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Blogroll die 2te
JA zum Nichtraucherschutz
Montag, 28. Juni 2010, 21:06 Uhr unter Politik.
Von: Alex
[ Kommentare: 8 ]

Am Sonntag ist der Volksentscheid über das Nichtraucherschutzgesetz. Nachdem wir in Bayern ein wasserdichtes Nichtraucherschutzgesetz hatten, an das sich die meisten, auch die hartgesottenen Raucher, gewöhnt haben, musste sich die FDP als Koalitionspartner in Bayern gleich profilieren und hat der CSU die Aufweichung des Nichtraucherschutzes abgerungen. Es gab ja nichts Wichtigeres zu regeln und wer mit so einem populistischen Thema auf Wählerfang gehen muss, der muss dann auch halbwegs unter Beweis stellen, dass es mehr als hohle Phrasen waren. Das aber nur am Rande. Die Raucher und Wirte sind im liberalen Sinne seitdem wieder freier, es darf jeder selbst bestimmen, ob in seinem Laden geraucht wird. Wie viele Raucher stört es denn noch, vor die Türe zu gehen? Das gehört nun mal zur Rücksichtnahme, dass der, der Gestank verursacht, Rücksicht nimmt. Es kann nicht angehen, dass der Nichtraucher brav den Dreck der anderen einatmet, damit die sich frei fühlen können wie der Marlboro-Cowboy. Alles war fein, alles war gut, wir hatten das beste Nichtraucherschutzgesetz, bis halt die FDP kam und plötzlich auch in der CSU alle der Meinung waren, dass das alles zu weit gehe.

Ein Aktionsbündnis musste sich gründen und ein erfolgreiches Volksbegehren in die Wege leiten, aber unsere bayerischen Volksvertreter konnten diesen Gesetzesvorschlag (Rücknahme der Lockerungen) nicht annehmen, sondern mussten ihren eigenen dagegensetzen. Daher sind wir am Sonntag zur Abstimmung aufgerufen und es kreuzen hoffentlich genügend Leute JA an, auch wenn an fast jedem Laternenpfahl ein großes NEIN prangt, das zur Ablehnung aufruft.

Wenn es keine Lücken gibt, gibt es auch niemanden, der in den Lücken heruminterpretiert und versucht, weitere Freiräume zu schaffen. In genug Kneipen wird irgendwann um 0.00 Uhr mit dem Rauchen angefangen. Warum?

Interessant, dass sich das Raucher-Aktionsbündnis “Für Freiheit und Toleranz” nennt, wenn man dieses Bild hier sieht, bedarf es eigentlich keiner großen Worte mehr.

[Nachtrag 04.07.2010, 20.50 Uhr: 61% haben mit JA gestimmt, leider lag die Wahlbeteiligung bei nur 37,7%.]


Die Main-Post und ihre Online-Umfragen
Freitag, 4. Juni 2010, 11:30 Uhr unter Lästereien, Politik, Würzburg.
Von: Alex
[ Kommentare: 4 ]

Sie lernen es einfach nicht…

Die Auflage der Main-Post wird immer wieder gerne mit “bis zu 140.000 Exemplaren” angegeben, mit der man insgesamt sogar eine halbe Million Leser in der Region erreichen will. Auf der Online-Seite werden dann lustige Klick-Umfragen geschaltet, deren Ergebnisse dann immer wieder gerne als nicht-repräsentative Umfrage in der Druckausgabe verwurstet werden. Dass dann aber aus 712 Online-Nutzern, die sich mit der überwältigenden Mehrheit von 28,1% für Margot Käßmann und gegen Joschka Fischer, Ursula von der Leyen, Edmund Stoiber und die anderen gerade verfügbaren Namen enschieden haben, die Überschrift “Main-Post-Leser wollen Käßmann als Bundespräsidenin” wird, ist mehr als peinlich. Immerhin 0,49103448% der Leser haben abgestimmt, wenn man davon ausgeht, dass es nur 145.000 Leser gibt. Dabei ist aber nicht eingerechnet, dass bei der Main-Post jeder so oft abstimmen kann, wie er gerade Lust und Zeit hat, auch wenn ich schwer davon ausgehe, dass Frau Käßmann nicht wie andere für sich geklickt hat.

