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Blogroll die 2te
Gepäck-Checkliste für eine Transalp
Donnerstag, 29. Juli 2010, 14:37 Uhr unter Sport.
Von: Alex
[ Kommentare: 1 ]

Die letzte Exkursion gestern zu den Festspielen auf der Luisenburg und der Wandertag heute liegen hinter mir, morgen ist der letzte Schultag und dann sind Ferien. Wie im letzten Jahr fahre ich mit A. über die Alpen, allerdings starten wir dieses Mal nicht in Garmisch, um auf der Via Claudia Augusta zum Gardasee zu fahren, sondern wir beginnen unsere Tour in der Nähe von Mittenwald, durchqueren die österreichischen Alpen durchs Alpbachtal, die Kitzbüheler Alpen und die Hohen Tauern, um in den Dolomiten, in Sexten zu landen, wo wir noch ein paar Tagestouren rund um die Sextener Sonnenuhr und die Drei Zinnen dranhängen. Kleiner Tipp, man sollte rechtzeitig sein Hotel buchen, Anfang August ist bei denen Hochsaison, weil die Italiener inzwischen sehr gerne Urlaub im Hochpustertal machen. Wenn alles gut läuft, bekomme ich morgen noch mein neues Mountain-Bike, das Speedfox SF03 von BMC, ansonsten wird mich mein Scott CFX-200 über die Alpen tragen.

Wie im letzten Jahr haben wir auch dieses Mal kein Begleitfahrzeug, wir müssen also alles auf dem Rücken mitnehmen, was wir auf den fünf Tagesetappen und anschließend in Sexten brauchen. Es ist gar nicht so einfach, an alles zu denken, die Checkliste vom letzten Jahr habe ich nicht mehr und weil ich das sicher nicht zum letzten Mal machen werde, schreibe ich meine persönliche Checkliste jetzt in meinen Blog, dann haben auch andere was davon, die uns nacheifern wollen… Alles muss in meinen Deuter Transalp 25 passen, wenn ich mir wieder einen Radrucksack kaufe, empfehle ich den Transalp 30, die fünf Liter mehr machen sehr viel aus.

Werkzeug und Zubehör:

  • Ersatzschlauch und Flickzeug
  • Pumpe, Patronen
  • Reifenheber
  • Kettenschloss
  • ein Satz Bremsbeläge (für Scheibenbremsen)
  • Multitool, Letherman
  • Einweghandschuhe (oder ölige Hände…)
  • Trinksystem (so viele Flaschen könnte ich gar nicht mitnehmen, wie ich Flüssigkeit brauche)
  • Trinkflasche

Kleidung:

  • Radhelm (Wie beim Skifahren gilt: Wer Hirn hat, schützt es!)
  • zwei Radhosen kurz
  • zwei Radtrikots kurz
  • ein Radtrikot lang
  • Armlinge und Beinlinge
  • Windweste
  • Regenhose + Regenjacke (von Goretex gibt es da ganz tolle Jacken, die fast keinen Platz wegnehmen)
  • Radhandschuhe
  • Buff-Tuch
  • Sonnenbrille, Brille
  • Plastikbeutel (nicht immer hält die Regenhaut des Rucksacks alles Wasser ab)
  • Badehose
  • normale Unterwäsche
  • zwei Paar Radsocken
  • Schlafzeug (T-Shirt + Hose)
  • Jogginghose
  • T-Shirt

Weiteres:

  • iPod touch + Ladekabel
  • Handy + Ladekabel
  • GPS-Gerät, GPS-Halterung, Batterien
  • Digicam, Ladekabel, Ersatzakku
  • Geldbeutel (Personalausweis, Kreditkarte, EC-Karte, Führerschein)
  • Schreibzeug
  • Aspirin, Beta-Isodona (Desinfektionsmittel), Magnesium-Tabletten
  • Erste-Hilfe-Päckchen
  • Powerbars
  • Duschgel, Zahnbürste, Zahnpasta, Mikrofaser-Handtuch (sehr praktisch, sehr handlich), Deoroller
  • Waschmittel (auf Eignung für Funktionskleidung achten)
  • Badelatschen (andere Schuhe schicken wir uns wahrscheinlich mit der Post nach Sexten)
  • ganz wichtig: Sonnencreme (LSF mindestens 15, 50 brennt in den Augen wie Sau) und Labello mit LSF
  • Tempotaschentücher
  • Karten

