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Blogroll die 2te
Superdepp gesucht
Samstag, 9. Januar 2010, 19:22 Uhr unter Casting-Wahnsinn, Fernsehen.
Von: Alex
[ Kommentare: 5 ]

Warum machen die das? Langsam sollte doch dem letzten Hinterwäldler, der vor völlig unbegründeten Selbstbewusstsein strotzt, klar sein, dass er sich vor Dieter Bohlen bis auf die Knochen blamieren kann, wenn die erhoffte Gesangsleistung nicht erbracht wird, sondern ein merkwürdiges Gestammel nur in der eigenen Wahrnehmung wie Singen klingt. Jahr für Jahr wird über die Menschenwürde der Kandidaten diskutiert, die anschließend im Fernsehen der Lächerlichkeit preisgegeben werden, Jahr für Jahr finden sich aber genug Einfaltspinsel, die irgendein Glück versuchen und dabei kolossal scheitern. Zur allgemeinen Belustigung, weil Schadenfreude einfach etwas Schönes ist und der Fremdschämfaktor jedes Jahr größter wird. Haben diese Menschen keine Freunde, keine Verwandten, die sie davon abhalten, sich vor einem Millionenpublikum zu blamieren?

Der eine kommt mit Pipi-Fleck auf der Hose und singt schlecht, ein anderer spricht Scooter-Texte in irgendeiner Sprache, die dem Englischen ähnlich sein könnte, und hüpft wie ein Bescheuerter durchs Casting-Studio, der andere steht vor seiner Angebetenen Nina Eichinger, hat zu viel Spucke im Mundwinkel und schaut wie ein begossener Pudel, weil er sogar von seiner großen Liebe ein “Nein” bekommt. Wäre da noch die Furie, die von sich so sehr überzeugt ist, dass sie für Dieter Bohlen alles Unglück der Welt heraufbeschwört, weil er sie rausgeschmissen hat.

Und dann sind da noch die doofen Hühner, die mit MP3-Player im Ohr etwas darbieten, mit dem sie sich allen Ernstes zu einem Casting trauen. Sehr lustig. Grausam, aber zum Schreien komisch.

“Klingt wie beim Kacken.” Viele Kandidaten haben genau diese Sprüche verdient, vor allem dann, wenn sie anschließend noch über die Jury und deren Ahnungslosigkeit schimpfen. Fragwürdig wird es, wenn ein Möchtegern-Cowboy mit fiesem Fransenhemd, nicht nur von der Jury verspottet wird, sondern von RTL auch zu Hause besucht wird, wenn er sich mit seinem Hasen Hoppel auf dem Bauch Weschtern anschaut und anschließend über seine Lieblingsstellungen spricht. Schlimm, da ist dann auch Schluss mit lustig.


DAS RTL-Supertalent 2009
Donnerstag, 24. Dezember 2009, 10:56 Uhr unter Casting-Wahnsinn, Fernsehen.
Von: Alex
[ Kommentare: keine ]

Was bin ich schadenfroh. In dieser merkwürdigen Castingshow Das Supertalent dürfen ja alle, die irgendwas können, auftreten, und sei es, dass sie Melodien furzen können und es damit zu trauriger Berühmtheit schaffen. Letztes Jahr gab es das Mitleids-Supertalent und ein Hartz-IV-Empfänger mit Mundharmonika durfte die Siegerprämie einstreichen. Die gönne ich ihm auch, ebenso habe ich RTL aber schon gegönnt, dass sich Mundharmonika-Musik nicht ganz so gut vermarkten lässt wie Hochglanz-Musik aus der DSDS-Schmiede.

Dieses Jahr haben die Zuschauer dem Ganzen noch eine Krone aufgesetzt: Kinder gewinnen immer, deshalb gibt es bei Wetten dass inzwischen auch die Kinderwette, weil ein Kind Lollys am Geschmack erkennt und Wettkönig wird, während ein anderer einen Purzelbaum mit einem Bagger machen und dabei ein rohes Ei auf der Schaufel balancieren könnte und trotzdem in die Röhre schauen würde. Tiere haben einen ähnlichen Effekt, Kinder mit Tieren toppen alles. Wurden nicht mal Kinder mit ihrem Hund Wettkönig, weil ihr durchgeknallter Hund 100 Luftballons in einer Minute zerbissen hat? Woody würde 200 schaffen, aber da weder Dom noch ich Kinder sind, würden wir damit nicht antreten dürfen.