Angenommen, die Main-Post hätte Franz Beckenbauer, Stefan Raab, unsere Grand-Prix-Gewinnerin Lena, Horst Schlämmer und Günther Jauch ins Umfrage-Rennen geschickt, wir hätten uns alle sicherlich über die Schlagzeile “Überwältigende Mehrheit: Main-Post-Leser fordern Lena als Bundespräsidentin” freuen dürfen.

Eine andere, gerne genutzte Baustelle bei der Main-Post sind die völlig anonymen und meist ziemlich prolligen bzw. dummen bzw. debilen bzw. hirnlosen bzw. dämlichen Kommentare, aus denen dann in der Druck-Ausgabe immer wieder ein Artikel wird, der mit “Heftige Diskussion im Internet” betitelt wird…

Übrigens: Ich lese die Main-Post, aber ich will nicht Frau Käßmann als Bundespräsidentin. Mindestens zwei Leser meines Blogs wollen Uli Hoeneß als Bundespräsident, das sind prozentual schon mehr Leser als bei der MP-Umfrage.


Milliarden für die Griechen
Montag, 3. Mai 2010, 18:58 Uhr unter Politik.
Von: Alex
[ Kommentare: 1 ]

Die Griechen bekommen 80 Milliarden von der EU, die Deutschen zahlen davon über 22 Milliarden, auch die Franzosen dürfen ordentlich bluten, weil die Griechen jetzt die Quittung für ihre komische Wirtschafts- und Steuerpolitik bekommen. So ganz verstehe ich das nicht. Überall wird ein harter Sparkurs gefahren, Steuern erhöht und Mittel gestrichen, koalitionsintern wird über Steuererleichterungen gestritten, die so leicht nicht zu finanzieren sind, für die Griechen können aber mal eben Milliarden an Steuergeldern lockergemacht werden. Warum ist es ein Tabu, solche Länder aus der Währungsunion auszuschließen? Gab es nicht mal strenge Richtlinien bezüglich der Neuverschuldung, deren Nichteinhaltung mit Strafzahlungen belegt wurde? Welches ist das nächste Land, das nach EU-Krediten ruft?

Alles läuft auf Pump, wie das alles auf Dauer funktionieren soll, verstehe ich schon lange nicht mehr. Vielleicht habe ich das auch noch nie verstanden. Wie und wo wetten Spekulanten auf einen Staatsbankrott und machen damit dann noch Milliardengewinne? Wie sollen die Griechen das denn je zurückzahlen? Schön auch, dass die Griechen vogelwild gegen den Sparkurs der Regierung protestieren und Gewerkschaften zum Generalstreik aufrufen. Immer schön die Hand aufhalten…

Alles sehr eigenartig. Einen großartigen Kommentar zur momentanen Europaskepsis, die uns Deutschen aus dem Ausland vorgeworfen wird, hat Tagesthemen-Moderator Tom Buhrow in der New York Times geschrieben, die Übersetzung liefert die Welt.


Alljährliches Chaos zum 1. Mai
Sonntag, 2. Mai 2010, 10:39 Uhr unter Politik.
Von: Alex
[ Kommentare: 1 ]

Gegendemonstrationen bei Aufmärschen von ewiggestrigen Nazi-Gestalten gibt es überall, zum Glück. Schließlich ist es ein gutes Zeichen, dass immer wieder ein Vielfaches auf die Straße geht, um zu zeigen, dass die anderen ein kleiner Haufen sind, die leider unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit immer wieder grünes Licht von den Verwaltungsgerichten bekommen, selbst wenn die Kommunen die Aufmärsche verboten haben.