Viel Geschick beim Packen… Immer vorher überlegen, ob man es während der Fahrt rausholen kann, ohne alles auszuleeren. Die Transalp-Rucksäcke haben z.B. auch ein Zusatzfach, in das die Regenkleidung gut reinpasst. Eine andere Checkliste, die ich eben entdeckt habe, findet man hier, wie das Zeug aber alles in einen Rucksack passen soll, ist mir schleierhaft. Aftershave… Pfff.


Auch den Goethe habe ich gefunden
Dienstag, 13. Juli 2010, 21:52 Uhr unter Sport, Würzburcher im Exil.
Von: Alex
[ Kommentare: keine ]

Noch am Samstag habe ich spöttisch gemeint, nach Goethe müsste ich irgendwo im Wald suchen, aber schon am Ortsende von Neuhausen (so heißt der kleine Ort, der zu Rehau gehört), wo ich die Schillerstraße fotografiert habe, bin ich auf den alten Goethe getroffen, der dort ein paar Mal in einem Wirtshaus Halt gemacht hat, als er auf dem Weg zu den Heilbädern Böhmens war.

Allerdings ist der Glanz dieses Gasthauses auch schon länger verblasst…

Ansonsten habe ich heute bei meinem Radtraining gemerkt, dass mich mehr und mehr das Radfieber packt, was ich sehr gut finde, schließlich geht es schon bald wieder über die Alpen. Ein paar Bilder vom Fichtelgebirge im Sonnenuntergang.


Durch den Guttenberger Forst zur Festung
Dienstag, 25. Mai 2010, 18:23 Uhr unter Sport, Würzburg.
Von: Alex
[ Kommentare: 1 ]

Nachdem ich mein gestriges Wespenstich-Delirium weggeschlafen habe, war ich heute wieder fit, um mit dem MTB loszufahren. Durchs Steinbachtal bin ich in den Guttenberger Forst gefahren, wo ich mir die neue Wildbrücke über die A3 angeschaut habe. Schon toll, was dort in den letzten zwei Jahren entstanden ist, wenn ich mir diesen Blogeintrag vom April 2009 anschaue, wo ich den Baufortschritt fotografiert habe. Kein einziger Lastwagen war dort unterwegs, auf beiden Spuren wird inzwischen gefahren und auch die Autobahnauffahrt in Kist sieht so aus, als ob sie fast fertig ist.

Im Waldbüttelbrunner Wald war ich auf den Pfaden meiner Kindheit unterwegs und ich bin jedes Mal wieder fasziniert, auf welchen Wegen ich früher völlig schmerzfrei mit meinem ungefederten Rad ohne Gangschaltung rumgefahren bin. Vom Höchberger Hexenbruch hat man eine tolle Aussicht auf die Festung und die Stadt, überhaupt habe ich am Ende meiner kleinen Runde die Festungsanlage ein bisschen erkundet und mich gefreut, wie toll unsere Festung Marienberg doch ist. Die Anlage selbst, die Aussicht, die Ruhe. Echt super.


Endorphine und Wespengift
Montag, 24. Mai 2010, 20:36 Uhr unter Sport.
Von: Alex
[ Kommentare: keine ]

War das eine schöne Tour heute. Zum ersten Mal in diesem Jahr war ich mit dem MTB unterwegs und bin auf dem Höhenweg am Main (roter Punkt auf weißem Grund) über Randersacker und Eibelstadt nach Sommerhausen gefahren, habe dort die Mainseite gewechselt und bin auf dem Spiegeleiweg (gelber Punkt auf weißem Grund) von Winterhausen aus wieder über den Heuchelhof nach Würzburg gefahren. Im Gegensatz zum Main-Radweg ist auf der Höhe nichts los, es war herrlich ruhig und die Aussicht war auch viel schöner.

