschuldeten Fußball-Europa haben letzten Samstag zwei deutsche Clubs das CL-Endspiel bestritten und die Schulden-Clubs aus Spanien, Italien und England zuvor locker abgehängt. Eine großartige Tatsache. Stattdessen wurden in der peinlichen Sendung alte Klischees bedient und das Bild vo einem Klassenkampf überstrapaziert, den es gar nicht gibt. Im Gegenteil.

Dieses folkloristische Getue um die echte Liebe ist Fan-Marketing vom Feinsten, ganz so, als gäbe es das nur beim BVB und schon gar nicht beim FC Bayern, wo sich ja nur Erfolgsfans tummeln. Welcher echte Fußballfan liebt nicht seine Mannschaft? Und Erfolgsfans hat Dortmund nicht weniger als die Bayern, gerade nach den letzten beiden Jahren. Erfolg macht immer attraktiv. Oder warum hatten Stuttgart und Hoffenheim zwischendurch plötzlich so viele “Fans”? Die gibt es überall. Das musste mal gesagt werden. Und die passende Antwort hat der FCB ja am Samstag gegeben! Der ruhmreiche FC Bayern ist wieder CL-SIEGER!!!!!!


Oberunsympath Jürgen Klopp
Sonntag, 3. März 2013, 18:29 Uhr unter Bundesliga, FC Bayern, Fußball.
Von: Alex
[ Kommentare: 3 ]

Der nette Herr Klopp. Dieser Verrückte. Ein Top-Trainer. Unser nächster Bundestrainer. Seit Jürgen Klopp in Mainz zum Sympathieträger geworden ist und jahrelang als TV-Bundestrainer mit Johannes B. Kerner und Urs Meyer fürs ZDF Länderspiele analysiert hat, liebt ihn die Fußballnation. Zumindest die weibliche und die, die Fußball nur sporadisch schauen, und die sympathisch finden, die nett auftreten, wenn sie entspannt sind. Als Trainer vom BVB hat Klopp sogar Borussia Dortmund zu nie geahnten Sympathien verholfen, die zu Zeiten von Andy Möller, dem Börsengang, dem Kaufrausch auf Pump inklusive Meisterschaft und der anschließenden Fast-Pleite fast komplett verspielt wurden. Da war Klopp auch erfolgreich und hat aus der Not und mit tollen Talenten eine Mannschaft geformt, die in den beiden vergangenen Jahren tollen und erfolgreichen Fußball gespielt hat und auch meinem geliebten FC Bayern kaum eine Chance gelassen hat. Tiefpunkt war sicherlich das DFB-Pokalfinale, als sich die Bayern fast wehrlos ihrem Schicksal hingaben und von Dortmund fünf Tore eingeschenkt bekommen hat.