Zurück zu RTL: Da wird ein gewisser Yvo Antoni Supertalent, weil sein verspielter Jack-Russell-Terrier tolle Sachen machen kann. Und DAS lässt sich mal gar nicht vermarkten. Ein paar Talkshow-Auftritte mit dem goldigen Hund und gut ist. Die zweitplatzierte Opernsängerin tut mir immer noch leid. Und dann heißt das arme Hundchen auch noch “Prima Donna”.


10 Meter geh’
Freitag, 4. September 2009, 18:42 Uhr unter Casting-Wahnsinn, Kultur, Total bescheuert, Würzburcher im Exil.
Von: Alex
[ Kommentare: 1 ]

Die letzten beiden Tage habe ich zwangsweise viel Radio gehört, weil der digitale Kabelanschluss in meiner Wohnung im oberfränkischen Exil noch nicht geschaltet ist. Seit dem Umzug am Mittwoch habe ich Chris Boettchers 10 Meter geh so oft auf Bayern 3 gehört, dass ich dieses Lied nicht mehr aus meinem Hirn rauskriege. Ist aber auch geil, dieses Lied, das der Wiesn-Hit 2009 wird ist.

Ja mei, is des schee! Chris Boettcher ist morgen übrigens beim Bayern3-Dorffest in Knetzgau.



Stavros Flatley… Zum Totlachen!
Freitag, 8. Mai 2009, 18:30 Uhr unter Casting-Wahnsinn, Fernsehen.
Von: Alex
[ Kommentare: 3 ]

Bei Britains Got Talent, der Show, die Paul Potts berühmt gemacht hat, ist in diesem Jahr Stavros Flatley aufgetreten. Ein genialer Auftritt. Unglaublich lustig.


Kommt Maria Beckmann ins Finale?
Freitag, 27. März 2009, 18:51 Uhr unter Casting-Wahnsinn, Fernsehen.
Von: Alex
[ Kommentare: 9 ]

Wird Maria Beckmann, die Tochter von unserer Ex-OB Pia Beckmann, Deutschlands nächstes Topmadel? Bild.de hat ja heute schon berichtet, welche fünf Mädchen bei Germany’s Next Topmodel noch übrig sind, weil Maria, Marie, Mandy, Sara und Jessica zusammen mit Peymin Amin und Rolfe Scheider am Flughafen in Los Angeles entdeckt worden sind. Zufällig waren die nicht ohne die anderen Kandidatinnen auf dem Weg nach Singapur und Bild hat ja schon letztes Jahr früh verraten, wer weiterkommt.

Bernd, unser IKEA-Watchblogger, dem kein Ideal Standard auf der Baustelle in Lengfeld entgangen ist, weiß es noch besser: Maria Beckmann kommt unter die besten drei, auch wenn ihre Frisur, die sie von der Jury verpasst bekommen hatte, gestern als “rote Karnevalsperücke” bezeichnet wurde und sie den Job bei Yogurette kostete. Den hat wieder einmal Marie bekommen.

Die Casting-Shows sind in Würzburger Hand! Holcher bei DSDS, Maria bei GNT. Super!


Deutschland sucht den Super-Holcher
Sonntag, 15. März 2009, 10:11 Uhr unter Casting-Wahnsinn, Fernsehen.
Von: Alex
[ Kommentare: 7 ]

