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Blogroll die 2te
Ignorant oder dumm oder alles beide, Herr Neumaier?
Montag, 3. Februar 2014, 21:01 Uhr unter Politik, Uni / Schule.
Von: Alex
[ Kommentare: 4 ]

Nikolaus Neumaiers ist Redaktionsleiter für das Ressort Landespolitik im Hörfunk beim Bayerischen Rundfunk. Sein Bayernchronik-Kommentar “Aufstand der Privilegierten” vom 31.01.2014, der sich mit der vorgeschlagenen längeren Präsenz von Lehrern an Schulen und dem damit einhergehenden Widerstand der Lehrerverbände beschäftigt, ist von vorne bis hinten eine bodenlose Unverschämtheit, dem jeder Stil und jedes Niveau fehlt, weil er einen ganzen Berufsstand diffamiert.

Neumaiers Kommentar bewegt sich auf unterstem Stammtischniveau, wo auch jeder über Schule zu reden vermag, schließlich war ja jeder selbst mal auf der Schule und weiß daher Bescheid. Ein Freibrief, mitreden zu können. Über alles. Glaubt er. Entweder hat er einen Lehrer in seinem Bekanntenkreis und weiß, wie viel der arbeitet, dann ist sein Kommentar erst recht einfach nur ignorant. Oder aber, und das halte ich für viel wahrscheinlicher, er hat überhaupt keine Ahnung vom Arbeitsalltag eines Lehrers und schnappt halt auf, was ein Journalist eben landläufig an Negativem aufschnappen kann. Vielleicht wohnt ja auch tatsächlich ein Stinkstiefel in seiner Nachbarschaft, der wirklich Neumaiers eindimensionaler Sichtweise entspricht, weil er nichts tut, fleißig A14 kassiert und so nicht nur berechtigt den Prass seiner Kollegen auf sich zieht. Vielleicht wohnt ja in seiner netten Reihenhaussiedlung auch ein Lehrer, der es wagt, im Sommer nachmittags auf seiner Terrasse zu korrigieren. Herr Neumaier sieht dann aber natürlich nur den Oberstudienrat, der in T-Shirt und kurzer Hose in der Sonne sitzt, während er sich gescheite Sachen über die bayerische Landespolitik ausdenkt. Nachmittags. An einem Werktag. Ahnung hat er deshalb aber noch lange nicht, im Gegenteil: Er weiß, dass viele Lehrer nur bis eins an der Schule sind, danach fahren sie ja nach Hause und haben in seinen Augen frei. Was sie dort arbeiten, entzieht sich offenbar seiner Vorstellungskraft und auch der seiner Stammtischbrüder, die dem Kommentar Beifall klatschen. Schließlich bereitet “der Lehrer” ja eh alles nur einmal vor und muss danach nie wieder was für die Schule tun. Unterrichtsvorbereitung daher: geschenkt. Das bisschen Korrigieren, das noch übrig bleibt, sitzt sich doch dann für den “Herr[n] Deutschlehrer oder die Frau Lateinlehrerin”, wie er herabblickend distanziert schreibt, auf einer Arschbacke ab. Und die Ferien sollten in Neumaiers Augen eh für jeden Lehrer am besten reine Arbeitszeit sein, damit diese faulen Säcke nicht auch noch mehr Urlaub machen als er. Da hat er scheinbar einst dem Gazprom-Gerd gut zugehört. “Die Privilegierten” nennt er die Lehrer, ganz so, als ob er als Unterprivilegierter seinen ganz persönlichen Neid-Kampf austragen muss. So, als ob er im persönlichen Kampf dem Lehrer seines Sprösslings eins auswischen will und so, als ob er selbst zu doof für das Staatsexamen war und jetzt missmutig auf die schaut, die mit viel Herzblut und Engagement in diesem schönen Beruf arbeiten und tatsächlich auch noch Spaß dabei haben, trotz Stress, trotz Arbeit.

Und genau für die ist schon der erste Satz eine Unverschämtheit.

Mach einen Vorschlag, der von Lehrern etwas mehr Engagement fordert und Du wirst Sturm ernten.