Jetzt ist das irgendwie anders. Dortmund spielt nicht mehr ganz so groß auf, knappe Spiele gewinnt nicht mehr zwangsläufig der BVB und so manches wichtige Spiel wurde verloren oder unentschieden beendet. Die Bayern sind enteilt und liegen aktuell 17 Punkte vor dem BVB. Und Jürgen Klopp? Der ist ganz und gar nicht mehr sympathisch, sondern benimmt sich wie ein kleines Kind, dem man sein Lieblingsspielzeug aus der Hand gerissen hat. Er keift herum und ist ein ganz ganz schlechter Verlierer, der scheinbar bei den sieben Zwergen unterwegs war, als die Fähigkeit verteilt wurde, auch in der Niederlage Größe zu zeigen. Die Größe konnte er als Sieger locker zeigen, drum war er auch so sympathisch, aber wenn es nicht läuft, dann sind ganz schnell die anderen schuld, vor allem die Schiedsrichter. Und wenn die es nicht sind, dann ist es der Gegner. Klopp hat nach der Niederlage im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen die Bayern bockig gegiftet, die Bayern machten es wie die Chinesen in der Industrie. Sie schauen zum Gegner, um deren Ideen abzukupfern und machen es dann mit mehr Geld nach. Nur so seien die Bayern wieder an Dortmund vorbeigezogen. Früher hieß es, der Gegner wurde mit seinen eigenen Waffen geschlagen, heute kupfert man bei Jürgen Klopp ab, der den Fußball erfunden zu haben scheint. Den Gegner früh stören und dann ganz schnell den Gegenangriff einleiten, das hat zwar Dortmund in letzter Zeit perfekt gespielt, Klopps ureigene Idee ist und war das aber sicher nicht. Dementsprechend hat er von Heynckes auch die Retourkutsche bekommen. Mangelnde Größe hat er Klopp vorgeworfen, zudem hat er ihm auch deutlich gemacht, dass es Fußball schon länger als Jürgen Klopp gibt. Inzwischen hat er sich kleinlaut entschuldigt, er habe das gar nicht so gemeint, er gönne Heynckes jeden Titel. Selbst wenn er ins Plaudern gekommen ist, hat er doch gesagt, was er denkt und dabei ebenso wie der beim Gewinnen so sympathische Thomas Tuchel gezeigt, dass er ganz schlecht verlieren kann und ein ganz schöner Proll an der Seitenlinie ist. So. Fußball ist so geil.


Was für ein Bundesliga-Wochenende
Montag, 1. März 2010, 13:19 Uhr unter Bundesliga, FC Bayern, Fußball.
Von: Alex
[ Kommentare: keine ]

Am Freitagabend das Derby zwischen Scheiße Schalke 04 und Biene Maja dem BVB, kein großes Spiel, aber aufgrund der großen Rivalität trotzdem ein interessantes Spiel. Nach der Pause ging der BVB durch einen Foulelfmeter in Führung, leider konnte Schalke das Spiel noch drehen. Nicht unbedingt verdient, aber sehenswert war vor allem Rakitics Tor zum 2-1. Die fieseste Szene des Spiels sorgte auch danach noch für ordentlich Zündstoff. Mats Hummels rannte mit Kevin Kuranyi auf Torwart Weidenfeller zu und wollte den Ball vor dem Schalker Stürmer klären. Weidenfeller wollte den Ball wegfausten, boxte aber Hummels ins Gesicht, weil der vorher von Kuranyi geschubst worden war. Im Sky-Studio auf diese Szene angesprochen, flippte Felix Magath völlig aus und sah sich und seine Mannschaft wieder einmal als Opfer der Medien (Video). Letztes Jahr tat er das als Wolfsburg-Trainer, als ihm eine fiese Szene von Grafite vorgespielt wurde, am Freitag verfiel er in einen peinlichen Verfolgungswahn und vermisste die Lobby, die andere Mannschaften angeblich bei Sky haben. Peinlich oder kalkuliert? Wie letztes Jahr redet jetzt kaum jemand über das Foul, sondern über Magaths Ausraster. Lustig, dass Jürgen Klopp sich nur mühsam das Lachen verkneifen konnte und dann gleich mitgegangen ist.

Vielleicht liegt es daran, dass andere Teams Fußball spielen, während Schalke seit Magaths Amstantritt zwar erfolgreicher ist als zuvor, dafür unansehnlichen Rumpelfußball wie eh und je abliefert.

Alles egal. Der FC Bayern ist seit gestern Abend endlich wieder Tabellenführer. Lange hat es gedauert, erstmals seit Mai 2008 stehen die Bayern nach dem 1-0 gegen Hamburg wieder ganz oben und bleiben dort hoffentlich bis zum letzten Spieltag, auch wenn ich hoffe, dass es bis zum letzten Spieltag spannend bleibt. Leverkusen will Toni Kroos ganz offiziell kaufen und Felix Magath könnte sich beim Bundes-Jogi gleich nochmal über fehlende Lobby der Schalker beschweren, weil René Adler unser Torwart in Südafrika ist, wenn nichts Unvorhergesehenes mehr passiert. Hertha und Hannover taumeln trotz neuer Trainer dem Abstieg entgegen, dem Glubb geht es nicht viel besser.