Böses RTL! Da ätzt die blonde Zicke Annemarie Eilfeld im Einspieler vor laufender Kamera gegen unseren Super-Holcher und bemerkt, sie würde Holger Göpfert rauswählen, wenn sie könnte, da dieser nicht zu DSDS passe und tut danach unschuldig, weil sie ja vom Kamerateam reingelegt worden wäre. Unseren Holcher hat das aus dem Konzept gebracht, der hat von nichts gewusst und ist nach Annemaries Auftritt auf der Bühne auf sie los und hat sie zur Rede gestellt. Ein kleiner Live-Tumult, Holger wurde von Daniel zurückgehalten, war aber danach sichtlich durch den Wind, was sich auch in seinem Auftritt niederschlug. Holger war gestern nicht Holger und Annemarie wurde leider nur ausgebuht und nicht rausgewählt. Mal schauen, wem sie nach Vanessa und Holger nächste Woche ganz aus Versehen ein Bein stellt. Dieses ganze Umarmen ist sowieso total falsch…

Holcher ist trotz kleiner Schwächen weitergekommen, Heulsuse Benni leider auch. Der wird wahrscheinlich nur deshalb gewählt, damit er einmal mehr auf der Bühne hysterisch kreischen darf. Bohlens gestrige Kommentare über Benni waren jedenfalls deutlich. Und etwas hart auch.



Äpfel und Birnen
Mittwoch, 4. März 2009, 18:29 Uhr unter Casting-Wahnsinn, Fernsehen.
Von: Alex
[ Kommentare: 2 ]

Dirk Back, die pummelige RTL-Tratschtante, hält DSDS also für Volksverdummung, während er seine eigene Sendung, das Z-Promi-Asyl im australischen Busch, genannt Ich bin ein Star, holt mich hier raus, für harmlos hält. Zugegeben, ich mag DSDS und finde die Dschungel-Kacke mehr als verachtenswert, aber die beiden Sendungen miteinander zu vergleichen, ist schon kühn. In der einen Sendung leisten Nobodys wirklich Großes: Plötzlich stehen sie vor einem Millionenpublikum im Rampenlicht und müssen singen, in der Hoffnung, aus ihnen wird einmal der RTL-Superstar. RTL-Superstar deswegen, weil Superstars etwas anderes sind und die Sendung einen solchen bisher nicht hervorbringen konnte. Der kurze Ruhm der meisten ist längst verblasst. Aber die jungen Menschen leisten etwas und haben es am Ende verdient, im Blickpunkt zu stehen. Unser Holger Göpfert aus Güntersleben, Verwaltungsangestellter bei der Stadt Würzburg, explodiert förmlich, sein Auftritt letzten Samstag war der absolute Knaller. Als ob er nie etwas anderes gemacht hat, ist er auf der Bühne herumgehüpft und hat Oh Darling von den Beatles wirklich geil aufgeführt. Völlig überdreht. Was haben sie denn dem vor dem Auftritt in den Tee? Es bleibt zwar am Ende fragwürdig, warum jemand wie Roshan Paul gehen muss, während die kreischende Heulsuse Benni als vermeintlicher Paradiesvogel wieder mitgeschleppt wird. Aber das ist ein anderes Thema.

Was machen die abgewrackten Gestalten im Dschungel? Was leisten die dort? Die hängen den ganzen Tag auf ihren Feldbetten, labern dummen und völlig belanglosen Scheiß, lästern und zicken und versuchen gleichzeitig, auf irgendeine Weise die Gunst der doofen Zuschauer zu erlangen, die für teures Geld telefonieren. Bei den Dschungelprüfungen tun die Stars, die keine Stars waren, sind und werden, fast alles, weil für kurze Zeit vielleicht noch einmal ein paar Bilder in der Bild-Zeitung zu sehen sind. Ansonsten kräht bald keiner mehr nach ihnen, so wie vorher niemand mehr nach ihnen gekräht hat. Es vermisst sie niemand und Ex-Dschungelkandidat ist eine andere Bezeichnung für “einst mal etwas bekannter”. Ross Antony darf plötzlich in zu vielen RTL-Sendungen hysterisch kichern und brabbeln, schließlich ist er ja Dschungelkönig. Eine Nervensäge. Wie Dirk Bach. Und Benni.

Dirk Bach hat Äpfel und Birnen miteinander verglichen, seine Sendung ist auf jeden Fall unterste Schublade und eines der besten Beispiele, wie niveaulos und dumm Fernsehen 2009 teilweise ist.



