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Hausmacher Politik-Bullshit |
Dienstag, 24. November 2009, 22:19 Uhr unter Politik. Von: Alex [ Kommentare: 14 ]
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Was will denn die CSU mit dieser merkwürdigen Idee von einem Betreuungsgeld für Eltern, die ihre Kinder nicht in einen Kindergarten schicken, sondern zu Hause erziehen wollen? Wer kommt denn auf so etwas? Einerseits soll jedem Kind ein Kita-Platz zugesichert werden, andererseits will man denen 150€ bezahlen, die ihr nicht in den Kindergarten schicken. Ist das Berliner bzw. – in diesem Fall – Münchner Unsinn?
Kinder brauchen den sozialen Umgang, das Aufwachsen mit Gleichaltrigen und auch die damit verbundenen Reibereien. Sollen die das in der ersten Klasse lernen? Mit sechs Jahren? Wie sieht es mit Kindern aus dem Teil der Gesellschaft aus, der ungern “Unterschicht” genannt wird und mit “Prekariat” gerne unverständlich umschrieben wird? Die bildungsfernen Familien, in denen die Kinder oftmals zu kurz kommen und jeder Cent umgedreht werden muss, schicken dann ihre Kinder nicht mehr in den Kindergarten, sondern nehmen die 150€ gerne, um die Haushaltskasse aufzubessern. Ist das nicht der totale Irrsinn, mit dem man die Nachteile von Kindern aus bildungsfernen Schichten noch verstärkt? 150€ laden doch geradewegs dazu ein, sein Kind daheim vor dem Fernseher sitzen zu lassen, statt es in den Kindergarten zu schicke. Jedem Kind einen solchen Platz zu ermöglichen, das ist sinnvoll, solche Kinder in dieser Weise besondern zu fördern, das ist nötig, gerade wenn das Kind noch aus einer Migrantenfamilie stammt, wo wenig bis gar kein Deutsch gesprochen wird.
Selbst Gutscheine sind Schwachsinn, weil alles, was die Kinder vom Zusammensein mit anderen abhält oder dazu ermuntert, kontroproduktiv ist, wenn die Bildungsschere nicht noch weiter auseinandergehen soll. Gebt jedem Kind einen Kita-Platz und einen Kindergartenplatz, bezahlt das Familien, die sich das nicht leisten können, alles andere lasst bleiben.
Unglaublich, sich deswegen sogar in der Koalition zu zoffen. Überlegt da auch nur einer, was eine solche Maßnahme anrichten kann?
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Volksbegehren Für echten Nichtraucherschutz |
Donnerstag, 19. November 2009, 0:32 Uhr unter Politik. Von: Alex [ Kommentare: 9 ]
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Seit heute liegen in den bayerischen Rathäusern die Unterschriftenlisten für das Volksbegehren Für echten Nichtraucherschutz aus, in die sich alle wahlberechtigten Bürger eintragen können und müssen, wenn sie tatsächlich an einem echten Nichtraucherschutzgesetz interessiert sind, nachdem das ursprünglich sehr strenge Gesetz nach der verlorenen Landtagswahl 2008 wieder aufgeweicht wurde, um Volkes rauchende Wirtshausseele zu besänftigen. Dass damit gleichzeitig wieder die Nichtraucher düpiert wurden, interessierte wenig beim Wähler-Sanftstimm-Aktionismus nach der Wahl.
Warum darf in Kneipen und Diskos wieder munter geraucht werden? Warum müssen Nichtraucher wieder den blauen Dunst einatmen? Weil sie frei entscheiden können, ob sie in die Läden gehen oder nicht? Tolle Begründung…
Von heute bis zum 02. Dezember liegen die Listen aus, eintragungsberechtigt sind alle deutschen Staatsangehörigen, die bis zum 2. Dezember 2009 das 18. Lebensjahr vollendet haben (letzter Geburtstermin ist somit der 2. Dezember 1991), nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen und mit Hauptwohnung oder einziger Wohnung seit mindestens drei Monaten in Bayern gemeldet sind. Für ein erfolgreiches Volksbegehren sind rund 950.000 Unterschriften notwendig, wer unterschreibt, ist für rauchfreie Kneipen und Gaststätten, für rauchfreie Festzelte und rauchfreie Diskos, ohne Ausnahmeregelungen, die wieder unterlaufen werden können.