An das Bild vom FH-Neubau kann ich mich nicht erinnern, kurz vorher hat mich im Alandsgrund eine Wespe in die Schläfe gestochen, deren Gift habe ich nicht ganz vertragen.


Böse, böse Mountainbiker!
Mittwoch, 16. September 2009, 23:05 Uhr unter Sport, Würzburg.
Von: Alex
[ Kommentare: 1 ]

Mit dem MTB im Stadtwald, genauer gesagt im Steinbachtal unterwegs zu sein, wird wohl in Zukunft zum Spießrutenlauf, weil aufmerksame Würzburger Main-Post-Leser in Zukunft in jedem Radfahrer auf einem supermodernen Gerät einen potenziellen Rowdy sehen, der dort – in ihren Augen – verbotswidrig sein Unwesen treibt, selbst wenn er die Wege dort benutzt oder sich gar erdreistet, mal die Schotterpiste zu verlassen, um die Trails im hinteren Steinbachtal zu fahren.

Grund ist ein merkwürdiger Artikel in der Main-Post, in dem der Verfasser etwas reißerisch von halbwilden Mountain-Bikern und BMX-Fahrern schreibt, die dort mit supermodernen Geräten nichts ahnende Fußgänger beinahe über den Haufen fahren und auf diese Weise dafür gesorgt haben, dass ein illegaler Trail-Parcour entdeckt werden konnte, über den man sich bisher in geheimen Foren ausgetauscht hat. Die Herren haben dort wohl in der Tat ganze Arbeit geleistet und ohne Rücksicht auf die Natur und besonders den Jungwald gegraben, abgeholzt und modelliert. Die weitere Benutzung ist jetzt verboten, aus Sicht des Forstamtes ist diese Maßnahme sicherlich verständlich, sicherlich auch aus Gründen der Sicherheit. Der Parcour scheint wirklich zum Teil perfekt gebaut und viele viele Arbeitsstunden stecken in dieser Strecke. Ohne das zu rechtfertigen, ich habe für solche Rücksichtslosigkeiten gegen die Natur nämlich recht wenig bis nichts übrig, sollte die Stadt Würzburg aber wirklich ernsthaft darüber nachdenken, aus dem illegalen Parcour einen richtigen Parcour zu machen und Freeridern in Würzburg einen Anlaufpunkt zu bieten, ihrer Passion ganz offiziell nachkommen zu können. Zerstört sind die Bäume im Moment sowieso, warum sollte die Gelegenheit nicht beim Schopf gepackt werden, jetzt zuzuschlagen, als aufwändig die Strecke zurückzubauen, damit dann vielleicht andernorts eine ähnliche Problematik entsteht?

Einerseits würde man zwar damit im Nachhinein die illegale Errichtung dieser Anlage legitimieren und Nachahmer unter Umständen ermutigen, an anderen Orten aktiv zu werden, wenn die alte Strecke nicht mehr aufregend genug ist, andererseits könnte man, wenn denn die Strecke wirklich so atemberaubend ist, eine Attraktion schaffen, die Freerider sicher nicht nur aus der nächsten Umgebung anlockt. Die Benutzung der Strecken kostet in der Regel Geld, diese Einnahmen wären sicherlich sinnvoller als die geplante Erhöhung der Parkgebühren.

Als nächstes sind dann die Geocacher die Wilden, die nachts an Mauern hochklettern oder sich an diesen abseilen, um einen “Schatz” zu heben, der in geheimen Foren empfohlen wurde. Oder fällt doch jemandem auf, dass all die Zufahrtswege für die großen Kipplaster der A3-Baustelle den größten Schaden im Steinbachtal und Guttenberger Forst angerichtet haben? Da ist sicherlich mehr kaputtgegangen.