Der Vorschlag innerhalb einer Arbeitsgruppe der CSU-Fraktion forderte mehr Präsenz der Lehrer an der Schule, der bpv und der BLLV haben hiergegen energisch protestiert. Was Herr Neumaier also als eine Forderung nach mehr Engagement betrachtet, wäre ein tiefer Eingriff in unsere Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen, von denen Neumaier offenbar keinen Plan hat. Die CSU reagiere nur auf eine gesellschaftliche Entwicklung, da immer mehr Kinder in Ganztagsschulen betreut würden und beide Elternteile berufstätig seien. Da ist es für den klugscheißenden BR-Kommentator also nur logisch, dass wir Lehrer länger an der Schule bleiben. Wie wir dort unsere Arbeit machen, die oft größtenteils zu Hause getan werden muss, das erschließt sich Meister Alleswisser nicht. Wieso auch? Platte Verleumdungen über unseren Beruf lassen sich doch viel besser weiterverbreiten, entspricht es doch dem gewöhnlichen Klischee, an dem so viel dran ist wie am Klischee vom Journalisten, der sich mit seinem Presseausweis überall durchfüttern lässt..

Auch seine dümmliche Frage, warum eigentlich unterrichtsfreie Nachmittage unbedingt für die häusliche Vor- und Nachbereitung gebraucht würden, zeigt, dass Herr Neumaier keine Ahnung hat, und davon sogar sehr viel: Wenn er nur eine Woche tauschen müsste, nicht nur ich biete es ihm gerne an, würde er wahrscheinlich als erster jammern, dass er so nicht arbeiten könne, und über seinen Twitter-Account verbreiten, dass er in seine miefige BR-Bude zurück möchte. Oder auf seine Terrasse? Unverschämt schiebt er nach, dass Lehrer wohl Angst hätten, dass man ihnen auf die Finger schaue. Wobei denn? Was für ein Blödsinn! Korrekturen werden respiziert. Herr Neumaier war wahrscheinlich noch nie in einem Lehrerzimmer und hat wahrscheinlich auch noch nie die Arbeitsplätzchen gesehen, die Lehrern dort zur Verfügung stehen. Es gibt Schulen, da gibt es nicht einmal für jeden Kollegen einen eigenen Platz im Lehrerzimmer, sondern mehrere teilen sich den Stuhl an dem nicht einmal einen Meter breiten Platz, wo wir dann unsere Freistunden verbringen. Und genau dort sollen wir noch arbeiten und korrigieren? Wie er sich das vorstellt, dass die Schule ausschließlicher Arbeitsplatz eines Lehrers wird, weiß der überaus gescheite Mensch aber selbst nicht. Das hieße ja, jeder hätte sein Arbeitszimmer, seinen Schreibtisch, seinen eigenen Rechner, sein Bücherregal und seine Arbeits- und Unterrichtsmaterialien. Alles bezahlt von seinem Steuergeld, nicht aus der Tasche des Lehrers. Das hieße aber auch, dass der Lehrer in diesem Arbeitszimmer seine Ruhe hat, um stundenlang zu korrigieren, um danach noch den Unterricht vorzubereiten, was ebenfalls viel Zeit in Anspruch nimmt, selbst wenn man noch so viele Begleitwerke kauft. Ebenfalls aus eigener Tasche. Utopisch. Vor allem, weil ein Unterrichtstag anstrengend ist und die längere Mittagspause daheim notwendig ist, um anschließend wieder frisch an den Schreibtisch zu gehen und dort zu sitzen, wenn Herr Neumaier längst die Abendschau im BR genießt. Für ihn aber ganz leicht, Lehrer müssten sich wegen Lehrerbüros “keine so großen Sorgen machen”, es müsse nur “hier und dort zugebaut werden”, schwadroniert er und gerät immer tiefer in den Strudel der anmaßenden Unwissenheit, der unsere Arbeit mehr als verunglimpft. Ich arbeite an einer mittelgroßen Schule, wir sind knapp 50 Lehrer in Vollzeit, d.h. wir bräuchten ebensoviele vollausgestattete Büros. Ein netter Neubau wäre nötig, oder aber ein hübsches zusätzliches Geschoss, natürlich dann unter dem Dach und ohne Klimaanlage. Wie Herr Neumaier das finanzieren will? Das ist ihm doch egal. Schließlich legt er ja nach: Die Großraumbüros nennt er als Beispiel, was andere dort mühelos schaffen, können Lehrer offenbar nicht im Lehrerzimmer. Richtig, was für ein dummes Geschwätz! Da sind wir aber wieder an dem Punkt, dass er einen solchen Raum noch nie selbst gesehen haben kann, da er sonst nicht einen solchen Blödsinn verzapfen würde. Und in einem Klassenzimmer lässt es sich auch nicht einfach mal arbeiten, da hier nicht nur der Internetanschluss fehlt, meine Materialien nicht einfach in einem Klassenzimmer rumstehen und die dortigen Pulte sicher nicht zum mehrstündigen Arbeiten einladen.