Und zum Schluss: Wann reagiert die DFL endlich mal mit Punktabzügen auf Randale von Fans, ganz gleich, ob das im eigenen Stadion passiert oder auswärts? Wenn ein solches Verhalten dem eigenen Team nicht nur finanziell, sondern vor allem sportlich schadet, schauen andere vielleicht nicht weg, sondern holen den Sicherheitsdienst.



Aufruf zur Gewalt?
Dienstag, 23. September 2008, 15:32 Uhr unter Bundesliga, Fußball.
Von: Alex
[ Kommentare: 18 ]

“Tod und Hass dem …”(beliebigen Vereinsnamen mit möglichst drei Silben einsetzen)

Wünscht man damit auch nur einem Fan oder Spieler der gegnerischen Mannschaft den Tod? Nein! Das sind Tribünengesänge, die meist in ähnlicher Weise beantwortet werden, wenn der andere Verein Fans auf der Tribüne hat. Die Bayern spielen ja auch seit der Vereinsgründung im Jahr 1900 nicht in Lederhosen, dürfen sich aber seit geschätzen 1000 Jahren anhören, ihnen sollen genau diese ausgezogen werden. Beschimpfungen sind an der Tagesordnung und gehören dazu, erst recht, wenn richtig Emotionen im Spiel sind. Olli Kahn, Uli Hoeneß, Stefan Effenberg, drei Reizfiguren, die sich längst in Tränen aufgelöst haben müssten, hätten sie auf die Beleidigungen reagiert. Provokationen gehören dazu, Beleidigungen und Schmähgesänge auch, hat man eine Reizfigur, bekommt diese eben den ganzen Hass (ich kann dieses Wort beim Fußball nicht leiden) ab. Punkt.

Etwas arg empfindlich gebärdet sich jetzt Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp. Für viele, auch für mich, ist er ein rotes Tuch, weil das Projekt Hoffenheim nicht nur in meinen Augen wenig mit ehrlichem Sport zu tun hat, wenn aus einer Dorftruppe durch zig Millionen Euros ein Bundesligaclub mit Ambitionen wird, während andere seit Jahrzehnten dabei sind und dennoch ums Überleben kämpfen. Die Meinungen gehen auseinander, andererseits muss man Hopp aber zugutehalten, dass er sein Geld nicht willkürlich aus dem Fenster schmeißt wie Milliardärskollege Abramowitsch, um mal kurz Erfolg zu haben, sondern ein solides Konzept verfolgt. Beleidigungen muss er sich von den gegnerischen Fans trotzdem regelmäßig anhören, es folgt meist die obligatorische Entschuldigung der Clubs für das Verhalten der eigenen Fans.

Mehr als überzogen finde ich aber jetzt Hopps Reaktion auf den Doppelhalter eines 19-jährigen BVB-Fans. Auf diesem war ein handgemaltes Konterfei Hopps zu sehen, auf das ein Fadenkreuz gerichtet ist. Untertitelt war das Ganze mit “Hasta la vista Hopp!”. Direkt nach dem Spiel wurde der Fan festgenommen, Hopp will wegen Beleidigung Anzeige erstatten, weil er eine Grenze überschritten sieht, da der Doppelhalter zur Gewalt gegen seine Person aufrufe. Ich habe selbst zwei T-Shirts, auf denen zwei Clubs, denen ich nicht ganz zugeneigt bin, im Fadenkreuz stehen. Rufe ich deshalb zur Gewalt gegen diese Vereine auf? Das ist doch absurd.

Soll jetzt ein Exempel an einem jungen Mannstatuiert werden, der sich wahrscheinlich gar nichts dabei gedacht hat, als er das hergestellt hat? Die Luft in der Bundesliga ist eben mal rauher und Herrn Hopps Konter, ausgerechnet die Dortmunder beschwerten sich über ihn, wo doch die BVB-Verantwortlichen einst Millionen für den kurzen Erfolg verblasen haben, hätte doch gereicht. Ich fand den gut.