Holcher is der Subbastar
Donnerstag, 19. Februar 2009, 16:31 Uhr unter Casting-Wahnsinn, Fernsehen.
Von: Alex
[ Kommentare: 7 ]

Holger Göpfert aus Güntersleben ist der Coolste bei DSDS. Der hält mal die unterfränkische Fahne mit seinem wunderbaren Dialekt und seiner Art richtig hoch und blamiert uns Meefrangn nicht, auch wenn der Schlafanzug grenzwertig hässlich war und er damit auf jeder Klassenfahrt zum Gespött geworden wäre. Bei Siebtklässlern reicht dazu heute schon Pokemon-Bettwäsche.

Holcher hat es in den Recall geschafft und auch dort die erste Runde überstanden, nachdem er schon aufhören wollte, weil er drei Nächte nix gschlåffe had. Beim zweiten Teil auf Teneriffa hat er bei der Mutprobe seine Höhenangst überwunden, Holcher ist aber Nichtschwimmer und konnte nicht mit in den Pool. Beim Duett mit Christine, der lustigen Verrückten aus dem Pott, hat er auch gut unterhalten, ein Weltklasse-Auftritt. Love Me Tender ist mir nämlich heilig. Ich mag den Holger. Und auch die Christine ist echt cool. A subba Bäärle wär des. Da hamm sich zwää gfunne.

Holcher schlägt sich tapfer und ich freue mich, dass RTL so einen Narren an ihm gefressen hat, dass er einer der Kandidaten ist, die öfters zu sehen und zu hören sind und nicht wie andere unscheinbar im Hintergrund bleibt und irgendwann halt ausgeschieden ist.

Holcher for Subbastar! Er hat sogar schon einen Fanclub. Dafür nervt Gabriella. Die heult immer, hat immer Ausreden und ist sowieso besser als alle anderen. Nach eigener Einschätzung. Jetzt ist sie aber raus.



Deutschland sucht den Suppenkasper 2009 (5)
Mittwoch, 4. Februar 2009, 23:01 Uhr unter Casting-Wahnsinn, Fernsehen.
Von: Alex
[ Kommentare: 4 ]

Was wäre DSDS ohne die Sendungen mit den Volldeppen?! RTL brüstet sich zwar mit 32.000 Kandidaten, ein Großteil ist Grütze, aber gerade deswegen lustig. Es geht in Nürnberg weiter…

Jasmin aus Nürnberg will Superstar werden, weil das Leben dann leichter ist, da man freier ist und es spannender ist, wenn man das Haus verlässt und gleich erkannt ist. Sie will so gut singen, dass die drei Juroren vom Hocker fallen. Gesang kann man die fiese Nummer nicht unbedingt nennen, die Jury fällt aber trotzdem fast vom Stuhl. Vor Lachen. “Du stehst da wie ne Parkuhr, du!” Jamsin soll mal Feuer geben, das geht aber nicht. Warum glauben solche Leute, dass sie das Zeug zum Superstar haben? Bohlen verspricht, nichts Böses zu sagen, wenn Jasmin verspricht, nie mehr wieder zu kommen. Jasmin weint, weil ein Traum zerplatzt ist, schließlich haben alle gesagt, sie könne gut singen…

Manuel aus Nürnberg ist super! Er fährt gerne Fahrrad, schwimmt gerne, geht in Karaoke-Bars und Disko, hört Musik und alles gleich mehrmals. Er ist mit seinem Aussehen zufrieden und hat einen Schnäuzer, weil der so angewachsen ist. Er hat Angst vor einem Blackout, den hat er angeblich auch gehabt hat, sein “Wind of Change” (sowieso fies!) erinnert unglaublich an “Ken Lee“, hinzu kommt, dass er fürchterlich schreit. Geil ist die Jury vor und nach Manuels Auftritt.

Unterirdisch geht es in Mannheim mit Liesa aus Pforzheim weiter. Sie hat in der Schule bei der Abschlussfeier gesungen, hoffentlich ohne aufgemalte Augenbrauen. Noch einmal Ken Lee, Lisa kann kein Englisch, sie will von “Kohl mi wenn jor sauber” von Äwwer Sens singen. Erbärmlich klingt das. Als Heulboje könne sie arbeiten, wenn sie aufs Meer rausschwimmt, meint Bohlen.