Mit der Dauerpräsenz in der Schule hätten es dann natürlich auch Eltern leichter, sich über die Noten ihrer Kinder zu beschweren, schließlich sollen in der Arbeitszeit am Nachmittag in der Schule – im zusammengesponnenen Lehrerbüro – auch noch Elterngespräche geführt werden, da diese ja sonst Urlaub nehmen müssten, um, wie er hochnäsig schreibt, den “Herr Deutschlehrer oder die Frau Lateinlehrerin” zu sprechen, die nur am Vormittag Zeit haben. Und ganz bestimmt, so palavert Herr Neumaier, bleiben Probleme so hinter den Schulmauern und werden nicht mit nach Hause genommen. Auf welche jungen Lehrer in Ganztagsschulen er sich dabei beruft, weiß wohl nur er selbst.

Aber wenn wir daheim arbeiten, sieht das ein bornierter Mensch mit seinen Vorurteilen über Lehrer nicht. Er weiß dann lediglich, dass es auf dem Tennisplatz und am Badesee schöner ist. Natürlich will er auch Abschlussprüfungen erst in die letzte Schulwoche vor den Ferien legen, damit es weniger Leerlauf gäbe. Wir könnten ja in der ersten Woche noch korrigieren und dann erst den wohlverdienten Urlaub machen. Die Ergebnisse bekommen Schüler dann per Email und die Zeugnisse mit der Post? Herr Neumaier hat noch keine Kinder erlebt, die kurz vor den Ferien mürb und ferienreif sind und genau diesen Leerlauf rund um die Konferenzen, die auch bei brütender Hitze am Nachmittag stattfinden, wie ihre Lehrer genießen, da das Zusammensein in der Schulfamilie in dieser Zeit richtig schön ist, weil Noten und Leistungen mal nur zweitrangig sind. Auch Fahrten finden in dieser Zeit häufig statt. Dann haben wir locker eine 60-Stunden-Woche, die Herr Neumaier natürlich nicht hat. Und wenn doch, dann freut er sich über 22 bezahlte Überstunden, die er fröhlich auf seiner Terrasse abfeiert. Wir nennen dieses Abfeiern von Überstunden dann übrigens Ferien.

Wenn es schwarze Schafe überall gibt, wie Herr Neumaier feststellt, hält ihn das aber nicht davon ab, alle Lehrer über diesen einen Kamm zu scheren, um dann seine Stammtischklischees bayernweit über den Äther zu verbreiten. Herr Neumaier, für diesen respektlosen Kommentar sollten Sie sich schämen. Und um mit Ihren Worten zu enden, Pauschale Verunglimpfung a la Neumaier bringt überhaupt nichts.


Mein Pilz für Lappland
Mittwoch, 30. Juni 2010, 0:30 Uhr unter Kultur, Uni / Schule, Würzburcher im Exil.
Von: Alex
[ Kommentare: 4 ]

Am Pilzprojekt meiner Kunstkollegin habe ich mich gerne beteiligt und seit Anfang Juni steht dieser Pilz in den Wäldern Lapplands und wird hoffentlich so schnell nicht verrotten.