Der Fan wollte seine Abneigung gegen Hoffenheim in Person Hopps ausdrücken. Mehr nicht. Er hat Hopp nicht bedroht, nichts nach ihm geworfen. Solche Provokationen gehören dazu. Mit der Anzeige tut er sich keinen Gefallen. Meine Meinung stützt auch ein offener Brief auf Spox.com.


Die Meister Heulsusen der Herzen
Donnerstag, 18. September 2008, 15:03 Uhr unter Bundesliga, Fußball.
Von: Alex
[ Kommentare: 4 ]

Was haben die Schalker geschimpft, nachdem sie nur wegen des schlechten Schiedsrichters Lutz Wagner noch den Sieg in Dortmund aus der Hand gegeben haben. Herr Wagner hat ja nicht nur einen Naja-Elfmeter für die Schalker gepfiffen und den Stinkstiefel Rafinha 90 Minuten lang wüten lassen statt ihn zum Duschen zu schicken, nein, er hat auch noch einen wirklich unberechtigten Elfer gepfiffen und ein Abseitstor gegeben, weshlab man den Schalkern Pander und Ernst nachsehen muss, dass ihnen alle Sicherungen durchgebrannt sind und sie ihre Gegner umgenietet haben. So ist das halt manchmal. Scheiße spielen und dann rumweinen. 2001 war es auch der böse Merk, der den Bayern in der Nachspielzeit einen Freistoß und die Meisterschaft bescherte und nicht etwa die blöde Mannschaft, die am vorletzten Spieltag gegen den Fast-Absteiger Stuttgart verloren hat.

Jetzt ist es dieses Werbeplakat des BVB-Sponsors Evonik, das in Gelsenkirchen weitere Heulkrämpfe hervorruft. Geschmacklos und beleidigend finden es manche, ein Stadtratsmitglied sieht gar die ganze Stadt diffamiert und beleidigt. Die armen.

Jetzt darf also rund um die Veltins-Turnhalle noch weitergeschimpft werden, es sind einfach alle schuldig, die gegen Schalke sind.

Pottblogger und BVB-Fan Jens, der mir dankenswerterweise auch das Bild zur Verfügung gestellt hat, hat sich zu diesem Thema und möglichen Gegen-Kampagnen so seine Gedanken gemacht. Er wird wohl nicht so mimosenhaft rumflennen, wenn der BVB beim nächsten Mal verlieren sollte. Im Übrigen habe ich im Pottblog gesehen, dass die Stadt Gelsenkirchen selbst ein Schmäh-Plakat anbietet, mit dem Dortmunder aufs Übelste beleidigt werden und daher umgehend in das Gruppenweinen einstimmen sollte.

Ich würde mich ja totlachen, wenn Bordon und Kristajic für ihre Ausraster nach Spielende noch nachträglich gesperrt würden. Vor laufenden Kameras hat Herr Bordon “Puta” geschrien. Das heißt “Hure” und dürfte den Tatbestand der Beleidigung eher erfüllen als das harmlose Plakat von Evonik.


Der Meister der Herzen weint wieder
Samstag, 13. September 2008, 18:51 Uhr unter Bundesliga, FC Bayern, Fußball.
Von: Alex
[ Kommentare: 2 ]