Sandra wird regelmäßig von ihrer Freundin beurteilt, Bohlen sucht Hilfe bei der Styling-Beraterin und meint zu Sandras Outfit: “Muss das sein, dass der Rock enger ist als die Hüfte? So zieht man sich doch nicht an, oder?” Nina Eichinger ist weniger direkt und hätte eben ein Kleider. Toll ist ihr Titel, den RTL auch dankenswerterweise noch untertitelt hat. Sie könne Sängerin werden, allerdings nur für Horrorfilme. “Aus einem verkniffenen Arsch kommt kein befreiter Furz.” Was für ein weiser Spruch.

Dominik taucht wieder auf, der arrogante, selbstherrliche Friseur, der nichts kann, aber sich für den wahren Superstar hält. Was Dieter Bohlen kann, kann Dominik schon lange… Er kackt Bohlen sofort an und schimpft los, warum er der wahre Superstar ist und kackt auch die Jury an, schließlich war er öfters im Fernsehen als Volker Neumüller. Er fliegt raus und ist selbst die größte Lachnummer. Jetzt will er nicht nur Superstar werden, sondern auch noch in die Jury.

Eine bunte Mischung, die die Welt noch nicht gesehen hat: Mark spricht ein bisschen leise und “singt” Christina Aguilera mit Knopf im Ohr, Bohlen hält ihn für ein musikalisches Bolzenschussgerät, das voll nach hinten geht. Bei einem anderen Kandidaten wünscht sich Bohlen, dass mehr rauskommt, wenn er onaniert. Markus klatscht merkwürdig zu seinem Gejammer, Bohlen kann alles nicht mehr ertragen.



Deutschland sucht den Suppenkasper 2009 (4)
Mittwoch, 4. Februar 2009, 20:04 Uhr unter Casting-Wahnsinn, Fernsehen.
Von: Alex
[ Kommentare: keine ]

Ein Kessel Grausames am Samstagabend… Das Casting geht in Hamburg weiter, Diane B. aus Kiel kann singen und tanzen, hört Musik von Dieter Bohlen, schaut immer DSDS, wird von ihrer Mama unterstützt und singt für ihren Freund, der von Dianes Gesang erregt wird. Sie versucht sich an “Für dich” von Yvonne Catterfield und Bohlen wird sich für dieses Lied irgendwann hassen. Dieter Bohlen bekommt ein Lebkuchenherz, das nach Frittenfett stinkt, der “Gesang” ist einfach nur grausam und peinlich, es hört sich ein bisschen an wie ein Schaf auf der Weide, Bohlen stopft sich vorsichtshalber die Ohren zu. Er attestiert visuelles und musikalisches Geisterbahnfahren und fand es einfach nur gruselig. Sie hat ihre Chance nicht genutzt, will das aber im nächsten Jahr tun.

Maximilian aus Eschede hat vor dem linken Auge Haare, kann aber mit dem rechten gut sehen und meint, er müsse einfach in den Recall. Bohlen fühlt sich von Maximilians Aussehen an sein Pferd erinnert. Maximilian scheint ein bisschen bescheuert zu sein, anders ist sein Auftreten und sein “Gesang” nicht zu erklären. Bohlens Urteil: “Eher heiratet dich der Papst, als dass du ein Sänger wirst.”

Sven aus Rostock hat wochenlang hart trainiert und alles im Stich gelassen, damit er weiterkommt. Er war in Bützow schon in der Zeitung und singt ein Lied von Mark Medlock, das er lange einstudiert hat. Er präsentiert fiesen “Gesang” mit noch fieserem Englisch, will sich aber nicht blamieren, wie er versichert. Besoffen am Lagerfeuer könnte ich das besser, Bohlen meint, das klingt wie halskranker Lurch. Sven fühlt sich als Sänger, schließlich hatte er zwei Wochen Gesangsunterricht. Seine grnadiose Ausrede: Er hat so viel trainiert, dass seine Stimme nicht mehr gut ist… Jetzt ist er sauer, dass man bei DSDS so ignorant ist und gute Sänger nicht weiterlässt.