Transalp-Epilog: Brenner – Innsbruck und Scharnitz – Karwendelhaus – Eng
Sonntag, 23. August 2009, 14:50 Uhr unter Sport.
Von: Alex
[ Kommentare: 4 ]

Dienstag, 11.08.: Als Abschluss unserer Transalp von Garmisch an den Gardasee haben A. und ich noch einen Epilog im schönen Karwendel angehängt. Zunächst mussten wir mit dem Bus von Arco nach Rovereto fahren, weil am Gardasee kein Zug vorbeifährt. Von dort sind wir überraschend günstig zum Brenner gefahren, wo wir ausgestiegen sind, um auf der alten Brennerstraße nach Innsbruck zu fahren. 40 Kilometer fährt man hier nur bergab, man sieht mehr und spart auch noch Geld, auch wenn das nicht das ausschlaggebende Argument war. Hat man einen Lkw vor sich, kann man sich im Windschatten herrlich austoben.

brenner

In Innsbruck hat schlechtes Wetter kurzzeitig unseren Epilog im Karwendel in Frage gestellt. Wir haben trotzdem die Tickets nach Scharnitz gelöst, um dort vor Ort zu entscheiden, ob wir mit dem Rad noch ins Karwendel-Gebirge aufsteigen. Risiko und Gebirge passen nicht zusammen. In Scharnitz waren dann alle Zweifel verflogen, blauer – wenn auch bewölkter – Himmel und nichts, was einen Wetterumsturz in den nächsten Stunden befürchten ließ. Auf dem ausgeschilderten Wanderweg zum Karwendelhaus sind wir dann an der Isar entlang 1000 Höhenmeter nach oben geklettert, die Kulisse war dabei so schön, dass ich zeitweise fast vergessen habe, wie schlecht mein Sattel ist, den ich in nächster Zeit dringend austauschen muss. Das Karwendelhaus war nur Etappenziel, Pause haben wir etwas unterhalb gemacht, ehe es weiterging, schließlich war die Eng im Tal unser Ziel und wir hatten noch einiges vor uns. Nach einer kurzen Abfahrt hätten wir wieder zur Falkenhütten hochradeln müssen, im Anstieg sind wir aber umgekehrt, da sich das Wetter zunehmend zugezogen hat. Der Weg über das Falkenhaus wäre kürzer gewesen, so sind wir lieber abgefahren und haben die Eng im Tal angefahren. Ich weiß auch nicht, ob die Kraft noch für weitere Kletterpartien gereicht hätte und in der Eng wollten wir auf jeden Fall ankommen, da wir uns auf das Essen in der dortigen Alm gefreut haben.

Ziemlich entkräftet – ein schlechter Sattel lässt die beste Kondition zweitrangig werden – sind wir in der wunderschönen Eng angekommen, haben geduscht und uns dann am Abschlussabend den Bauch mit Tiroler Spezialitäten vollgeschlagen. Kaspressknödelsuppe, Tiroler Geröstel, Kässpätzle und Kaiserschmarrn, dazu ein paar Bierchen, der perfekte Abschluss eines perfekten Urlaubs. Die Eng ist ein wildromantisches, enges (daher der Name) Tal, das nur im Sommer bewirtschaftet ist. Etwa 15 Häuser stehen dort, für wenig Geld bekommt man dort nicht nur eine Bleibe für die Nacht, sondern auch herrliche Ruhe mitten im Gebirge.

Am nächsten Tag haben wir die Tour dann mit einer lockeren Fahrt nach Garmisch ausklingen lassen. Entlang der Riß sind wir bis zur Isar gefahren, wo wir uns kurz in den Isarauen ausgetobt haben, danach sind wir durchs Wallgau nach Krais (bei Mittenwald) gefahren und von dort runter nach Garmisch, wo am Eisstadion das Auto auf uns gewartet hat.

Unsere Routen: Brenner – Innsbruck und Scharnitz – Karwendelhaus – Eng


Transalp-Etappe 4: Brez – Madonna di Campiglio – Carisolo
Sonntag, 16. August 2009, 23:30 Uhr unter Sport.
Von: Alex
[ Kommentare: 3 ]