3-0 gegen Dortmund in Dortmund führen und dann noch den Sieg vergeigen? Das kann nur Scheiße Schalke 04 sein. Was war das schön heute, die Konferenz am Radio zu verfolgen. Jedes Schalker Tor hat ein Grummeln hervorgerufen, der erste Treffer der Dortmunder konnte mich auch nicht unbedingt begeistern, beim zweiten aber bin ich aus meiner Unterrichtsvorbereitungslethargie aufgewacht und war voll beim Fußball, zumal Fabian Ernst kurz darauf mit Rot ebenfalls vom Platz musste, da schon Pander kurz nach dem Anschlusstreffer zum Duschen musste. Und dann… 90.Minute. Ausgleich. Mit einem Elfmeter, über den man fast genauso streiten kann wie über den ersten, der Schalke die Führung brachte. Pander hat gefoult, Ernst hat gefoult, da war nicht der Schiedsrichter schuld. Der hätte Rafinha, den wirklich miesesten Spieler der Liga, längst vom Platz stellen können. Trotzdem heulen die Schalker jetzt und schimpfen auf den Schiri.

Herrlich. Und Bayern gewinnt 3-0 in Köln. Das hätte ich fast vergessen, diese Tore habe ich aber selbstverständlich ähnlich laut bejubelt wie den Dortmunder Ausgleichstreffer. Ordnung muss schließlich sein.


Die eigenen Fans beleidigen Jan Koller
Samstag, 3. Mai 2008, 19:00 Uhr unter Bundesliga, Fußball.
Von: Alex
[ Kommentare: 10 ]

Das 2-0 der Bielefelder gegen den VfL Bochum dürfte dem Glubb heute den Todesstoß versetzt haben, nachdem die letzte Woche nach einer 2-0-Halbzeitführung nur 2-2 gegen die Bielefelder gespielt haben und gestern trotz bester Chancen gegen erschreckend schwache Dortmunder über ein 0-0 nicht hinauskamen. Bester Mann auf dem Platz war der frühere Dortmunder Jan Koller, der mehrere gute Chancen zwar nicht verwerten konnte, dafür auf der anderen Seite ein Dortmunder Tor auf der Linie stehend verhinderte.

Da er bei den BVB-Fans noch immer einen Stein im Brett hat, weil er dort sehr erfolgreich auf Torejagd gegangen und 2002 mit dem BVB Meister geworden ist, wurde er gestern eben von den gegnerischen Fans gefeiert und hat mit den Fans auch kurz eine Welle gemacht. Nichts Schlimmes, meiner Meinung nach, wir haben in München auch mit unserem Giovane Elber gefeiert, als der Bayern in der CL im Trikot von Olympique Lyon den Todesstoß verpasste und später im Trikot der Gladbacher nach München zurückkehrte. Kein Gladbacher hat sich damals beschwert oder Elber beschimpft. Anders aber die Nürnberger Fans: Die machten nicht nur wüste Gesten in Richtung Koller, als dieser zurück in die Glubberer-Kurve kam, sie beschimpften ihn auch aufs Übelste und wünschten ihn sonstwohin. Dass der lauthals im Kabinengang über seine “Fans” fluchte, ich kann es ihm nicht verdenken, zumal er versuchte, sich zu entschuldigen.

Ich kann die Frustration über den wohl besiegelten Abstieg ja nachvollziehen, aber einen Spieler so zu beleidigen, der sich als einer der wenigen 90 Minuten den Arsch aufgerissen hat, ist unter aller Sau. Es war ja nicht so, dass er nicht vollen Einsatz gezeigt hat.


Thomas Doll explodiert
Donnerstag, 24. April 2008, 19:01 Uhr unter Bundesliga, Fußball.
Von: Alex
[ Kommentare: keine ]

Keine Angst, Thomas Doll trägt keinen arabischen Bauchweg-Gürtel, aber wie eine Bombe hochgegangen ist er trotzdem, er steht Giovanni Trappatoni in nichts nach. War es bei Trap noch der drollige Italo-Akzent, ist es bei Doll die blanke Wut, die ihn zu mancher Wiederholung brachte, er lachte sich gleich mehrmals den Arsch ab und ärgerte sich, wie er immer wieder betonte. Recht hat er, wie auch der Mister, das Anspruchsdenken scheint bei vielen noch immer in Sphären kurz nach dem CL-Sieg 1997 zu bewegen, dass er es ins internationale Geschäft geschafft hat, wird viel zu wenig gewürdigt, auch wenn er das letztlich dem FC Bayern zu verdanken hat, aber egal, ins Pokalfinale musste er es erstmal schaffen.