Lavien war noch nicht im Stimmbruch, wie Bohlen feststellt, vorher will Lavien nach eigener Auskunft eine Piepsstimme gehabt haben. Bohlen vergleicht die Stimme mit 45 Umdrehungen bei einem Plattenspieler und stellt erschrocken fest: “Du singst ja höher als jede Frau, du!” Bohlen will ihn Lavien aber als Gitarren-Schlumpf vermarkten und ist überzeugt, in Schlumpfhausen wäre er der Burner.

Fachlagerist Robert aus der Nordheide hat sich daheim mehrfach pro Tag auf DSDS vorbereitet, sein größter Traum ist der Gewinn von DSDS. Der nach eigener Auskunft temperamentvolle junge Herr kommt etwas arg dröge daher. Er möchte etwas von Linkin Park singen, Bohlen ist aber mehr an der Tee-Firma interessiert, bei der der junge Herr arbeitet. Sein Auftritt ist grausam peinlich, Robert ist aber höchst überzeugt von sich selbst. Dieter Bohlen hält Roberts Gesang für geeignet, um Demonstrationen aufzulösen und findet es wie ich, grausam.

Callboy Klaus aus Stuttgart ist einer der “Kandidaten”, denen RTL am besten nicht einmal eine Sekunde widmen sollte. Er sagt, er kommt gut bei den Frauen an (sie zahlen ja dafür), ist versaut und eine geile Sau, Nina Eichinger hält er genau für sein Beuteschema, die zahlt aber nicht. 70 Jahre alt war die älteste, bei Klaus’ “Gesangsdarbietung” muss sich Bohlen fast übergeben. Der Casting-Auftritt dürfte nicht mehr als peinliche Eigenwerbung gewesen sein, offenbar wartet Klaus ernsthaft auf einen Anruf von Nina.



Deutschland sucht den Suppenkasper 2009 (3)
Montag, 2. Februar 2009, 12:45 Uhr unter Casting-Wahnsinn, Fernsehen.
Von: Alex
[ Kommentare: 2 ]

Ex-Bedienung Zynthia aus Dortmund, die im Moment gar nichts tut, findet sich selbst goldig, megageil und einzigartig, Ähnlichkeiten mit Jennifer Lopez will sie auch bemerkt haben. Laut ihrer Mutter hat sie einen Palagraf, weil sie bei DSDS mitmacht. Was immer das ist, die Mama hat wohl recht. Zynthia will auf jeden Fall berühmt werden, hat aber zu Hause den ganzen Tag viel zu tun, sie muss shoppen und saubermachen. Sie versucht sich an Shakira, vergisst den Text, hat Kopfschmerzen und atmet in ihre Hand, und hört sich wirklich schlimm an. Und dann wieder diese Ausreden, als würde Jens Lehmann vor der Jury stehen. Nachdem sie rausgeflogen ist, fragt Zynthia noch “Bin ich so eine Schandale?”, sie zickt rum und will eine Chance, kriegt aber keine. Sie will nicht Kopf runterfallen lassen, das Leben geht weiter.

Thomas R. aus Meschede gehört leider wieder zu den Kandidaten, die leider niemand von der Teilnahme abgehalten hat. Er singt jeden Tag ein paar Minuten nach der Schule, macht Sit-Ups und Liegestütze. Er trottet etwas arg träge ins Studio. Bohlen will ihn aufwecken. Grausam peinlich, dieser Auftritt. “Totenstarre” attestiert Dieter Bohlen, er findet Thomas völlig langweilig und schaut lieber Fußpilz beim Wachsen zu.

Nicht weniger peinlich ist Christian Z. aus Köln, Künstlername Gee Kay. Er braucht seine ordinäre Pornobrille, die einfach zu seiner Musik gehört. Deutschland werde überrascht sein… Er kommt mit seiner Sonnenbrille zur Jury und Bohlen meint gleich “Alle drei denken jetzt schon mal, du bist ein Vollpfosten”, nachdem er seine Brille erklärt hat. Er steht nach seinen anfangs großen Sprüchen eher sprachlos vor der Jury. “Natürlich werde ich speziell für Dieter Bohlen die Brille nicht absetzen”, er hat es doch getan und ist durchgefallen.