Samstag, 08.08.: Nach der harten Etappe über den Gampenpass konnten wir eigentlich nur mit gestreckten Beinen laufen, das Sitzen fiel uns auch schon leichter. Die Nacht war nicht ganz so erholsam, weil ein Gewitter direkt über Brez die Donnerschläge im Stakkato geschickt hat. Frühstücken konnten wir aber wieder im Garten, wegen unserer Ächz-Laute auf dem Weg zu den Rädern haben die Hausleute doch etwas verstört geschaut, als wir wieder auf die Räder gestiegen sind und Madonna di Campiglio als Zielort genannt haben. Keine allzu lange Etappe, aber nicht unbedingt einfach, da es zunächst bergauf bergab geht, um ins Val di Sole zu gelangen; Revo, Cagno, den Lago di Santa Giustina und Tozzaga haben wir unter anderem dabei passiert. In diesem Tal sind wir – nach einer kurzen Essenspause in Male – nach Dimaro weitergefahren und von dort ins Val di Meledrio abgebogen, um über den Passo Campo Carlo Magno (über historischen Grund also, weil Karl der Große hier einst auf dem Weg zur Kaiserkrönung in Rom sein Lager aufgeschlagen haben soll) zum bekannten Skiort Madonna di Campiglio hochzufahren. Wieder haben 18 Kilometer auf uns gewartet, die knapp 900hm sind wir aber regelrecht hochgeflogen, beflügelt durch die Kilometerangaben, die uns bis zur Passhöhe begleitet haben. 1h 41 min (ich) und 1h 34 min (A.) lesen sich schon deutlich besser. Im leichten Nieselregen hat dieser Pass richtig Spaß gemacht, auf dem letzten Kilometer habe ich sogar noch Kraft für einen Sprint gehabt und bin somit breit grinsend und völlig glücklich oben angekommen. Leider haben sich die schönen Berge in den Wolken versteckt.

Madonna di Campiglio war etwas zu teuer, ein Regenschauer hat uns allerdings zum Pausieren gezwungen. Schließlich sind wir dann aber abgefahren und haben in Carisolo (immer noch am Berg gelegen) ein günstiges Zimmer mit Badewanne bekommen. Eine echte Belohnung, ehe es zum Supermercato und zum Pizzaessen ging.

Unsere Reiseroute: Brez – Cloz – Male – Dimaro – Passe Campo Carlo Magno – Madonna di Campiglio – Carisolo


Transalp-Etappe 3: Lasa – Meran – Lana – Fondo – Brez
Sonntag, 16. August 2009, 0:46 Uhr unter Sport.
Von: Alex
[ Kommentare: 10 ]

Freitag, 07.08.: Die wohl härteste Etappe unserer Transalp. Im Etschtal ging es sehr ruhig los, der Radweg nach Meran führt kilometerlang quer durch die Apfel-Plantagen Südtirols. Anstrengend ist das nicht, wer nach Meran möchte, kann auf diesem Weg herrlich entspannen und sich auf dortige Therme freuen. Wir wollten aber nicht nach Meran, sondern weiter Richtung Gardasee, und sind deshalb oberhalb von Meran auf den Marlinger Waalweg abgebogen, einen herrlichen Panoramaweg quer durch die Weinberge, der uns zum Haiderhof geführt hat, wo wir mit Blick auf eine der typischen Etschtal-Burgen in einer wunderschönen Weinlaube unser Mittagessen genossen haben, da wir wussten, dass wir den 18 km langen Gampenpass mit 1200 hm noch vor uns haben. Noch eine knackige Abfahrt nach Lana, dann ging es auch schon wieder in die Höhe. In Schlanders haben wir uns auch mit einer Karte ausgerüstet, wer nach Meran will, kann sich dieses Geld allerdings sparen.

Der Gampenpass ist gnadenlos. Die Straße steigt kontinuierlich und ermöglicht nur wenige Verschnaufpausen. Kehren, wie sie jeder normale Pass hat, gibt es hier nicht, ebensowenig Kilometeranzeigen, z.B. bis zur Passhöhe. Kilometerlange Rampen zehren an den Kräften, da ich Probleme mit meinem Hinterteil hatte, habe ich 2 Stunden und 40 Minuten bis zur Passhöhe auf 1518 Metern gebraucht. Die herrliche Aussicht auf die 3000er der Dolomiten war zeitweise völlig nebensächlich, die Überwindung des Schweinehundes war wichtiger. Völlig entkräftet sind wir beide oben angekommen, nach einer Stärkung haben wir dann aber die Aussicht auf der Abfahrt hinunter nach Fondo genießen können und uns zeitgleich auf unser nächstes Quartier gefreut. Das haben wir in Fondo nicht gefunden, wenige Kilometer weiter in Brez haben wir bei Familie Menghini-Luciano ein schönes Zimmer bekommen und wurden sehr nett aufgenommen. In Trentino, auf der anderen Seite des Gampenpasses, sprechen die Einheimischen kaum noch Deutsch oder Englisch, die Verständigung klappt aber dennoch immer wieder. Wunderbar.