Ich habe mir wirklich große Mühe gegeben und nach einer gefühlten Ewigkeit wieder mit Kleister und Zeitung einen herrlichen Babb produziert, mit dem ich das Drahtgestell mit Nagel, das das Grundgerüst des Pilzes bildet, ausgestaltet. Wahrlich prächtig mit dem Würzburger Wappen bemalt und lackiert hat er sich dann mit den unzähligen Pilzen von Schülern und Kollegen auf die Reise nach Finnland gemacht, wo er jetzt Teil des Oranki-Kunstprojekts ist.

Da steht er. Mein Pilz. Der Würzburger Botschafter im finnischen Wald.

Viele weitere Bilder finden sich auf dieser Seite, die das Pilzprojekt auch toll dokumentiert.

Verwendung der Bilder mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin und ihres Fotografen, die die Reise meines Pilzes dankenswerterweise begleitet haben.


MacBook Pro kaputt
Freitag, 11. Juni 2010, 22:00 Uhr unter Alltag.
Von: Alex
[ Kommentare: 7 ]

Seit Samstag merke ich Tag für Tag mehr, wie sehr ich im Alltag von meinem Computer abhängig bin. Abhängig nicht im Sinne eines Internetjunkies, sondern ich bin wirklich auf die Kiste angewiesen. Meinen Unterricht ohne Rechner vorzubereiten. Grausam ist das. Zäh und mühsam sowieso. Folien per Hand erstellen, Klausuren und Schulaufgaben bei einem Kollegen, der es mir erspart hat, alleine bis abends in der Schule zu sitzen. An die Daten ranzukommen wäre kein Problem, gingen meine alten PowerBooks, aber die geben nach zwei Jahren in der Kiste keinen Muckser mehr von sich. Nur noch das antike iBook geht, das aber ist mit dem Internet 2010 mehr als überfordert und kann über Firewire nicht mit dem MacBook verbunden werden. Blöd. Am schnellsten ist mein iPod Touch, ohne den ich völlig von der Welt abgeschnitten wäre. Bloggen ist allerdings auf der Mini-Tastatur ziemlich anstrengend.
Offenbar hat sich die Grafikkarte am letzten Samstag verabschiedet, das MacBook Pro geht zwar an, der Bildschirm bleibt aber schwarz und auch ein externer Monitor kann nicht erfolgreich angeschlossen werden. Saublöd, zumal der nächste Apple-Service im schönen, aber etwas zu weit entfernten Kulmbach ist. Gestern habe ich dann meinen Rechner nach Würzburg geschickt, wo er heute ohne Expressversand angekommen ist, mein Bruder hat das gute Stück auch prompt zu Comacs gebracht, die den Fehler hoffentlich auf Kulanz beheben. Die Baureihe (zwischen Juli 2007 und September 2008) hat nämlich laut diverser Foreneinträge ein Problem mit der Grafikkarte und Apple verlängert in diesem Fall die Garantie. Ich hoffe, das trifft auch für mein MacBook zu, sonst habe ich ein Problem.
Dafür habe ich mir heute einen iMac bestellt, damit mir so ein Scheiß nicht noch einmal passiert und ich nicht mehr auf einen einzigen Rechner angewiesen bin. Nicht einmal die WM kann ich derzeit am Schreibtisch schauen. Alles blöd ohne Computer: kein vernünftiges Schaffen, kein Facebook, kein Skype und auch keine WM.


Ab in die Berge
Sonntag, 21. März 2010, 9:30 Uhr unter Sport, Uni / Schule, Würzburcher im Exil.
Von: Alex
[ Kommentare: keine ]

Ich verabschiede mich mal in die Berge. Heute geht es mit den Sechstklässlern zum Skilager nach Saalbach, ich hoffe, dass wir trotz der warmen Temperaturen noch ordentlich Ski fahren können. Wäre doch schade, wenn uns die weiße Pracht unter den Brettern wegschmilzt.

Sonne und Skifahren wie hier in Ischgl, das haben wir eigentlich verdient. In der ersten Osterferienwoche gehts dann gleich weiter, dann ohne Schüler.

Die Dittsche-Zusammenfassung muss heute mal ausfallen, vielleicht liefere ich sie nach, ich darf ja die Worte des Meisters nicht verpassen.