Warum aber werden diesen alljährlichen Mai-Krawallen autonomer Chaoten keine Riegel vorgeschoben. Da melden irgendwelche ganz linken Gruppen Demonstrationen an, missbrauchen dabei den einstigen Arbeitertag und am Ende brennen wieder Autoreifen und Straßensperren und Polizisten müssen ihren Kopf für nichts und wieder nichts hinhalten, nur weil unreife Gestalten irgendwas zwischen Revolution und Randaleparty abhalten müssen, ohne zu wissen, für was oder gegen was sie eigentlich sind. Wo wird denn da überhaupt etwas geäußert, was man als Meinung bezeichnen könnte? Hauptsache, ein schwarzer Kapuzenpulli, Sonnenbrille und Springerstiefel und irgendwas gegen Banken und Kapitalismus, weil sie davon mal gehört haben.

Warum geht niemand gegen diese Chaoten auf die Straße? Warum versuchen die Kommunen nicht, diese “Straßenfeste” zu unterbinden, die dann regelmäßig eskalieren und in Hamburg und Berlin nichts Besonderes zu sein scheinen? Machen “Gegen Nazis”-Aufnäher auf den Klamotten die Randale zu einem hehren Unternehmen? Jedes Jahr kann ich nur den Kopf schütteln, dass jeder mit Randalen rechnet, aber offenbar nichts dagegen getan werden kann, während die Nazi-Demos mit allen Mitteln unterbunden werden sollen.

Was sind eigentlich Autonome? Ein netter Beitrag findet sich hier.


Sind Linke-Politiker gleicher?
Freitag, 9. April 2010, 8:04 Uhr unter Politik, Würzburg.
Von: Alex
[ Kommentare: 3 ]

Während anderen Kindergeld und Geldgeschenke über 50€ auf die Hartz-IV-Bezüge angerechnet werden dürfen und jeder noch so kleine Nebenverdienst ebenfalls vom Regelsatz abgezogen wird, disqualifiziert sich derzeit die Würzburger Stadträtin der Linken selbst, da sie vor dem Sozialgericht geklagt hat, weil sie nicht wollte, dass ihre Sitzungsgelder angerechnet werden. Stolze 651,16€ bekommt sie jeden Monat, diese will sie behalten, da sie ja auch höhere Ausgaben habe, die sie aber nicht nachweisen will. Zum Glück hat das Gericht die Klage abgewiesen, jetzt klagt die Stadträtin eben vor dem Landessozialgericht in München.

Meines Wissens ist der Höchstsatz deutlich niedriger, somit sollten die Mehrkosten damit auch gedeckt sein, große Wahlkreisreisen lassen sich ja auch mit dem Fahrrad bewältigen. Interessant eigentlich, aber nicht weiter verwunderlich bei dieser “Partei”. Linke Mitnahmementalität halt.


Haarsträubend
Samstag, 20. März 2010, 12:18 Uhr unter Politik.
Von: Alex
[ Kommentare: 1 ]

Glauben die kommunistischen Träumer von der Linken eigentlich ihr eigenes Gewäsch oder suchen sie sich nur bewusst ein Klientel, das vielleicht zu dumm ist, um den Schwachsinn als Schwachsinn zu verstehen?

Reichtum soll steuerlich so umverteilt werden, dass dadurch sogar die Mordrate sinkt, weil alle glücklicher sind und die Reichen sich nicht mehr in Ghettos zurückziehen müssten. Einführung der 30-Stunden-Woche (wahrscheinlich bei mindestens gleicher Bezahlung wie bisher) und Zulassung des Generalstreiks als Kampfmittel der Arbeiterklasse. Haarsträubend. Und irgendwie lustig. Vielleicht lacht sich Herr Ernst in seinem Porsche ja regelmäßig kaputt.