Trotz aller Strapazen eine tolle Etappe: Lasa – Schlanders – Meran – (Marlinger Waalweg) – Lana – Fondo – Brez


Transalp-Etappe 2: Landeck – Nauders – Lasa
Samstag, 15. August 2009, 0:30 Uhr unter Sport.
Von: Alex
[ Kommentare: 4 ]

Donnerstag, 06.08.: Von der Skihütte Zams hatten wir am Morgen eine traumhafte Aussicht, gestärkt mit einem reichhaltigen Frühstück mussten wir zunächst ins Tal abfahren. Am Berg entlang Richtung Landeck ging es immer steiler bergab, der nasse, z.T. morastige Untergrund war nicht immer einfach zu nehmen, auf dem geschotterten Wirtschaftsweg hat es aber dann wieder Spaß gemacht, ins Tal zu brettern. Zwischen Landeck und Fließ haben wir dann ein Bergdorf erreicht, auf den Serpentinen sind wir ins Inntal zurückgekehrt, wo wir neben dem grünen Inn bis Pfunds und schließlich zur Kajetansbrücke gefahren sind. Auf dem Reschenpass sollte man nicht nach Nauders fahren, viel schöner fährt man, wenn man an der Kajetansbrücke an der Zollstation vorbei nach St. Moritz (CH) abbiegt und bis Martina durch das En-Tal auf Schweizer Boden fährt. Der Pass nach Nauders ist dann schon wieder in Österreich.

martina_rivella

Gestärkt mit einer Rivella sind wir zur Norbertshöhe hochgeflogen (A.: 36 Minuten, Ich: 41 Minuten), haben den Skiort Nauders links liegen lassen und sind gleich weiter zum Reschensee hochgefahren, der im Sonnenschein wieder wunderschön grün-blau geleuchtet hat. Irgendwann war dann aber doch mal eine Pause notwendig, die wir im Vinschgau (San Valentina alla Muta direkt am Staudamm des Reschensees) natürlich mit Vinschgauern, Käse, Salami und Südtiroler Speck gemacht haben. Mit diesen Spezialitäten gestärkt sind wir dann ins Etschtal abgefahren, knapp 15 Kilometer lang geht es wirklich konstant bergab, meist an der Etsch entlang. Ab der italienischen Grenzen bzw. ab dem Reschensee ist der Radweg nach Meran mit braunen Schildern markiert, unser Zielort an diesem zweiten Tag war Lasa an Etsch. Die Pension haben wir nach kurzer Suche gefunden. Einfach irgendwo klingeln, wo Zimmer angeboten werden. Wenn besetzt ist, kennen die Leute meist jemanden, der jemanden kennt, der jemanden kennt, der auch noch eine Übernachtung mit Frühstück anbietet.

Wegstrecke: Skihütte Zams – Fließ – Prutz – Tösens – Pfunds – Kajetansbrücke – Martina – Nauders – Lago di Resia – San Valentina alla Muta – Schluderns – Lasa


Transalp-Etappe 1: (Garmisch) – Lermoos – Skihütte Zams
Donnerstag, 13. August 2009, 14:00 Uhr unter Sport.
Von: Alex
[ Kommentare: 10 ]

Dienstag, 04.08.: Anreise: Bevor wir auf die Räder gestiegen sind, haben wir uns noch die Partnachklamm in Garmisch-Partenkirchen angeschaut (2€ für Erwachsene, die sich unbedingt lohnen), die nach den heftigen Regenschauern der vorherigen Tage noch beeindruckender war als sonst. Von überall kam Wasser, von unten, von oben, von der Seite. Sprachlos waren wir bei dem Jungen, der Gameboy-spielend durch die Klamm schlurfte.