Fragwürdige Auffassung von Schulpflicht
Dienstag, 8. Dezember 2009, 17:01 Uhr unter Politik, Uni / Schule.
Von: Alex
[ Kommentare: 3 ]

Die Schulen haben insbesondere die Aufgabe, Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln und Fähigkeiten zu entwickeln, zu selbständigem Urteil und eigenverantwortlichem Handeln zu befähigen, zu verantwortlichem Gebrauch der Freiheit, zu Toleranz, friedlicher Gesinnung und Achtung vor anderen Menschen zu erziehen, zur Anerkennung kultureller und religiöser Werte zu erziehen, Kenntnisse von Geschichte, Kultur, Tradition und Brauchtum unter besonderer Berücksichtigung Bayerns zu vermitteln und die Liebe zur Heimat zu wecken, zur Förderung des europäischen Bewusstseins beizutragen, im Geist der Völkerverständigung zu erziehen, die Bereitschaft zum Einsatz für den freiheitlichdemokratischen und sozialen Rechtsstaat und zu seiner Verteidigung nach innen und außen zu fördern, die Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu fördern und auf die Beseitigung bestehender Nachteile hinzuwirken, die Schülerinnen und Schüler zur gleichberechtigten Wahrnehmung ihrer Rechte und Pflichten in Familie, Staat und Gesellschaft zu befähigen, insbesondere Buben und junge Männer zu ermutigen, ihre künftige Vaterrolle verantwortlich anzunehmen sowie Familien- und Hausarbeit partnerschaftlich zu teilen, auf Arbeitswelt und Beruf vorzubereiten, in der Berufswahl zu unterstützen und dabei insbesondere Mädchen und Frauen zu ermutigen, ihr Berufsspektrum zu erweitern, Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt zu wecken.

Soweit Artikel 2 des BayEUG, des Bayerischen Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtswesen. Als oberste Bildungsziele nennt Artikel 1 Selbstbeherrschung, Verantwortungsgefühl und Verantwortungsbereitschaft, diese stehen so auch in der Bayerischen Verfassung (Art. 131). Im Rahmen des sogenannten Bildungsstreiks haben nun in der letzten Woche zahlreiche Schüler des Wirsberg-Gymnasiums “gestreikt” und über zwei Stunden Unterricht versäumt, obwohl vorher ausdrücklich ein Verbot ausgesprochen wurde, an der Demonstration während der Unterrichtszeit teilzunehmen. Die Schüler haben geschwänzt, sind zur Demo und haben als Konsequenz nun einen verschärften Verweis bekommen.

Frau Urbon, die den oben verlinkten Mainpost-Artikel geschrieben hat, musste in einem Kommentar auch ihren eigenen Standpunkt kundtun und bläst damit leider ins gleiche Horn wie die meisten der Kommentatoren, die die Kinder in ihren Grundrechten eingeschränkt und eine Erziehung zur Duckmäuserei sehen wollen. Eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema wage ich den meisten abzusprechen.

Niemand verbietet Kindern zu demonstrieren und für ihre eigene Meinung einzustehen, im Gegenteil, sie werden dazu sogar ermuntert, aber Unterrichtszeit ist nun mal Unterrichtszeit und die Eltern wissen ihre Kinder in dieser Zeit in der Obhut der Schule, wir haben in dieser Zeit schließlich auch die Aufsichtspflicht. Ich möchte mal die gleichen Eltern und Kommentatoren, die sich jetzt aufregen, dass Schulleiter Macht ausüben und die Kinder auf ihrem Weg zur Mündigkeit von der Schule gehindert sehen, erleben, wenn einem Schüler, der von seinem nicht vorhandenen Streikrecht Gebrauch macht und während der Schulzeit auf Bildungsdemos herumturnt, etwas passiert. Sollte der Schulleiter stillschweigend geduldet haben, dass die Kinder das Schulgelände verlassen, rennen ihm die gleichen Leute wohl die Tür ein und fragen, dann zu Recht, warum Schüler unbeaufsichtigt sind, obwohl sie in der Schule sein sollten. Frau Urbon macht dann vielleicht auch eine Story daraus und stellt den Schulleiter oder den Lehrer an den Mainpost-Pranger. Dass ihrer Meinung nach Duckmäuser herangezogen würden, zeigt doch auch das mangelnde Wissen, weil gerade die Aufgaben der Schule jedem Lehrer eingetrichtert werden und unser Unterricht in diesem Sinne gehalten wird. Niemandem wird seine Meinung verboten, aber in der Vorbereitung auf das Leben gehören die ausgesprochenen Strafen eben auch dazu, dass Konsequenzen aus einem Fehlverhalten hingenommen werden müssen. Oder sollen die Kinder dazu erzogen werden, ihre Pflichten zu vernachlässigen, weil sie Rechte haben? Vielleicht sollten sich das manche Eltern auch mal bewusst machen. Verantwortungsvoll haben diese Schüler nicht gehandelt, wenn jetzt nur Schule und Schulleitung böse ist, zeigt das, wie einseitig manche denken und denken wollen.