Es klappt in anderen Ländern problemlos, warum fühlen sich bei uns so viele bevormundet, wenn sie nicht mehr drinnen rauchen dürfen. Die Grundsatzdiskussion werde ich jetzt nicht wieder anfangen, die oft gepriesene Rücksichtnahme klappt einfach nicht. Geht hin und unterschreibt. Meckern ist einfach, etwas tun in diesem Fall gar nicht so schwer.
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Noch eine überflüssige Partei |
Samstag, 31. Oktober 2009, 10:50 Uhr unter Lästereien, Politik. Von: Alex [ Kommentare: 3 ]
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Von Frau Paulis komischer Partei ist schon länger nichts mehr zu hören, was wahrscheinlich auch besser ist. Die Bayernpartei plakatiert vor Wahlen immer mehr oder weniger lustige Plakate, mit denen krampfhaft versucht wird, auch bei uns in Franken Stimmen zu sammeln, wenn es schon im eigentlichen Bayern nicht reicht, mit separatistischen Ideen zu landen. Für die Franken gibt es jetzt “endlich” das Pendant: Die “Partei für Franken” gründet sich heute in Bamberg. Warum? Moderne, selbstbewusste Politik für Franken wollen sie machen und den bösen Oberbayern die rote Karte zeigen, weil die ja die arme Frau Pauli ausspioniert haben, dann Beckstein demontiert und die Hohlmeierin rehabilitiert haben. Wir armen Franken. Unterdrückt müssen wir uns echt Sorgen machen, von den Bayern ausgenutzt zu werden. Franken werde systematisch von der oberbayerisch dominierten Staatsregierung benachteiligt. Eine Abspaltung von Bayern wollen die Super-Franken zwar (noch) nicht. Drollig ist das schon. Und überflüssig auch.
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Jetzt auch der Platzeck |
Montag, 12. Oktober 2009, 18:44 Uhr unter Politik. Von: Alex [ Kommentare: 10 ]
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In der SPD müssen sie echt ziemlich verzweifelt sein… Einer Fortsetzung der großen Koalition, in der Matthias Platzeck seit sieben Jahren als Nachfolger von Manfred Stolpe als Ministerpräsident regiert, zieht er jetzt wohl eine rot-rote Koalition mit den Linken vor. Jetzt dürfen die SED-Nachfolger bald auch in Brandenburg regieren und ehemalige Stasi-IM sitzen am Regierungstisch und reden fleißig mit. Ganz toll, Herr Platzeck! Da war Matschies Absage an die Linken wesentlich sympathischer, wenn auch überraschender.