Ich mach mir die Welt…
Donnerstag, 18. Februar 2010, 10:25 Uhr unter Politik.
Von: Alex
[ Kommentare: 5 ]

…wiedewiede wie sie mir gefällt. (Pippi Langstrumpf)

“Da Daten anders als Autos oder Handys keine Sachen sind, kann man sie nicht stehlen.” Das hat unsere bayerische Justizministerin Beate Merk in Zusammenhang mit dem Kauf der Daten-CD von sich gegeben, um den Freistaat vor dem Vorwurf der Hehlerei zu verteidigen. Dürfen sich jetzt bald also alle Raubkopierer vertrauensvoll an Frau Merk wenden, wenn sie erwischt worden sind? Sie haben ja nur Daten gestohlen. Geistiges Eigentum ist schließlich auch keine Sache wie ein Auto oder ein Handy, folglich kann man das ja auch nicht stehlen. Wenn sich jemand seine Musik irgendwo runterlädt, liegt die danach immer noch auf dem Server, sie hat sich sogar vermehrt.

Die gute Frau ist Juristin, sie wird dann ihre Richter sicherlich ins Gebet nehmen und über neue Erkenntnisse der Juristerei aufklären. Glückwunsch. Si tacuisses…


Alt-OB Zeitler und gewisse Schimpfwörter
Sonntag, 7. Februar 2010, 17:44 Uhr unter Politik, Würzburg.
Von: Alex
[ Kommentare: 6 ]

Alt-OB Zeitler, inzwischen Stadtrat in der dreiköpfigen Mini-Fraktion der Würzburger Liste, war letzte Woche sauer, weil sich die Main-Post erdreistet hatte, keinen Vertreter zu einer als “Bürgerinformation” deklarierten Veranstaltung der WL zu schicken, in der es um die neue Straßenbahnlinie ging. Da das Verkehrsgutachten noch nicht vorliegt, war die Veranstaltung für die Main-Post zu unbedeutend, was den Alt-OB Zeitler offenbar so auf die Palme brachte, dass er sich gehörig im Ton vergriff. Als “Kaffern” bezeichnete er die Mitarbeiter der Zeitung. Jetzt ist “Kaffern” ein ziemlich fieses Schimpfwort für Schwarze, das gerade in Zeiten der Apartheid gerne von den weißen Rassisten benutzt wurde und in Südafrika laut Wikipedia heute sogar verboten ist.

Wie immer er es gemeint hat, allein dieses Wort zu benutzen, spricht Bände und Herr Zeitler täte wirklich gut daran, sich für diese Äußerung zu entschuldigen, anstatt fadenscheinig die Etymologie zu bemühen und mit der ursprünglichen Bedeutung “Bauer” oder “Einfaltspinsel” daherzukommen, die er in seinem Brockhaus aus dem Jahr 1959 (!) gefunden hat. Die Apartheid endete in den späten 80er Jahren und bei der politischen Vergangenheit von Herrn Zeitler nehme ich ihm diese Ausrede schon gar nicht ab. Die WL distanziert sich ebenfalls von Zeitlers Äußerung.

Ein Einfaltspinsel erklärt uns vielleicht als nächstes ganz beflissen, dass “Nigger” in seiner ursprünglichen Bedeutung ja aus dem Lateinischen kommt und “niger” nur “schwarz” bedeutet. Nennt sich in der Sprachwissenschaft “Bedeutungswandel”…


Der Ton macht die Musik
Donnerstag, 14. Januar 2010, 20:33 Uhr unter Politik, Uni / Schule.
Von: Alex
[ Kommentare: keine ]