Ganz nebenbei bemerkt möchte ich auch die Frage in den Raum werfen, wie viele Neuntklässler (ganz gleich, an welcher Schule) eine reflektierte Meinung zu Studiengebühren haben (außer, dass sie dagegen sind), wer von den Missständen durch den Bologna-Prozess weiß und sich mit der Bildungspolitik auskennt. Da geht es dann wohl eher um zwei Stunden ohne Schule, ohne hier irgein Vor-Urteil zu fällen. Wie man schulintern gegen schulspezifische Mängel protestieren und trotzdem Aufsehen erregen kann, haben die Schüler vom Humboldt-Gymnasium in Schweinfurt vorgemacht.


Missio Canonica
Freitag, 10. Juli 2009, 23:34 Uhr unter Uni / Schule, Würzburg.
Von: Alex
[ Kommentare: 3 ]

Heute, am “Tag der Verantwortlichen in Schule und Erziehung”, haben meine Kollegen und ich die Missio Canonica, die kirchliche Lehrerlaubnis, von Weihbischof Ulrich Boom im Kiliansdom verliehen bekommen. “Damit ihr ein Segen seid” ist das Motto der diesjährigen Kiliani-Wallfahrt, den Segen sollen wir als Religionslehrer in die Welt tragen. Die Feier war wirklich sehr schön, Bilder finden sich sicher bald auf der Bistums-Seite.

missio

Ich versuche mal, ein schärferes Bild aufzutreiben.


Sprecherziehung
Dienstag, 30. Juni 2009, 16:29 Uhr unter Uni / Schule.
Von: Alex
[ Kommentare: 2 ]

Nachdem unsere Prüfungen jetzt vorbei sind, bilden wir uns jetzt fort: Heute war der erste Teil der Sprecherziehung. Meine Diagnose: Ich mache den Mund zu wenig auf, ich rolle meine R, ich spreche das T nicht als T und ich sage Honig statt hochdeutsch Honich.

Ich bin halt ein Unterfranke. Basta.

Mit dem Honigkuchenpferd (oder Honichkuchenpferd?)habe ich sie trotzdem drangekriegt. Ach mass da Dra Chanasan mat dam Kantrabass aban, damat ach dan Mand watar afmacha. Verstanden? Und mit einer Kerze in der Hand muss ich blasen üben. Keine Interpretion, bitte. Es geht um die Bauchatmung. Atmung. Nicht Admung…


Es ist vorbei!
Mittwoch, 24. Juni 2009, 15:49 Uhr unter Uni / Schule.
Von: Alex
[ Kommentare: 20 ]

Mein Referendariat ist vorbei. Ein saugeiles Gefühl. Und heute noch einmal richtig gute Noten bekommen.


Lernen statt Umsonst & Draußen
Samstag, 20. Juni 2009, 9:56 Uhr unter Kultur, Uni / Schule, Würzburg.
Von: Alex
[ Kommentare: 2 ]

ud-logo-2009

Heute wird mein U&D-Tag leider erst am frühen Abend beginnen, weil das Examen nächste Woche heute Vorrang haben muss. Darüber hinwegtrösten kann mich auch nicht das Festival-Paket, das ich bei neun7 gewonnen.

festivalkit

Ich freue mich aber trotzdem und bedanke mich für das T-Shirt, das ich mir sowieso gekauft hätte, drei Getränkebons, drei CDs von U&D-Künstlern, Ohrenstöpsel und einen Regenumhang, den ich aber hoffentlich nicht brauche. Am Abend melde ich mich dann wieder vom Festival-Gelände.