Immerhin bleibt das Saarland von einer rot-rot-grünen Regierung verschont. Dieses blöde Jamaika-Gerede nervt zwar, aber eine solche Koalition mit CDU und FDP steht den Grünen besser zu Gesicht als ein Bündnis mit den Dauer-Losern und den Kommunisten mit ihrer angeblichen sozialen Gerechtigkeit. Regierungsnutten waren die Grünen ja bisher nie, weil ihnen auf der Oppositionsbank kein Zacken aus der Krone breche, wie Cem Özdemir heute gemeint hat, wenn sie wirklich das Bildungsministerium bekommen, können sie der Regierung auch ihren Stempel aufdrücken. Wo ist das Problem? In der Regierung wären die Grünen doch so oder so gewesen? Dass SPD und Linke jetzt Gift und Galle spucken, ist verständlich, interessant, dass gerade diese Parteien jetzt von Wählertäuschung palavern. Eine solche Vernunft-Koalition ist selbst im Saarland besser als eine Zusammenarbeit mit Lafos Krawall-Kommunisten. Lasst die Grünen leben, so sehr unterscheiden sich FDP und Grüne doch auch nicht. Wieso sollen die Grünen immer auf die SPD und die Linken festgelegt bleiben? Wie hat Harald Schmidt unlängst bemerkt:
Wenn sie in einer Altbauwohnung mit Stuckdecke wohnen und ihr Gemüse beim türkischen Händler kaufen, dann wählen sie die Grünen. Wenn sie in einer Altbauwohnung mit Stuckdecke wohnen und ihr Gemüse vom türkischen Händler bringen lassen, dann wählen sie FDP.“
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Ein völlig blödsinniges Verbot |
Samstag, 6. Juni 2009, 13:13 Uhr unter Internet & Computer, Politik. Von: Alex [ Kommentare: 1 ]
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Haben sich die Innenminister der Länder also geeinigt. Die gefährlichen Killerspiele werden verboten, noch vor der Bundestagswahl. Nie wieder wird es jetzt Amokläufe geben, weil die Wurzel allen Übels bekämpft ist. Die Herren der Innenministerkonferenz sind, glaube ich, wirklich davon überzeugt, dass einem neuen Amoklauf so vorgebeugt werden kann.
Haben die gleichen Herren den blassesten Schimmer von den Vertriebswegen? Spiele kann man in der ganzen Welt kaufen oder runterladen, wer Killerspiele spielen will, kommt auch weiterhin dran, die Kindergartenversionen in deutschen Kaufhäusern kauft schon jetzt niemand. Aktionismus ist das, blinder Aktionismus von Leuten, die keine Ahnung haben, über was sie reden.
Als nächstes sollten Rennspiele an der Reihe sein. Burnout Paradise und Gran Turismo könnten mein Fahrverhalten auf Dauer nachhaltig so beeinflussen, dass ich versuche, auf dem Stadtring eine neue Bestzeit für einen besseren Führerschein zu fahren oder durch provozierte Überschläge Punkte zu sammeln.
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Angela Merkel zu Gast in Würzburg |
Dienstag, 19. Mai 2009, 22:17 Uhr unter Politik, Würzburg. Von: Alex [ Kommentare: 9 ]
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Punkt 17.00 Uhr hat die Wahlkampfveranstaltung der CSU auf dem Marktplatz begonnen. Horst Seehofer und Angela Merkel schüttelten fleißig Hände, ehe unser Ministerpräsident eher kurz und unsere Bundeskanzlerin eher lang gesprochen haben. Frau Merkel hat sich recht vernünftig angehört, auch die Anliegen der um mich rum demonstrierenden Studenten Bildungsopfer klangen vernünftig. Die z.T. sehr hübschen jungen Damen und die Herren haben gewusst, wofür und wogegen sie demonstrieren, die pubertierenden Kommunisten-Babys wohl eher nicht. Sie haben aber immerhin gelernt, bei der Nationalhymne zu pfeifen und etwas von internationaler Solidarität zu schwafeln.
Vielleicht sind die Jungs die wahren Bildungsopfer und sollten aus Mitleid Privatlehrer bekommen.
Am 7.Juni sind Europawahlen. Das bedeutet, hingehen und abstimmen. Ausreden gibt es nicht, wer nicht da ist, muss eben per Briefwahl abstimmen.