Gegen vier ging es dann aber aufs Rad, um von Garmisch, wo wir das Auto geparkt haben, über Ehrwald nach Lermoos zu fahren, dem Startpunkt unserer Transalp an den Gardasee. Ein gut ausgeschilderter Radweg führt jeden sicher ans Ziel, auch wenn keine Karte im Gepäck ist. Wer auf der Via Claudia Augusta nach Meran bzw. Bozen fahren will, kann auf eine Radwegkarte guten Gewissens verzichten, weil der Weg bestens ausgeschildert und markiert ist.

Mittwoch, 05.08.: Wer ganz sicher gehen will, folgt einfach den Straßenschildern zum Fernpass bzw. nach Reutte, andernfalls laden Wald- und Wiesenwege geradezu ein, abseits der Straße zum Anfang der Via-Claudia-Transalp am Cube-Hotel (sieht aus wie ein großer Würfel, ist auch ausgeschildert) zu fahren. Ein paar Höhenmeter sind wir umsonst gefahren, die Aussicht auf die Zugspitze war dabei aber eine lohnende Entschädigung. Wenige Meter fährt man auf dem Radweg neben der Fernpassstraße, dann sieht man aufgesprüht auf den Weg den Wegweiser, der auf die Nebenstrecke in die freie Natur führt. Hat man die Fernpasshöhe bewältigt (Aussicht unbedingt genießen), fährt man auf schönen Waldwegen ins Tal ab, vorbei am Schloss Fernsteinsee, und erreicht über Nassereith und Tarrenz Imst. Von hier führt der Inntalrad durch das malerische Tal.

Da wir aber noch nicht ausgelastet waren, haben wir den Inntalradweg in Starkenbach (kurz vor Zams) verlassen und sind zur Kronburg hochgefahren, um von dort zu unserem Quartier in der Skihütte Zams weiterzufahren. Der Weg zur Skihütte unterhalb des Venet-Gipfels hat uns unsere körperlichen Grenzen aufgezeigt, irgendwann hat das Fahren nicht mehr geklappt und das Schieben auf steilen Wirtschaftswegen macht in Mountain-Bike-Schuhen auch keine große Freude. Eine Tortour war das; und ein echter Charaktertest.

aussicht_venet

Kurz vor dem Ziel hat dann allerdings die tolle Aussicht entlohnt, in der Hütte (wo man vorher reservieren sollte, da viele Bergsteiger auf dem Fernwanderweg E5 unterwegs sind) haben wir für unser Geld ein nahrhaftes und reichliches Abendessen bekommen und am nächsten Morgen ein großes Frühstück. Noch vor acht waren wir an dem Tag im Bett gelegen. Kleiner Tipp: Mit der Seilbahn könnte man auch hochfahren.

Wegstrecke: Lermoos (Cube) – Imst – Zams. Ohne den Venet gut fahrbar.


Geschafft! Geschafft und trotzdem gut erholt
Donnerstag, 13. August 2009, 0:00 Uhr unter Sport.
Von: Alex
[ Kommentare: 3 ]

Wir haben es geschafft.

ankunft_gardasee

Voller Stolz blicken A. und ich auf fünf geile Tage (+Epilog im Karwendel), in denen wir von Garmisch-Partenkirchen nach Riva am Gardasee gefahren sind. Geschafft haben wir es, geschafft sind wir, aber trotz aller Strapazen sind wir bestens erholt. Ein ausführlicher Bericht von unserer Transalp inklusive Wegbeschreibung folgt.


Über die Alpen
Dienstag, 4. August 2009, 1:44 Uhr unter Sport.
Von: Alex
[ Kommentare: 4 ]

Mit einem Tag Verspätung starten A. und ich heute endlich unsere Transalp.

reschensee

Das Wetter wird hoffentlich noch konstanter, am besten ähnlich schön wie im letzten Jahr am Reschensee, dann müssen wir keine kurzfristigen Planänderungen mehr einschieben. Zielpunkt ist in diesem Jahr Riva am Gardasee.


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