Lehrproben-Kuchen
Sonntag, 14. Juni 2009, 16:41 Uhr unter Uni / Schule.
Von: Alex
[ Kommentare: 13 ]

Als Belohnung für die tolle Mitarbeit bei meiner Lehrprobe habe ich meinen Kindern einen Kuchen versprochen, den ich heute unter Einsatz meines Lebens gebacken habe. Ein Rührkuchen ist es geworden. Anstrengend war es für mich als Nicht-Bäcker, unsere dürftigen Back-Gehversuche bei der Weihnachts-Würzmischung haben nicht sehr viel weitergeholfen. Die Kleinen haben es sich verdient, dass ich mich am Sonntagmittag in die Küche gestellt habe.

lehrprobenkuchen

Das Ergebnis… Zur Feier des Tages gab es auch noch Schokostreusel. Und kein Wort über die Form!


Panini-Lehrprobe
Mittwoch, 27. Mai 2009, 16:51 Uhr unter Panini, Uni / Schule.
Von: Alex
[ Kommentare: 8 ]

Meine letzte Lehrprobe ist rum, ich habe mich für meine heutige Lehrprobe nochmal richtig ins Zeug gelegt, keine Kosten und Mühen gescheut und eine Panini-Lehrprobe hingelegt:

panini-lehrprobe

Jeder Schüler hat obiges Arbeitsblatt bekommen, dazu einen Briefumschlag mit 17 Stickern, die auf dem Blatt richtig aufgeklebt werden mussten, allerdings ohne Nummer, so einfach ist es nicht am Gymnasium. Die Panini-erfahrenen Jungs in der fünften Klasse waren ziemlich schnell, die anderen haben heute gelernt, wie man bei der WM 2010 schnell und gerade einklebt. Nebenbei haben sie mit einer Multimedia-Bildershow die Exkursion in die Synagoge wiederholt, die Grundelemente einer katholischen Kirche kennen gelernt und anschließend mit meinem Panini-Puzzle, das liebevoll ausgeschnitten wurde (Danke nochmal an Homer und N. fürs Helfen!!!!!), Synagoge und Kirche miteinander verglichen. Mir hat es Spaß gemacht, den Kindern erst recht und meinen Prüfern auch, die haben nämlich auch fleißig Bilder gelegt.

YEAH!!!!!!!!! Ich bin heute ziemlich anstrengend, das ist mir aber egal! Eine Eins muss man feiern. Etwas viel Tolleres natürlich auch…


Jason, nicht Jason, Homer statt Homer
Dienstag, 28. April 2009, 15:37 Uhr unter Uni / Schule.
Von: Alex
[ Kommentare: 1 ]

Auf der Suche nach Bildern, die meinen Sechstklässlern die Odyssee, die Ilias und den Rest der griechischen Sagenwelt veranschaulichen, habe ich – wohl wissend, dass ich diese Ergebnisse mit Sicherheit bekomme – nach “Jason” bzw. “Homer” gesucht. Während ich “Jason” mit dem zweiten Suchbegriff “Argo”, seinem Schiff, eingrenzen musste, um überhaupt irgendein Bild des Argonauten zu finden, war ich überrascht, dass sich bei “Homer” doch schon auf der vierten Seite der Suchergebnisse eine Büste mit dem Kopf des griechischen Dichters, dem man die Odyssee und die Ilias zuschreibt, findet. Ansonsten findet man ausschließlich Bilder von Jason Vorhees, Eishockey-Masken, Jason Statham, irgendeinem Jason James und Homer Simpson in den Ergebnislisten.

Ein Bild von Jason Vorhees käme in der sechsten Klasse sicher schlecht an. Den kennen die eh schon seit dem Kindergarten… ;)


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