Ich war nicht der erste, der darüber geschrieben hat, auch Pottblog-Jens, Ximmel und der Frittenmeister haben sich mit Dolls Wutrede schon auseinandergesetzt.

Reaktionen auf Dolls überraschenden Ausbruch hier (Sport1) und hier (Bild).


Fliegt Thomas Doll raus? Kommt Jürgen Klopp?
Samstag, 19. April 2008, 16:43 Uhr unter Bundesliga, Fußball.
Von: Alex
[ Kommentare: 3 ]

Das dürfte wenige Stunden vor dem Anpfiff des Pokalfinales für große Unruhe bei Borussia Dortmund sorgen:

Der Nachrichtensender N24 berichtet unter Berufung auf interne Kreise, der Mainzer Trainer Jürgen Klopp solle in der kommenden Saison Nachfolger des unglücklichen Thomas Doll werden. Damit wäre es egal, ob Dortmund heute gewinnt oder verliert, Doll könnte auch mit einem Pokalsieg seinen Kopf nicht mehr aus der Schlinge ziehen, die verbleibenden fünf Spiele in der Bundesliga hätten ebenfalls keine Auswirkung mehr auf Dolls persönliches Schicksal.

Allerdings hat Klopp Mainz zugesichert, dass er bleibe, vorausgesetzt, Mainz steigt in die erste Liga auf. Und da sieht es ja nicht so schlecht aus. Dortmund und Klopp? Das passt nicht? Ich kann mir den fröhlichen Herrn Klopp bei kaum einem anderen Verein vorstellen, schon gar nicht bei Dortmund. Bei Bayern übrigens auch nicht, ich war fast erschrocken, als sein Name gehandelt wurde, ehe Klinsmann unterschrieben hat.


Ein bisschen Aberglauben…
Samstag, 19. April 2008, 13:08 Uhr unter FC Bayern, Fußball.
Von: Alex
[ Kommentare: 2 ]

Und mit diesem T-Shirt kann schon gar nichts schiefgehen:

Das hat die großen Spiele des FCB gegen Dortmund live im Stadion erlebt, nie hat der FCB verloren, letzten Sonntag hatte ich es beim 5-0 an und auch heute werde ich das T-Shirt, für das mir schon recht hohe Summen geboten wurden, anziehen.

Ich bin schon heiß!!!!


Pokalfinale in Berlin!
Samstag, 19. April 2008, 13:00 Uhr unter Allgemein, FC Bayern, Fußball.
Von: Alex
[ Kommentare: 1 ]

Das Pokalfinale ist einfach etwas Besonderes, auch wenn es wie 2006 wieder sehr früh angesetzt wurde. Ich freue mich jetzt, knapp sieben Stunden vor dem Anpfiff, schon auf das Spiel, auch wenn der ruhmreiche FC Bayern München, Rekord-Pokalsieger und Top-Favorit, und Borussia Dortmund sich leistungsmäßig so bedenklich fern zu sein scheinen, dass ein spannender Pokalabend eher nicht zu erwarten ist. Da auch das Frauen-Finale nicht viel Spannung verspricht, fand ich unter der Woche den nicht ganz ernst gemeinten Vorschlag aus dem Pottblog recht lustig, eine kleine Spielplanänderung vorzunehmen