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Langsam hackt es |
Donnerstag, 7. Mai 2009, 8:58 Uhr unter Internet & Computer, Politik. Von: Alex [ Kommentare: 2 ]
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Dass nach so schrecklichen Amokläufen wie in Winnenden relexartig ein Verbot der “Killerspiele” genannten Ballerspiele gefordert wird, ist ja inzwischen normal. Dass die Bezugsquellen gar nicht kontrollierbar sind, da die indizierten Titel sowieso nicht im normalen Laden gekauft werden können, interessiert nicht. Hauptsache, gschwätzt! Die Diskussion könnte man auch beliebig fortsetzen, meist reden ja eh die am gescheitesten daher, die noch nie ein sogenanntes “Killerspiel” gesehen haben, sondern sich alles erzählen haben lassen.
Nicht, dass mich das interessieren würde, ich finde es trotzdem lächerlich, dass jetzt auch noch über ein Verbot von Gotcha-Spielen, auch Paintball genannt, und Laserdom (das gleiche ohne Farbkugeln, sondern mit Laser) nachgedacht wird, da dies das Töten von Menschen simuliert. Man kann es echt übertreiben. Die, die Spaß daran haben, sollen das meinetwegen machen. Wenn das erst ab 18 Jahren erlaubt ist, ist das auch mehr als in Ordnung, aber ein staatliches Verbt? Bei gewerblichen Anbietern ist das unter 18 nicht möglich, wenn es privat geschieht, haben die Eltern einen an der Waffel.
Den Vorschlag von Christine Haderthauer, Spiele mit einem hohen Suchtpotenzial – z.B. World of Warcraft – höher einzustufen, um Kinder besser davor zu schützen, halte ich gar nicht für so verkehrt. Problematisch ist allerdings auch das, weil dann mein geliebtes Gran Turismo, das ich schon auf der ersten Playstation gespielt habe, wohl auch betroffen wäre. Vielleicht braucht eben einfach verantwortungsvollere Eltern und nicht immer staatliche Regelungen.
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Fragwürdigkeiten der Woche |
Samstag, 25. April 2009, 10:05 Uhr unter Politik. Von: Alex [ Kommentare: 1 ]
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Warum findet in Genf eine sogenannte Anti-Rassismuskonferenz statt, zu der Delegierte aus allen Ecken Welt herangekarrt werden, damit dort ein Hetzer wie der iranische Staatspräsident Ahmadinedschad eine Plattform für seine Holocaust-Relativierungen und seine Judenhetze bekommt? Ein Beispiel für alle, wie man es gerade nicht macht? Ein willkommener Anlass, ihm zu zeigen, was man von seinem hinterwäldlerischen, nicht-aufgeklärten Geschwätz hält, indem man demonstrativ den Raum verlässt? Eher nicht. Der Hetzer nutzt solche Veranstaltungen, um den immer gleichen Mist zu verbreiten, was ihm auch gelingt, da er dann stets mit seinem Skandal durch alle Medien wandert. In Zukunft will er noch öfters kommen. Würde ich an seiner Stelle auch tun, schließlich hören ihm stets sehr viele zu, um sich dann wieder zu empören, was er Schlimmes gesagt hat. Deutschland hat die Konferenz boykottiert, ebenso die USA, Israel und einige andere Länder. Ihn demonstrativ auszuladen wäre ein Zeichen gewesen, gerade für eine solche Konferenz, bei der sowieso mehr palavert als getan wird, da in der Theorie immer alles so schön klappt. Praktisch ist die Bundesempörungsbeauftragte Claudia Roth auch – selbstverständlich! – wieder anderer Meinung, weil sie sich lieber mit Ahmadinedschad zusammengesetzt hätte, um ihn mit möglichst vielen ihrer Ich-Botschaften von der Schlechtigkeit seines antisemtischen Denkens zu überzeugen. Wahrscheinlich so lange, bis er vor Glück zu weinen beginnt. Um es kurz zu machen, Hendryk M. Broder bringt es mal wieder auf den Punkt.