Was haben die Studenten, die immer noch eifrig für eine bessere Bildung demonstrieren erwartet, wenn sie dem Uni-Präsidenten und dem Kanzler mit respektlosen Forderungen, einer vermessenen Erwartungshaltung und einem unverschämten Ultimatum kommen? Dass die sich darüber freuen und prompt machen, was von ihnen verlangt wird? Man sollte bei allem Protest mal seine Erziehung vergessen und sich benehmen wie es sich gehört. Uni-Präsident und Kanzler sind immer noch Respektspersonen, deren Erscheinen man nicht einfach erwartet oder voraussetzt, nur weil man sie vorher eingeladen hat. Wenn man die Herren vorher beschimpft und mit neunmalklugen offenen Briefen bombaridert, ist die Reaktion nicht gerade eine Überraschung. Dass man sich dann enttäuscht zeigt, dass die Uni-Leitung mit einem offenen Brief antwortet und die Demonstranten nicht persönlich mit einer Email zur konstruktiven Mitarbeit einlädt, passt ins Bild. Da verlangen ein paar Studenten, die sich selbst viel zu wichtig nehmen, eine Art von Respekt, den sie anderen nicht zugestehen, wenn man den Ton der letzten Wochen mal Revue passieren lässt… Es wird erwartet, verlangt, ein Ultimatum gesetzt. Für wen halten die sich?

Wohl zu viel marinierten Tofu abbekommen…


Nichts als heiße Luft
Sonntag, 20. Dezember 2009, 8:42 Uhr unter Politik.
Von: Alex
[ Kommentare: 1 ]

Am besten wäre es wahrscheinlich gewesen, niemand hätte mehr über den unsäglichen Klimagipfel in Kopenhagen berichtet, als sich abzeichnete, dass das Ganze eine einzige Farce wird. Ich habe manchmal nicht mehr gewusst, ob ich lachen soll, mich ärgern soll oder mich fremdschämen muss. Das war doch die reinste Geldvernichtung, was dort die Vertreter aus aller Herren Länder betrieben hatten. Aus allen Ecken des Planeten sind sie nach Dänemark geflogen, haben dafür gesorgt, dass nicht gerade wenig CO2 in die Atmosphäre geblasen wird und dann fabrizieren sie nach zwei Wochen sinnlosem Palavern wieder nichts als heiße Luft: Auf einen gemeinsamen Beschluss können sich die Länder der Erde nicht einigen, da alles, was Geld kostet, abgelehnt wird. Indien störte sich beispielsweise daran, dass die Einhaltung eines solchen Beschlusses kontrolliert werden sollte, und wollte deshalb nicht zustimmen. Interessant überhaupt, dass aufstrebende Wirtschaftsnationen wie Indien und China beim Thema Klimaschutz gerne weghören.

Es hat aber noch nicht gereicht, dass der Klimagipfel gescheitert ist, zum Abschluss wurde dem Ganzen quasi noch die Krone aufgesetzt, indem ein jämmerlicher “Minimal-Kompromiss” unterzeichnet wurde. Alle Nationen haben die Bestrebungen zum Klimaschutz “zur Kenntnis genommen”. Das bedeutet leider nichts anderes, dass zwar alle davon wissen, dies aber auch wieder vergessen können, da es ihnen scheißegal ist. Die Erderwärmung will man ohne irgendwelche Emissionsbeschränkungen auf 2 Grad begrenzen, wahrscheinlich wird als nächstes beschlossen, der Vesuv und die anderen Vulkane dürfen nicht mehr ausbrechen. Frau Merkel und Herr Obama haben zwar engagierte Auftritte hingelegt, gebracht hat es aber gar nichts. Leider.


Eigenartige Welt
Dienstag, 15. Dezember 2009, 23:41 Uhr unter Politik.
Von: Alex
[ Kommentare: keine ]

In Kopenhagen treffen sich Vertreter aus aller Herren Länder und palavern über den Klimaschutz, malen Horrorszenarien und beschenken anschließend so bettelarme Nationen wie China mit Millionen, um sie vom Klimaschutz zu “überzeugen”. Auch afrikanische Diktatoren und Völkermörder bekommen eine Belohnung von der EU, Deutschland ist beim Zahlen mal wieder ganz vorne dabei. Verrückt.