Mittlerweile glaubt Jens an einen Sieg der Dortmunder. Verständlich, schließlich ist er am Abend live dabei und den Kopf schon vorher in den Sand stecken wird hoffentlich auch der BVB nicht, auch wenn es unter der Woche die nächste Klatsche gab, die dem Selbstbewusstsein sicher nicht zuträglich war. Immerhin hat ja der Sponsor genug Humor bewiesen, um dem FCB in zahlreichen Zeitschriften einen Pokal-Besichtigungstermin anzubieten. Aber, und jetzt kommt das berühmte Aber, wir kennen ja alle den FC Bayern, wenn es gegen Gegner geht, die eigentlich schon am Boden liegen: In der Liga gehen solche Spiele schon mal verloren, die Niederlage beim damaligen Ligaletzten Cottbus ist erst gut einen Monat her, auch gegen Getafe taten sich die Bayern als großer Favorit sehr schwer. Herr Dede, der heute 30 wird, hat schon angekündigt, die Dortmunder würden um ihr Leben laufen, und ich glaube auch, dass das heute ein ganz anderes Spiel wird als letzte Woche. Der BVB hat nichts zu verlieren, im Uefa-Cup sind sie als Finalist sicher dabei, dem FC Bayern sei Dank. Ein frühes Bayern-Tor könnte natürlich für einen ähnlichen Spielverlauf sorgen, ein frühes BVB-Tor das Spiel richtig spannend werden lassen.

Die Dortmunder bemühen ales, um die eigenen Chancen wenigstens etwas hervorzuheben. Norbert Dickel, Pokalheld beim letzten Sieg 1989 und heute Stadionsprecher beim BVB, wird dieser Tage recht gerne interviewt und als Glücksbringer beschworen, ehemalige Spieler wie Jürgen Kohler hoffen auf die bayerische Überheblichkeit, Michael Rummenigge, ebenfalls Pokalsieger mit dem BVB 1989, glaubt hingegen an den FC Bayern. Ich auch. Ein nettes Interview mit Bayern-Urgestein Hansi Pflüger findet sich hier bei 11Freunde.

Für Oliver Kahn und Ottmar Hitzfeld ist es heute das letzte Pokalfinale, auf dem Weg zum angestrebten Triple wird der BVB hoffentlich keine Hürde darstellen, es wäre eine echte Blamage, heute gegen Dortmund zu verlieren. Ollis sechster Pokalerfolg sollte drin sein, ich wünsche es ihm und uns. Ich will ihn am 17. Mai mit Pokal, Schale und Uefa-Pokal am Marienplatz jubeln sehen!

Auf einen tollen Pokalabend!


Ein bisschen Hochmut…
Donnerstag, 17. April 2008, 21:47 Uhr unter FC Bayern, Fußball.
Von: Alex
[ Kommentare: 7 ]

Hat nicht der BVB am letzten Sonntag von den ruhmreichen Bayern eine Lektion in Sachen Fußball erteilt bekommen? Es wäre zweistellig geworden, hätten die Bayern nach dem 4-0 weiterhin so großartig gespielt. Aber sie mussten nicht, es war ja nur die Generalprobe fürs Pokalendspiel am nächsten Samstag in Berlin. Gestern dann folgte statt der erwarteten Wiedergutmachung vor eigenem Publikum die nächste Klatsche. Mit einem verdienten 3-1 verabschiedete sich der Gast aus Hannover wieder, das Dortmunder Selbstvertrauen dürfte nicht mehr allzu groß sein, sollte man denken, wenn man innerhalb kürzester Zeit zum Gespött wird. Sollte man… Ich habe gerade mitten in der Unterrichtsvorbereitung die neue Sport-Bild durchgeblättert und bin dabei auf diese Anzeige gestoßen, über die ich doch richtig lachen musste.

Ist das Galgenhumor oder sind sie beim BVB-Sponsor Evonik in andere Sphären entrückt? Die Dortmunder sollten eher froh sein, dass sie noch mitspielen dürfen. Manche Werbung ist schon sehr merkwürdig. Eines haben sie wieder erreicht, über ihre Werbung wird gesprochen, und das scheint mir auch der einzige Zweck zu sein. Oder wurde die Anzeige vor dem Sonntag freigegeben?

Ihr Dortmunder! Fühlt euch ausgelacht!


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