Schlimm ist auch Osman D. aus Köln, der seine Lieder selbst schreibt. Sein fürchterliches Gejammer veranlasst Volker Neumann zu der Frage, ob Osman Schmerzen hat, Bohlen meint “Wenn das meine Zahpasta hört, will die zurück in die Tube”. Neumann fühlt sich an Grup Tekkan erinnert. Osman ist mächtig angepisst, schimpft über Bohlen, der gar nichts drauf habe und ist davon überzeugt, er komme mit seinen eigenen Liedern ins Fernsehen. Allein.

Wie in jeder Folge gibt es das Songquiz, dieses Mal mit “Love Hurts” (Incubus), “What You Don’t Know” (Monrose), “Eye of the Tiger” (Survive) und dem an sich schon schlimmen “Wind of Change” (Scorpions).

Die Unbelehrbaren eben: Menderes Bagci kann einem ja eigentlich schon fast leid tun, der rafft es einfach nicht und kommt jedes Jahr wieder, auch wenn er schon Auftrittsverbot bekommen hat. Dieses Mal taucht er plötzlich als Fensterputzer an der Außenfassade auf und singt. Bohlen wünscht sich einen heftigen Windstoß, Menderes kommt aber trotzdem rein, was Bohlen nicht glauben will. Er äußert Kritik an dessen Fensterputz-Qualitäten, hält das aber dennoch für artgerechte Haltung. Völlig schmerzfrei lässt Menderes Bohlens Spott über sich ergehen und hat genau den richtig verdient.

Einer der zu vielen Verrückten bei DSDS unternimmt eine Attacke auf Dieter Bohlen, der “irre Postbote” (Bild) wird aber vorher von Sicherheitsleuten gestoppt. Er schreit wie ein Irrer, wird dann von der Polizei in Handschellen abgeführt und nennt die ganze Kacke Tierquälerei. Dabei hat er sich diese selbst eingebrockt.



Deutschland sucht den Suppenkasper 2009 (2)
Mittwoch, 28. Januar 2009, 18:13 Uhr unter Casting-Wahnsinn, Fernsehen.
Von: Alex
[ Kommentare: 2 ]

Es geht mit dem Fremdschämen ohne Unterbrechung weiter bei DSDS. Dany Robert aus Solingen ist der nächste Kandidat: Seine Mutter hat früher viel mit ihm gesungen, überhaupt macht ihn Singen fröhlich und seine Lieblingsbands sind die Quietsch Beus aus Hallo Spencer. Er will entdeckt werden, hat selbst eine Quietsch-Stimme, ist arbeitssuchend, tut aber eigentlich nur so und kichert immer wieder ein bisschen albern bei den Fragen der Juroren. Dany Roberts Berufswunsch ist nicht in erster Linie Superstar, sondern er träumt davon, als Nacktputzer in einer Piep-Show zu arbeiten. Er bietet der Jury Lieder von Sasha und Roberto Blanco an und darf auch beide singen. Mal ehrlich, sein Hemd hat etwas von einem uralten Küchenschürzen-Muster… Auf das erste Lob bildet er sich tatsächlich etwas ein, Bohlen trifft es mit seinem Spruch ziemlich genau: Wenn du deine Stimme zwischen zwei Mülltonnen stellst, dann gibt das ein schönes Familienfoto.

Die nach eigener Auskunft hyperaktive, verrückte und etwas spleenige Mode-Verkäuferin Christine Stenberger, die von ihrem Talent etwas zu sehr überzeugt ist, macht beim Reden immer wieder komische Geräusche, überrascht aber mit Madonna und kommt in den Recall. Weil sie spinnt und wirklich irgendetwas hat.

Der selbstherrliche Richard gibt den gefährlichen Rapper und löst wieder dieses Gefühl aus, dass man sich für den jungen Mann schämen möchte. Er wird von Bohlen recht schnell auf den Teppich zurückgeholt, Bohlen wettet mit Richard, dass bei seiner Darbietung nur Scheiße rauskäme. Richard labert und rappt und labert. Und geht wieder. Viel zu “cool” und ziemlich peinlich.