Ganz nebenbei sind mal wieder Krawall-Touristen unterwegs, um auf irgendetwas aufmerksam zu machen und dabei eine Spur der Verwüstung zu hinterlassen. Wenigstens ist die dänische Polizei nicht allzu zimperlich mit diesen Nichtsnutzen. Wann gibt es eine Datei wie beim Fußball, die die Reisefreiheit solcher Demo-Hooligans in ähnlicher Weise einschränkt?

In Italien bekommt der Ministerpräsident Berlusconi sprichwörtlich eine in die Fresse, das Attentat bleibt aber eine Randnotiz, manch einer scheint sogar schadenfroh zu sein, weil Berlusconi ein ebenso wenig beliebter Zeitgenosse wie George W. Bush ist.

In Großbritannien wird wegen der toten Zivilisten im Gaza-Krieg Haftbefehl gegen die frühere israelische Außenministerin Tzipi Livni erlassen, weil irgendwelche Islamisten Anzeige erstattet haben, als sie mitbekommen haben, dass diese eine Reise auf die Insel plant. Die Reise wurde abgesagt, der Haftbefehl fallen gelassen.

In Frankfurt am Main darf die evangelische Kirche keine Plakate in der U-Bahn aufhängen, um auf den christlichen Hintergrund der Advents- und Weihnachtszeit hinzuweisen, damit das Ganze nicht nur aus Glühwein, Geschenken und fetten roten Weihnachtsmännern besteht. Bloß nicht zur christlichen Tradition bekennen!

Über die Schweizer empören sich immer noch die üblichen Verdächtigen und sehen die Religionsfreiheit in Gefahr. Andere haben da eine differenziertere Sicht der Dinge.

Messias Obama bekommt den Friedensnobelpreis und schickt weitere Soldaten nach Afghanistan. Er ist halt ein reiner Guter, weil er der Nachfolger vom bösen George W. ist.

Der Gipfel: In Afghanistan lachen sich die Taliban wahrscheinlich in ihren Höhlen kaputt, vorausgesetzt sie können die Nachrichten aus Deutschland überhaupt lesen. Ein Luftangriff auf gestohlende Tanklaster wird in Deutschland zum Dauer-Politikum und führt jetzt auch zu absurden Rücktrittsforderungen an den neuen Verteidigungsminister, weil ein Befehlshaber, der im Krieg eine Entscheidung trifft, von der er im Moment glaubt, dass sie richtig ist, offenbar erst eine Petition an das Parlament richten und dessen Entscheidung abwarten muss, weil die Taliban ihre Attentate auf Bundeswehrsoldaten und die ISAF-Truppen auch so demokratisch durchführen. Wann nehmen die brunnenbauenden Empörten Afghanistan mal als Kriegsschauplatz wahr, statt die Köpfe von Ministern zu fordern? Alle Einzelheiten eines solchen Einsatzes könnten die Soldaten vor Ort gefährden, oder sehe ich das als militärischer Oberlaie etwa völlig falsch. By the way: Hat Siegmar Gabriel nicht selbst der Regierung angehört, als in Kundus der Luftschlag durchgeführt wurde. Als Oppositionspolitiker kann er jetzt wieder große Reden schwingen.


Studentenproteste in Bonn
Donnerstag, 10. Dezember 2009, 19:15 Uhr unter Politik.
Von: Alex
[ Kommentare: 5 ]

“Beim Bachelor wird ja alles abgeprüft, da muss man jetzt auch Referate halten und Hausarbeiten schreiben.” (Student im ZDF)

Na sowas. Dagegen protestiert der junge Mann in Bonn? Das habe ich mein ganzes Studium lang gemacht, Referate gehalten und Hausarbeiten geschrieben, dann wurde auch noch alles abgeprüft. Weiß der, warum er in Bonn demonstriert oder ist er nur laut, weil man ihm irgendeine Bildung klaut, die er gar nicht hat, weil er stinkfaul ist?

Solche Leute sollten tunlichst die Klappe halten. Sie blamieren sich nicht nur selbst, sie rücken auch die Proteste in ein komisches Licht.


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