Die Berliner Bürgerinitiative Pro Reli kämpft für Religion als ordentliches Schulfach, damit das Fach nicht mehr als Wahlfach irgendwo am Nachmittag ein Nischendasein fristet. Am Sonntag sind die Berliner aufgerufen, im Volksentscheid darüber abzustimmen. Während sich Pro Reli aus Spendengeldern finanzieren muss, gibt Herr Wowereit munter Steuergelder aus, um die rot-rote Gegenkampagne Pro Ethik zu propagieren. Das wurde ihm gerichtlich untersagt, der Tagesspiegel zeigt sich überrascht.
Somalia bekommt von der internationalen Gemeinschaft 250 Millionen Dollar Hilfe. Gehen den Piraten die Waffen aus oder erreicht das Geld wirklich mal die, die es sinnvoll einsetzen? Ich habe da meine Zweifel.
Die taz, Deutschlands überflüssigste Zeitung, nagelt Jürgen Klinsmann in der Oster-Ausgabe ans Kreuz, der klagt gegen diese Darstellung, da er sich in seinen religiösen Gefühlen verletzt sieht… und verliert vor Gericht. Satire sei das gewesen, meinte das Gericht. Wenn es um christliche Symbole und Gefühle geht, ist die Meinungsfreiheit bei uns immer etwas länger strapazierbar als religiöse Gefühle. Wahrscheinlich deshalb, weil von Christen keine Massenproteste auf den Straßen, Morddrohungen gegen die Chefs und brennende taz-Fahnen zu befürchten sind.
Wie kann Gesine Schwan, SPD-Kandidatin bei der Wahl des Bundespräsidenten, so verantwortungslos vor sozialen Unruhen als Folge der Wirtschaftskrise warnen? Will sie damit den zu erwartenden Mai-Randalen der tiefroten Chaoten ein Motto liefern? Horst Köhler wird hoffentlich Bundespräsident bleiben.
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Abfragprämie für Lehrer |
Mittwoch, 8. April 2009, 16:14 Uhr unter Politik, Total bescheuert, Uni / Schule. Von: Alex [ Kommentare: 3 ]
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Gestern und heute habe ich im Radio immer wieder “Abwrackprämie” hier, “Abwrackprämie” da gehört, wahrscheinlich ist das jetzt schon ein ganz heißer Kandidat für das Wort bzw. Unwort des Jahres. So wie das aber die Sprecher und vor allem die fränkische Sprecherin gesagt haben, klang das – typisch fränkisch halt – wie “Abfragprämie” und als Lehrer klingeln bei mir natürlich die Alarmglocken und ich bekomme leuchtende Augen. Über eine “Abfragprämie” würde nicht nur ich mich sehr freuen, über eine Verlängerung derselben noch mehr.
So finde ich das Ganze ziemlich kurzfristig gedacht und reichlich beknackt, weil jetzt alle Autos kaufen, alle glücklich sind und in einem halben Jahr das Gejammer wieder weitergeht, wenn alle ein neues Auto haben und keine mehr verkauft werden. Ich bin ein totaler Wirtschaftslaie, aber wenn man so viel Geld in die Konjunktur pumpt, hätte man mit dem gleichen Geld wahrscheinlich auch eine Senkung der Mehrwertsteuer finanzieren können.
Schüler bekommen ihre Abfragprämie schon lange in Form guter Noten. Lob sollte dabei vermieden werden, wie wir seit gestern wissen.