Die DSDS-Star-Imitatoren sind Martin, Mustafa, Nick, Sven und Danny im zu großen Bestatter-Anzug. Sie versuchen sich alle an den Liedern früherer DSDS-Gewinner und scheitern mehr als kläglich. Dazu ist einer hässlicher weniger gut aussehend als der andere…

Christian Kohnen aus Cloppenburg kommt mit seiner Gitarre eher brav daher, erzählt aber dann, dass er, völlig atypisch für sein Aussehen, in einer Death-Metal-Band spielt. Christian hat eine tolle Stimme und bekommt von der Jury auch attestiert, dass er es sicher ins Finale schaffen würde. Volle Zustimmung, ein echtes Highlight zwischen all den Vollhorsts.

Im Song-Quiz darf dieses Mal versucht werden, Outlandish, Robbie Williams, Stefanie Heinzmann und The Chordettes herauszuhören.

Caiss hört Musik, macht aber eigentlich keine Musik, er ist aber überzeugt, dass “von der Stimme aus gut singen” könne. An Cherie Cherie Lady von Modern Talking beißt er sich aber die Zähne aus, obwohl er glaubt, dass das “gut von der Stimme aus” passe. Er findet nach seinem Rausschmiss aber höchst weise Worte zum Schluss: “Ich habe es einfach nicht geschafft und muss damit rechnen, dass ich nicht mehr weiter bin…” Aha.

Eine namenlose Vogelscheuche eigenwillig angezogene junge Dame wird schon vorher für einen “Fliegenfurz” (Bohlen) gehalten, nachher attestiert Herr Bohlen”Hühnerkacke”. Ein sehr kurzer Auftritt, dem viele Tränen folgen, obwohl die junge Dame nie verstanden hat, warum jemand nach dem Casting weint.

Hakim aus Duisburg findet sich natürlich selbst süß und hält sich für einen Frauentyp. Verständlich, dass er groß rauskommen will. Nur Bohlen kennt das Lied, das Hakim singen will, nach einer kurzen Beratung fragt Hakim aber mürrisch: “Wie wärs jetzt, darf ich jetzt anfangen?” Hätte er es mal sein lassen, er stellt selbst fest, dass er “reingeschissen” hat, “verkackt”. Er will dann mit Kopfhörern singen, auch das lässt seine Talente nicht deutlich werden. Bohlen rät Hakim, besser mal zu üben als nur die Augenbrauen zu zupfen und stellt fest, Hakim hätte “so viel Stimme wie ein Spatz Fleisch auf der Kniescheibe”, Hakim sei von allen der Schlechteste, was dieser aber überhaupt nicht glauben will. Verständlicherweise ist er angepisst und rechtfertigt sich, er wäre nicht so aufgeregt, wenn Bohlen nicht da wäre. Er dürfe gerne bei Bohlen den Rasen mähen, aber halt nicht singen.
Bohlen geht dann doch kurz raus, Hakim darf ohne Bohlen singen, aber mehr als eine Fremdschäm-Nummer wird es trotzdem nicht: Bohlen lacht hinter der Bühne, Hakim checkt es nicht nicht und geht richtig angepisst raus und schimpft auf alles, nur nicht auf sich. Ist das ein neuer Menderes? Er will auf jeden Fall wieder kommen.

Alexander singt gerne Techno-Lieder, am liebsten “weiß ich nicht genau”. Eigentlich will er gar nicht so weit kommen wegen seiner Ausbildung, schließlich will er mal bei seinen Eltern in der Ziegeli arbeiten. Er hat Bohlen aber eine Lieder-CD gebrannt. Er fängt schläfrig an, reißt sich dann aber das Jacket vom Leib, wird zum wilden Disko-Hengst und kreischt Crying at the Discoteque. Schmerzfrei trinkt er ohne zu fragen Bohlens Glas leer, der ist deswegen kurz verwirrt. Trotz seiner Performance fliegt er raus und erkennt, dass Musik wohl nicht das Richtige für ihn ist. So weise sind nicht alle.



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