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BeschEUert… |
Mittwoch, 1. April 2009, 16:28 Uhr unter Lästereien, Politik. Von: Alex [ Kommentare: 6 ]
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Eigentlich habe ich erst an einen April-Scherz gedacht, aber die Meldung ist schon von gestern… Wer denkt sich nur einen so überflüssigen Blödsinn aus? Weltweit macht die Finanzkrise Probleme und in Brüssel regulieren sich ein paar überkorrekte Bürokratieteufel und Büroteufelinnen zu Tode. Die Parlamentsverwaltung der Europäischen Union hat eine Broschüre für den “geschlechtsgerechten Sprachgebrauch” herausgegeben, weil selbst Wörter mit eindeutig männlichen bzw. weiblichen Endungen zu sexistisch und zu diskriminierend sind, um sie im offiziellen Sprachgebrauch weiter Anwendung finden zu lassen. Waren es bisher schon – ganz nervtötend – “Kolleginnen und Kollegen”, “Lehrerinnen und Lehrer” oder “Polizistinnen und Polizisten”, soll das nun zugunsten geschlechtsneutraler Ausweichbegriffe gestrichen werden. Es wird nicht mehr von den oben genannten Berufsbezeichnungen gesprochen, sondern es sollen fortan “Lehrkräfte” und “Polizeikräfte” sein, die auf offiziellen Schreiben erwähnt werden. Der Leitfaden soll Dolmetschern und Politikern als Orientierungshilfe dienen. Huch, natürlich soll er Übersetzungskräften und Politikkräften als Orientierungshilfe dienen, nicht dass sich der dämliche Leitfaden selbst ad absurdum führt. Fahrer ist diskriminierend, Fahrerin auch, “fahrendes Personal” soll das in Zukunft heißen, die deutsche Sprache scheint besonders fies, meint doch “staatsmännisch” nicht nur das Auftreten von Herrn von und zu Guttenberg, sondern auch das Verhalten unserer Kanzlerkraft leitenden Regierungskraft Angela Merkel.
Wahrscheinlich lassen sich noch weitere irrwitzige Beispiele finden, wie beknackt diese Broschüre ist, die zuvor eine achtköpfige und wohlgemerkt hochrangige Expertengruppe beschäft hat, und viel zu viele Steuer-Euro gekostet hat. Solche Aktionen kosten die EU Glaubwürdigkeit, da braucht noch nicht einmal über Albanien, Serbien, die Türkei oder Bulgarien als potenzielle Mitgliedsstaaten diskutiert werden.
Ab sofort bin ich kein Blogger mehr, sondern bloggendes Personal. Natürlich ohne Bezahlung.
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Bombenleger vor 25 Jahren |
Freitag, 27. März 2009, 10:25 Uhr unter Fernsehen, Lästereien, Politik. Von: Alex [ Kommentare: keine ]
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Ich liebe die “Tagesschau vor 25 Jahren” auf BR alpha, weil ich es total interessant finde, was damals tagesaktuell wichtig war. Vorgestern ging es um Hochrechnungen von der Landtagswahl in Baden-Württemberg, für die ausgewählte, repräsentative Wahlkreise ausgezählt worden sind und alles noch ganz archaisch ausgesehen hat, wenn man die heutigen Computergrafiken kennt.
Archaisch hat auch Rezzo Schlauch ausgesehen, der nach seiner Zeit im Bundestag inzwischen wieder als Anwalt arbeitet und beratend bei enBW tätig ist. Eigentlich schade, dass er nicht mehr aktiv im Bundestag ist.

Er sieht heute auch ganz anders aus. Normal. Nicht mehr wie ein Grüner, wie ein Grüner in meiner Kindheit halt ausgesehen hat.
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Respekt! |
Freitag, 20. Februar 2009, 13:59 Uhr unter Fernsehen, Politik. Von: Alex [ Kommentare: 7 ]
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Der JU-Vorsitzende Philipp Mißfelder hat mit folgendem Zitat aus einer längeren Rede heftige Empörung hervorgerufen:
Die Erhöhung von Hartz IV war ein Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie.
Respekt! Das gehört definitiv zu den Äußerung, die man besser nicht loslassen sollte. Der große österreichische Philosoph Gerry Schartl hat dazu einmal gesagt “Dänkn däaf mass, soogn liaba neet”. Vielleicht hätte er das mal vorher bedacht. Gut möglich aber, dass er einfach zu oft Coaching-Sendung im Privatfernsehen geschaut hat. Nachmittags RTL, Mitten im Leben!, ganz schlimme Sendung.
Wie unnötig!
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